Charakter und Verhalten

Professor Mesbah Yazdi

Was Bedeutet „Charakter“ und wie entsteht er?Bevor wir über die bedeutende Rolle des Charakters und die Wege zur Trennung der menschenwürdigen Eigenschaften von denen, die ihm nicht gebühren, durchleuchten und bevor wir über die charakterliche Läuterung im Islam sprechen, muss zunächst einmal dargestellt werden, was der „Charakter“ eigentlich ist und wie er zustande kommt.Den Handlungen, die der Mensch willentlich unternimmt, gehen andere vorbereitende voraus, die nach außen hin zu erkennen sind. Jedoch auch innerlich werden Handlungen durch eine Reihe gedanklicher Schritte und auf Erlerntem beruhenden Erwägungen in die Wege geleitet.Nehmen wir als Beispiel jemanden, der seinen Bekannten besuchen will: Er muss nicht nur sich körperlich in Bewegung setzen, in eine bestimmte Richtung gehen oder ein Fortbewegungsmittel benutzen, sondern er muss auch gedanklich sozusagen „eine Strecke zurücklegen“. Mit anderen Worten – er müsste sich mit dem geistigen Auge das Treffen mit dem Bekannten vergegenwärtigen. Müsste sehen, welchen Nutzen hat es und diesen Nutzen abwägen mit dem Schaden, den er eventuell dabei auch nimmt, sowie dem Unrecht, das er vielleicht dadurch begeht. Kurz, auf einer seelisch -geistigen Waage zieht er den Vergleich und fasst seinen Entschluss.Nutzen und Freuden, die mit einem bestimmten Vorgehen in Zusammenhang gebracht werden, und aufgrund derer wir uns für dieses Vorgehen entscheiden, können verschiedener Art sein. Können körperliche Form annehmen wie das Gefühl der Sättigung nach dem Essen, die empfundene Ruhe durch Schlaf oder auch die Kräftigung der Muskeln durch körperliche Betätigung. Auch geistige Vorstellungen z.B. die, in eine leitende Stellung zu gelangen, anderen vorangestellt und respektvoll behandelt zu werden, können zu einem bestimmten Verhalten stimulieren. Ebenso ein intellektueller Genuss, der in der Erkenntnis der Wahrheiten oder höherer geistiger Vervollkommnung liegt, die ein wissenschaftlicher Lehrgang und die ihm vorangehenden einleitenden Studien mit sich bringen können.Jeder fasst aufgrund des eigenen Wissens einen Nutzen und Genusserfolg ins Auge und hält deren Erreichung für erforderlich. Somit liegt das Hauptmotiv für alle willentlichen Handlungen eben darin, dass der Handelnde zu der Überzeugung gelangt, einen bestimmten Nutzen und ein bestimmtes Genusserlebnis erzielen zu müssen.Betrachten wir in diesem Zusammenhang eine Gruppe verschiedener Menschen, die sich über ein Studium Gedanken machen. Sie erwägen alle den Wert des Wissens und der Vorteile, die ihnen durch ein solches zugute kommen werden. Stellen diesen Vorzügen aber auch die Mühen und Anstrengungen gegenüber, die sie während dieser Ausbildung auf sich nehmen müssten, ebenso wie die entstehenden finanziellen Unkosten. Kurz, alle zeitlichen und örtlichen Umstände sowie sämtlicher auch nur eventueller Schaden oder Nutzen werden in Betracht gezogen.Einer von diesen Personen, welche über einen Hochschullehrgang Überlegungen anstellen, misst dem intellektuellen Nutzen hohen Wert bei. In seinen Augen verlieren alle Mühen und Entbehrungen demgegenüber an Gewicht, und auf dieser Grundlage trifft er die Entscheidung, eine Ausbildung an der Universität zu beginnen.Den nächsten lockt die für ihn besonders angenehme Vorstellung, später einmal den Respekt der anderen für sich zu gewinnen. Ihn lässt diese Aussicht den Entschluss zur Aufnahme eines Studiums fassen.Ein Dritter hat materielle Gewinne und Freuden ins Auge gefasst, zu denen er mit Wahrscheinlichkeit durch das Studieren und durch das angeeignete Wissen gelangen wird.Einem anderem wiederum entscheinen die Entbehrungen, die er während der Ausbildungszeit auf sich nehmen müsste, zu anstrengend. Er bevorzugt das Bequemlichere und gibt den Gedanken an ein Studium auf.Wir beobachten somit einen Unterschied zwischen den getroffenen Entscheidungen und Verhaltensweisen der einzelnen und zwar ist selbiger wiederum in einem Unterschied hinsichtlich der Denkweise und der Erkenntnisstufe eines jeden zu suchen. Sie sind es, die mit dazu beitragen, dass in bestimmten Situationen die Beurteilung über Notwendigkeil einer Handlung verschieden ausfällt.Solche geistigen Vorbereitungen gehen mehr oder weniger jeder Handlungsentscheidung voraus. Selbst bei den lebensnotwendigsten Bedürfnisbefriedigungen wie beim Essen und Trinken ist dem so, jedoch mit dem Unterschied, dass vorhandene Empfindungen erheblich bei den vorbereitenden Überlegungen zu einer Entscheidung beitragen und den Menschen schneller zu einer Entschlussfassung gelangen lassen. Existentielle Bedürfnisse und natürliche Triebe bestimmen hier die Marschroute und kürzen den komplizierten Pfad durch die Gedankenwelt ab. Das Geheimnis dieser beschleunigten geistigen Betätigung liegt darin, dass der Mensch sich über die Notwendigkeit der ins Auge gefassten Handlung im Klaren ist. Gespeicherte Erfahrung hat ihm – mehr als in manch anderen Fällen – den automatisch sich einstellenden Nutzen und Genussgewinn einer solchen Handlung bewiesen. Daher wird er, wenn die Notwendigkeit, eine bestimmte Handlung zu unternehmen, in allen Fällen und unter allen Umständen die gleiche ist, ohne Zögern diese Handlung auch in Angriff nehmen.In vielen Fällen jedoch können innere Neigungen und Emotionen dem Menschen nicht bei einer Entschlussfassung dienlich sein – im Gegenteil – sie ziehen einen dichten Schleier vor die Vernunft und hindern ihn daran, die richtigen Überlegungen anzustellen. Das durch ein Gefühl entstandene Wunschverlangen steht manchmal im Widerspruch zur Vernunft, und da sich bei den meisten Menschen besonders in den Anfangsstadien ihres Lebens die Vernunft noch nicht stark genug herausgebildet hat und leicht unterliegt, erwidern sie eher den Forderungen der Gefühle als dem Verstand.Ein Kind zum Beispiel fasst, wenn es hungrig ist und eine geliebte Süßigkeit vor sich sieht, sofort den Entschluss, diese zu verspeisen. Es achtet dabei nicht auf hiesige und jenseitige Schaden, die vielleicht der Verzehr einer solchen Süßigkeit mit sich bringt, und handelt, ohne seine Vernunft vor der Entscheidung zu Hilfe zu nehmen.An dieser Stelle möchten wir die Feststellung einschieben, dass ein solcher kindlicher Zustand leider auch in nicht wenigen Erwachsenen weiter existiert, was für sich schon den Beweis für die Erforderlichkeit einer charakterlichen Läuterung und Erlangung besserer menschlicher Qualitäten liefert.Jede Handlung, die der Mensch zum ersten Mal begeht, ob sie nun seinen Wünschen und Trieben sowie Emotionen entspricht oder auch ihnen zuwiderläuft, hinterlässt ihre besonderen Spuren in seinem Wesen. Die Tatsache, dass er schon einmal so gehandelt hat, bereitet ihn darauf vor, sich beim nächsten mal genauso zu verhalten und ganz offensichtlich führt der Mensch eine Handlung beim zweiten Mal leichter durch als beim ersten. Durch Wiederholung und zunehmende Häufigkeit einer bestimmten Aktion fährt sich dieser Ablauf immer mehr ein, bis er als eine Gewohnheit und Charaktereigenschaft hervortritt.Hat jemand sich an eine bestimmte Handlung gewöhnt, so wird er demnach dazu um ein vielfaches mehr fähig sein als jener, der sie zum ersten Male unternimmt. Das heißt folglich auch, dass er die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens gedanklich ebenfalls in einer viel kürzeren Zeitspanne als richtig bestätigt sieht und daraufhin auch viel schneller seinen Entschluss zum Agieren fasst.Bei den normalen alltäglichen Tätigkeiten und Handlungen ist die Bestätigung deren Notwendigkeit wie zur festen Formel geworden. Eine Formel von geistigen Vorbereitungsschritten für das darauf folgende Tun. Diese Formel bleibt im Wesen des Menschen weiter bestehen, so dass ein langes einleitendes Abwägen wegfällt. So einfach sind diese gedanklichen Schemen nicht wieder auszulöschen und, wie schon gesagt: Die persönliche Beweisführung für die Erforderlichkeit einer Handlung bildet das Hauptmotiv, welches zur Durchführung dieser -sei es nun negativen oder positiven- Handlung veranlasst.Aus diesen Gewohnheiten und Eigenschaften, die in der Seele der Menschen festen Fuß gefasst haben, resultieren entsprechende Handlungen und auch entsprechende Eindrücke. Wir nennen sie „Charakterzüge“, wie z.B. Freigebigkeit, Mut, Enthaltung vom Verbotenen und andere, auch negative. Diejenigen Angewohnheiten, die mit dem Zweck der Schöpfung und des Lebens übereinstimmen, stellengute Angewohnheiten dar und sind begrüßenswert. Solche aber, die Schöpfung und Lebensziel zuwiderlaufen bleiben hässlich und verdienen es, abgelehnt zu werden. Zu einem „guten Charakter“ zählen die erstgenannten Eigenschaften und zu einem „schlechten“ die zweiten.Auswirkung des Charakters auf Wohl und Unwohl des MenschenOb der Charakter des Menschen gut ist oder schlecht, das wirkt sich entscheidend auf sein Wohlergehen aus. Unbestreitbar hat er seinen Einfluss auf das private Leben sowie das soziale Dasein, beeinflusst er die diesseitige und auch die dortige Existenz. Es würde den Rahmen einer kurzen Abhandlung wie dieser sprengen, die einzelnen Eigenschaften und ihre Folgeerscheinungen alle zu beschreiben. Aber auch eine längere Abhandlung könnte nur hinlänglich reichen. Wir wollen an dieser Stelle uns daher auf einen gröberen Überblick beschranken und allgemein die Auswirkungen des Charakters auf Freuden und Leiden im irdischen Leben sowie in der Ewigkeit aufzeigen.Die innere Persönlichkeit eines jeden setzt sich aus seinen in der Seele verankerten Eigenschaften und Angewohnheiten zusammen. Menschenwürdige bzw. – unwürdige Charakterzüge wirken auf unseren geistig – seelischen Zustand und bestimmen ihn ähnlich wie stärkende bzw. schädliche Nahrung die körperliche Gesundheit fördern bzw. beeinträchtigen oder in Gefahr bringen. Aus dieser Perspektive betrachtet, tritt der direkte Zusammenhang zwischen Wohl bzw. Unwohl des Menschen und gutem bzw. schlechtem Charakter deutlich an den Tag.Wahres „Glücklichsein“ und wahres „Elend“ hängen somit auch unmittelbar von den guten und schlechten Taten an. Wir hatten in der einleitenden Darlegung folgenden Schluss gezogen: Das Leitmotiv zu willentlich unternommenen Handlungen liegt darin, dass der Handelnde daran glaubt, dass diese Handlung unter den gegebenen Umständen eine Notwendigkeit darstellt und er sie durchführen muss. Ebenso haben wir festgestellt, dass die zuvor stattgefundene urheberische Schlussfolgerung, dass dieses Verhalten ein Erfordernis ist, im Gedankengut des Menschen immer weiter fortbestehen wird, wenn sich eine solche Verhaltensweise zu seiner Angewohnheit entwickelt hat. Demnach bilden gute bzw. schlechte Charakterzüge die Einflussreichsten Faktoren darauf, ob der Mensch gut oder schlecht handelt. Und davon wiederum hängt sein Wohl bzw. sein Unwohl ab.Wenden wir uns jedoch den Auswirkungen des menschlichen Charakters auf das gesellschaftliche Leben zu. Betrachten wir dazu einmal genau und richtig die Korruption und Verdorbenheiten Inder Gesellschaft, das Blutvergießen und die Zerstörungen und Verwüstungen, die von Menschenhand geschehen: Wir werden sehen, dass die Zerstörungen und Verwüstungen, die von Menschenhand geschehen: Wir werden sehen, dass die Hauptursache für diese totalen Missstände in der Selbstsucht, in der Arroganz, im Stolz und im falschem Ehrgeiz und ähnlichen hässlichen Eigenschaften zu suchen sind. Eigenschaften, die in denen den Wurzeln geschlagen haben, die ein Volk oder Völker anführen. Ihre Charaktermerkmale äußern sich darin, dass sie als Machtinhaber andere Völker auf unrechtmäßige Weise beeinflussen und beherrschen wollen, und nicht nur andere Nationen, sondern auch die eigene in form einer Diktatur unterdrücken und bevormunden.Auch was sich innerhalb der Regierungsapparate und der verschiedenen staatlichen Einrichtungen an Ungerechtigkeit und Korruption abspielt, ist auf die Verdorbene Moral und den zweifelhaften Charakter der verantwortlichen Kräfte zurückzuführen. Doch auch in der kleineren gesellschaftlichen Einheiten, wie Stadtviertel und Ortschaft oder auch das Umfeld in der Familie: Die Tatsache, dass es hier zu Reibung und Machtstreit kommt, hat ebenfalls ihre Wurzeln darin, dass der einzelne sich nicht um einen besseren Charakter bemüht hat.Besitzen Mann und Frau, die sich mit dem Ziel „Gemeinsamkeit und Einigkeit“ die Hand zur Bildung einer Familie reichen, menschenwürdige Charakterzüge und begrüßenswerte Angewohnheiten, so können sie aus der kleinen Gemeinschaft ein warmes Nest gestalten, in dem Freundlichkeit, Zuneigung, Fröhlichkeil und „Glück“ herrschen. Was aber, wenn im Wesen eines jeden von ihnen, hässliche Eigenschaften und Gewohnheiten wie scheußliche Dämonen hocken, die während des gemeinschaftlichen Lebens in vielerlei Gestalt ans Tageslicht treten und unweigerlich die Familie welche doch immer ein Hauch von Wärme und Lebensfreude erfüllen sollte, umwandeln in einen Kriegsschauplatz für negative Strömungen und rebellische tierhafte Triebe? Zu einer Arena, in der Furchterregende wilde Dämonen wie reißende Tiere ihren kämpf austragen. Diese Untiere sind die hässlichen und abstoßenden Eigenschaften im Menschen. Sie haben sich in der Tiefe der Seele und in ihren Winkeln eingenistet und warten nur auf günstige Bedingungen, um hervorzudringen und sich selbst und ihre Macht zu zeigen.Zudem: Diese gefährlichen Attribute und schlechten Angewohnheiten werden außerdem teilweise, einem Erzichungsmechanismus gehorchend, auf die Kinder übertragen, wodurch auch die darauffolgende Generation durchweg wie sie selbst in Verderbnis und Unglück hineingetrieben wird.Dies war nur ein kleines Beispiel für die Auswirkungen des Charakters auf die kleinste Einheit im gesellschaftlichen Leben, auf die Familie, Je weiter wir die Grenzen ziehen und je größere gesellschaftliche Räume wir betrachten, desto mehr wachst auch des Aktionsfeld der menschlichen Eigenschaften, von den positiven bis zu den negativen, und auch die wertvollen Wirkungen eins guten Charakters bzw. die Gefahren eines schlechten zeichnen sich deutlicher ab.Wir sollten zudem noch weiter und darüber hinaus gehen, denn obiges Feld bezieht sich nur auf den begrenzten und vorläufigen Existenzabschnitt der Menschheit, namens „Erdenleben“, Es sind jedoch besonders auch die Auswirkungen in der ewigen Existenz zu bedenken.Das Ewige Leben ist unbegrenzt, das irdische aber begrenzt, und etwas begrenztes lässt sich einerseits nie mit etwas unbegrenztem vergleichen, da der Unterschied zwischen einem begrenzten und einem unbegrenzten Glück unweigerlich auch unbegrenzt sein wird. Ebenso können auch die begrenzten Gefahren und Leiden und nicht begrenzten nur grenzenlos voneinander verschieden sein. Auf der anderen Seite wird uns in dieser Welt möglicherweise gelingen, durch Erziehung und Selbsterziehung einen schlechten Charakter in einen guten umzuwandeln und uns edle Gewohnheiten zuzulegen. Nach der Barriere „Tod“ aber ist keine hässliche Eigenschaft mehr zu ändern, und das reißende, um sich wütende Tier, der Dämon im Innern, wird dann auch äußere Form annehmen, wird nicht mehr von der Seite seines Besitzers weichen und ihm ständig Gesellschaft leisten.Die Bedeutung des Charakters vom islamischen Standpunkt ausWer sich auch nur ein wenig in den Versen des Korans und Wörtern der islamischen Großen auskennt, dem ist bekannt, wie sehr diese himmlische Religion Wert auf den Charakter legt. Es lässt sich kaum eine Seile im Koran finden, auf der nicht von seelischen Eigenschaften des Menschen die Rede wäre und nicht auf verschiedene Art zur Läuterung des Charakters und Erarbeitung besserer Angewohnheiten angehalten und diese betont wurden wären.In einer der Suren (Sure Sams) schwört Gott, dass das Wohl des Menschen, dass das, was er sät und erntet, von einer Reinigung der Seele und Reinigung des Charakters abhängt. Gesetzt den Fall, es gäbe hierzu keine einzige andere Ayeh mehr (Ayeh = kleinster koran abschnitt,), so genügte schon diese sure für sich alleine als Nachweis dafür, welch große Bedeutung der Koran dem Charakter beimisst.Über einen jeden Charakterzug des Menschen, sein Verhalten als Individuum und als Mitglied der Gesellschaft, bringt der Heilige Koran zahlreiche Verse, Sehr oft wird eine lobenswerte Eigenschaft in Dutzenden von Ayat (Mehrzahl von Ayeh) gepriesen und eine abzulehnende genauso häufig getadelt. Es würde einer langen ausführlichen Beschreibung bedürfen, wollten wir uns im einzelnen damit befassen.Umfangreihe Schriften bildet auch das, was uns von dem geehrten Propheten und seinen Nachkommen zum Thema „Tugend der Selbsterziehung“ und hinsichtlich menschlicher Attribute, die Anerkennung verdienen bzw. zu verurteilen sind, dokumentarisch erhallen blieb. Vom geehrten Propheten (Friede sei mit ihm und seinen Nachkommen) wurde ein Wort überliefen, das, gäbe es sonst alle die anderen Weisheiten zu diesem Thema nicht, vollkommen ausreichen würde,, um die Wichtigkeit des menschlichen Charakters in den heiligen islamischen Lehren und von ihrem Standpunkt aus zu verbildlichen. Da nämlich, wo er spricht:„Ich bin gesandt worden, um den edlen Charakter des Menschen noch zu vervollständigen.“In einer anderen Überlieferung heißt es von ihm:„Der Glaube desjenigen ist vollständiger, der einen besseren Charakter aufweist.“Er selbst, der Prophet, verkörpert höchste Vervollkommnung und Vortrefflichkeil, ist tadelloses Beispiel für einen edlen, reinen Charakter und liebenswerten Umgang mit den Mitmenschen.Gott, der Schöpfer und Erhabene, spricht mit hohen Worten über das Wesen des Propheten. Er lässt ihn wissen:„Fürwahr, hast einen grüßartigen Charakter!“An einer anderen Stelle bezeichnet er das Wohlverhalten des Propheten als den Schlüssel zu seinem Erfolg und spricht:„Wärest du grob und streng gewesen, so waren alle aus deiner Nahe weggestoben.“Auch die Familie des Propheten und seine großen Nachkommen und religiösen Vorbilder – sie waren alle mit den höchsten Attributen eines menschlichen Wesens ausgestattet. In ihrem Verhallen und ihren Taten sowie in dem, was sie sagten, kamen seelisch-geistige Vervollkommnungen sichtbar zum Ausdruck. Ihr Erscheinen unter den Menschen war ein hervorragender Faktor, der eine bessere charakterliche Läuterung und geistig-seelische Erziehung der Menschheit in Bewegung setzte.Bewertungsgrundlagen für die Qualität des CharaktersDie charakterlichen Eigenschaften gehören zu den seelischen Dingen. Ob sie würdig sind oder nicht, das hängt davon ab, inwieweit sie der endgültigen Vollkommenheit der menschlichen Seele Gerechtwerden bzw. ihr zuwiderlaufen. Mit anderen Worten, jede Angewohnheit, die dem Ideal des wahrhaft vollkommenen Menschen entspricht und ihm auf dem Wege hin zu dem großen End – und Hauptziel weiterverhilft, verdient die Bezeichnung „würdig“. Alles, was ihn jedoch davon abhält, diesen menschlichen Bestimmungshaien zu erreichen, wird unwürdig sein.Als erster Schritt ist daher die letzte und höchste Stufe menschlicher Vervollkommnung klarzustellen, da mit wir den Bewertungsmaßstab zur Unterscheidung der lobenswerten Charaktereigenschaften von den zu tadelnden gewinnen.Einige haben nur oberflächlich und ohne Weitsicht leider geglaubt, dass die Wahrheit des Menschen sich auf den sichtbaren Körper besehrank und auch die Seele nur eine Eigenschaft und Nebenerscheinung desselbigen darstellt. Sie messen die Qualität menschlicher Attribute lediglich daran, ob sie dem Ideal eines optimalen körperlichen Zustandes und mit den Sinnen zu verspürenden Wohlbefindens einsprechen oder nicht.Verzicht auf Verbotenes, Schamgefühle, Edelmut, Gerechtigkeitssinn und andere Tugenden stellen für sich alleine keinen selbständigen Wen dar, das bedeutet, sie werden durchweg nur dann begrüßt, wenn sie als Mittel zur Erreichung materieller Vorteile und weltliche Dinge herhallen können. Selbst abstoßende Attribute wie Lüsternheil, Begierlichkeit, Kriecherei, Arroganz, Betrügerei, ja sogar Diskriminierung anderer und ihre Unterdrückung – auch sie gellen an sich noch nicht als hässlich, ausgenommen der Fall, dass die materiellen Ziele und finanziellen Vorteile indirekt oder direkt durch sie in Gefahr geraten würden.Grundsätzlich schenkt man dem Höchstmaß an seelisch – geistiger Vollkommenheil und menschenwürdigen hohen Gefühlen und geistigen Genüssen, die doch um ein vielfaches stärker und edler als die mit den Sinnen wahrnehmbaren Freuden sind, sehr wenig, wenn nicht überhaupt keine Beachtung: Sie gelten als wertlos.Unter denen, die diese Anschauung vertreten, sagen wieder eine Reihe: „Was gut und was böse ist, das hangt von der Meinung der Mehrheil ab. Alles, was in einer Gesellschaft von den meisten für gut geheißen wird, gilt in dieser Gesellschaft als gut, auch wenn dasselbe in einer anderen Gesellschaft von der Mehrheil verurteilt und als hässliches Charaktermerkmal betrachtet werden sollte“.Wir haben hier nicht die Absicht, zur oben genannten Meinung den ausführlichen Gegenbeweis zu erbringen. Es würde den Rahmen dieser kurzen Abhandlung sprengen. Zudem haben große Gelehrte in dieser Hinsicht bis ins Detail ihre Ansieht niedergeschrieben und in verschiedenen Werken überzeugende Argumente und handfeste Beweise gegen diese Anschauung aufgeführt. Wir beschränken uns hier nur darauf klarzustellen, was der Islam als Bewertungsmaßstab für das Prädikat „schlecht“ bzw. „gut“ betrachtet.Er sieht in der menschlichen Existenz ein viel größeres und edleres Dasein als das so rasch dahinziehende und begrenzte Leben auf der Erdkugel.Der Islam betrachtet das weltliche Leben als eine Strecke, die der Mensch zurücklegt, und je mehr er von dieser Strecke hinter sich gebracht hat, umso mehr nähert er sich dem ewigen Ziel.Im Islam steht die Welt um uns herum zu dem ewigen Dasein in einem Verhältnis wie die Sphäre, die das ungeborene Kind im Mutterleib erfahrt, zu der Welt, in die es später hineingeboren wird, sieht. Ja, im Vergleich zu letzterem Verhältnis ist das hiesige Dasein noch viel beengender und niedriger als die Existenz des Ungeborenen in der Gebärmutter, wenn es neben dem ewigen zu Stehen kommt.Der Seele des Menschen wird durch Islam der Rang einer sehr hohen und edlen Erscheinung zugeordnet. Einer Daseinserscheinung, die eine außergewöhnliche und hervorragende Entwicklung verdient. Wohingegen sich der Körper auf eine lediglich organische Existenz beschränkt. Dies darf jedoch nicht zu dem Fehlschluss führen, dass der Islam körperliche Vollkommenheilen und überhaupt körperliche Dinge ohne jede Funktion weiß, wie manche, die eine Übertreibung begehen und den Körper als etwas vollkommen überflüssiges, wenn nicht sogar als einen Störfaktor und ein Hindernis für die Entwicklung der Seele betrachten.Dem System der Schöpfung wurde eine vollständige Ordnung verliehen, die die bestmöglichste aller Ordnungen darstellt. Warum sollte sie es auch nicht sein, wo doch ihr ordnender Urheber absolut weise ist. Es wird in diesem Falle undenkbar sein, dass diese Ordnung etwas für die Existenz einer Erscheinung vorsieht, das diese Existenz an ihrer Fortentwicklung hindert. Daher stellt der Körper des Menschen einen Teil seiner Wahrheit dar und dient als Mittel zur Entwicklung seiner Seele hin zu der höheren Well. Wenn wir dem Körper gerecht werden, wenn wir ihm weder mit Unter – noch mit Übertreibung begegnen, so wird er nicht nur kein Hemmschuh auf dem Wege der Vervollkommnung des Menschen sein, sondern ihm – im Gegenteil – auf diesem Wege hilfreich zur Seite stehen.Trotz alledem darf nicht erwartet werden, dass Islam der leiblichen Hülle die gleiche Bedeutung wie der Seele zuordnet, dass er körperlichen Dingen für sich alleine einen selbständigen Wert beimisst, so wie er es für die Erscheinungen des menschlichen Geistes und seiner inneren Vervollkommnung tut. Dies wäre ein deutliches Unrecht gegenüber den geistig – seelischen Werten.Die Stellung, die der Islam dem Körper einräumt, nämlich die eines organischen Wertes, beruht auf der Regel „Existenzgebung, weil Erfordernis in der Existenzordnung vorhanden“. Anders formuliert: Da der Körper in Wahrheil nur ein Werkzeug der Seele ist, gebührt ihm auch nur die organische Wertstellung.Jenes Ideal der Vollkommenheit, das der Islam für den Menschen vorsieht, ist jedoch unabhängig. Die islamischen Bestimmungen und Gebote werden diesem Idealbild gemäß aufgestellt und letzteres gilt als Maßstab, wenn das Gute im menschlichen Charakter vom Schlechten getrennt werden soll. Diese Vollkommenheit wird immer Glück und Wohl im ewigen Leben zur Folge haben. Sie ist aber auch noch in sich abgestuft. Der niedrigste Rang der Vervollkommnung wird gleichbedeutend sein mit einem Wohlleben, angefüllt von Genüssen, die unsere Sinne erfassen. Die höchste Stufe jedoch spiegelt sich in der Erreichung vollständiger Erkenntnis und Erlangung des dem Schöpfer am nächsten gelegenen Ranges.In Wahrheil lad der Islam zu dieser letzten allerhöchsten Vollkommenheit ein: den höchsten Grad an Erkenntnis und den höchsten Grad einer Annäherung zu Gott. Alle Seelen weisen aber nicht die Starke und Größe auf, weltliche und jenseitige leibliche Genüsse sämtlich Beiseitezulassen und nur noch die Nahe Gottes, des Erhabenen, zu wollen und zu sagen:„Ich wende mein Gesicht dem zu, der Himmel und Erde geschaffen hin. Ich tue dies mit Festigkeit und standhaft und bin kein Götzendiener!“Oder zu denken; „Gott! Ich bete Dich nicht aus Angst vor der Verdammnis an oder aus Verlangen nach dem Paradies, sondern ich bete Dich an und diene Dir, weil Du es verdienst!“Da eben nicht jede Seele diesen höchsten Grad erreicht, hat Islam in seiner Vervollkommnungslehre verschiedene Rangstufen vorgesehen. Jeder kann, seiner Fähigkeit gemäß, eine dieser Stufen erreichen. Kann bis dahin, wo es sein Einsätzvermögen erlaubt, sieh Vorwärtsentwickeln.Fassen wir nun zusammen; Der Maßstab zur Erkennung der Qualität einer Charaktereigenschaft, d.h. zur Erkennung, üb sie gut oder schlecht ist, liegt in ihrer Auswirkung auf das ewige Dasein. Es gilt zu sehen, ob diese Eigenschaft zur dortigen Glückseligkeil hinführt oder nicht.Wie geht der Islam bei der Läuterung des Charakters vor?Die Wege der charakterlichen Läuterung in diesem Dasein überschreiten nicht den Rahmen der folgenden drei Methoden:Erste MethodeDas Wunschdenken der Menschen auf eine Reihe materiellen Wert und auf Prestigegewinn auszurichten und sie so zur Durchführung guter Handlungen und zum Verzicht auf hässliches Tun zu veranlassen, so dass mit und mit die edlen Eigenschaften verbreitet und die schlechten aus der Gesellschaft verbannt werden. Es wird zum Beispiel gesagt: Besitzt ein Mensch Eigenschaften wie Liebe zu Mitmensch und Vaterland, Tapferkeit und Großmut, so wird ihm schon im Leben allgemein Respekt und Sympathie entgegengebracht, und nach dem Tode werden die anderen sich im Guten an ihn erinnern.Diese erste Therapie zur Veredlung des Charakters weist jedoch Unzulänglichkeilen auf. Die wichtigsten von ihnen sind:a) Die Ziele, die bei dieser moralischen Erziehung angestrebt werden, bestehen meist aus rein gedanklichen Vorstellungen und drehen sich um einen Gewinn an Prestige. Sie führen nicht dazu, dass der Mensch eine wahre Vervollkommnung erzielt. Der, dessen Namen nach seinem Dahinscheiden in Ehre gehalten wird, dem wird nicht die geringste Freude an dieser Tatsache zuteil. Woher wird er darüber erfahren, dass man sich unter den Lebenden seiner im Guten erinnert? Und sollte er es auch wissen, wird er sich unbedingt daran erquicken? Wie oft stellen wir nicht fest, dass ein großer Mensch nicht nur nicht über ein Lob erfreut ist, sondern, im Gegenteil, es ihm großes Unbehagen bereitet. Er es abstoßend findet.b) Obengenannte Methode verhilft zwar zum Teil zur Erlernung guter Eigenschaften, sie stärkt und festigt aber auch negative wie falscher Ehrgeiz, sich hervorzutun und Lobpreis zu ernten. Nicht selten bringen gerade solche Attribute dem Menschen ebensoviel Schaden ein wie die guten Eigenschaften ihm Vorteile bieten. Diese Lernmethode beinhaltet quasi, dass der Mensch durch Aneignung neuer Fehler andere negative Eigenschaften ablegt bzw. höhere Eigenschaften erwirbt.c) Auch wenn wir als gegeben annehmen, dass der, der sich für Mitmenschen und Nation aufopfernd einsetzt, nach dem Tode weitergeehrt wird, so würde sich dieses Phänomen nur auf die jetzige Daseinswelt beschränken. Wie wir aber schon erwähnten, kann dieser enge Lebensraum keinem Vergleich mit einer Existenz in der Ewigkeit standstalten. Weder von der Fülle der guten Gaben und Freuden her gesehen noch hinsichtlich Vollkommenheit und Ansehen. Und auch nicht in Bezug auf Fortdauer und zeitlichen Bestand. Es leuchtet, wie gesagt, ein, dass das Begrenzte gar nicht dem Unbegrenzten gegenübergestellt und an ihm gemessen werden kann.Zweite MethodeSie besteht darin, dass die inneren Vollkommenheiten dargestellt, die geistigen und seelischen Freuden hervorgehoben sowie die Rangstufen des Paradieses geschildert werden. An die frohe Botschaft von den herrlichen ewigen Gaben wird erinnert und an die Bedrohung durch die unvorstellbaren Leiden in der Verdammnis: die schwere göttliche Vergeltung. Dies alles dient zur Anregung des Menschen, sich hohe Tugenden anzueignen und vom schlechten zu lösen.Die Schwachpunkte der ersten Therapie entfallen in dieser zweiten und alle von Gott Herhabgesandten Schriften (wie Thora und Evangelium) gingen von ihr aus. So finden wir auch im Heiligen Koran im Inhalt vieler Verse eine Übereinstimmung mit diesem Erziehungs- und Lehrstil. Ebenso wie in den meisten von Ethik und Moral handelnden Überlieferungen des geehrten Propheten und seiner reinen Familie.Dritte MethodeDie dritte Methode basiert auf dem Gedanken, dass alle Tugenden auf einen einzigen Überzeugungsmoment beruhen, nämlich die Überzeugung von der Einzigkeit Gottes und alle damit verbundenen Konsequenzen. Durch Stärkung und Vervollständigung dieser Gewissheit erfahren auch alle Eigenschaften, die diesem Grundprinzip entspringen eine Intensivierung und festigen sich. Andererseits rühren die Hässlichen Eigenschaften von da her, dass der Mensch etwas anderes als den Einzigen Gott verehrt. Durchtrennen wir die Wurzeln einer solchen Götzenanbetung, so entziehen wir auch allen Hässlichkeiten und Verderbtheiten den Nährboden.Die Überzeugung von der Alleinigkeit Gottes weist ebenso in sich Stufen auf wie der Irrglaube an falsche Gottbilder und Götzen. Die Phase, in der der Gläubige bzw. der Ungläubige sich jeweils befindet, wird Bestand und Verwurzelung der Charaktereigenschaften beeinflussen, sie stärker oder schwächer werden lassen.Ein Entwicklungsabschnitt im Towhid – Verständnis (Towhid = Glaube an den Alleinigen Gott) liegt da, wo der Mensch weiß: Alles hat seinen Ursprung in Gott. Derjenige, in dem diese Erkenntnis festen Fuß gefasst hat, in dem nagt nicht mehr der Neid um Wohlstand, Ansehen und Größe anderer. Ihm steht jener gegenüber, der nicht zu diesem Wissen gelangte und, anstatt dass er Gott als den einzigen und weisen Geber von Dingen wie Wohl und Ansehen betrachtet, nach anderen Ursachen Ausschau hält und diesen Ursachen einen von Gott unabhängigen Einfluss beimisst, was nichts anderes bedeutet, als dass er Ihm andere Götter beigesellt. Die Eifersucht auf Hab und Gut und Wohlbefinden anderer wird ihn quälen und manchmal so weil treiben, seine Mitmenschen zu belästigen und zu schädigen, es sei denn er trennt sich von dieser hässlichen Eigenschaft auf einem anderen Wege als durch die Einsicht in Gottes Alleinmacht.Auf einer höheren Stufe als die zuvor genannte der Towhid – Erkenntnis bewegt sich der Rechtgläubige, wenn er in allem Existierendem das Eigentum Gottes sieht und nichts und niemanden sonst als selbständigen Eigentümer betrachtet, sondern nur Ihn, den Alles erschaffenden. Alles Schöne und Gute auf Erden und auch die, die dieses Schöne und Gute in Händen hallen: Sie alle sind aus der Sicht eines solchen Menschen Gott untenan, sind nichts anderes als Ihm unterstelltes Geschöpfes.In einer solchen Denkweise bleibt für Eifersucht und Habgier und ähnliche Hässlichkeiten kein Raum mehr. Ein Mensch, der sich der Alteinmacht seines Erschaffers bewusst und gewiss wurde, setzt nur auf Gott Hoffnung und fürchtet sich auch vor niemand anderem als vor Ihm. Er wird weder auf etwas versessen sein und nach einer Sache gieren, noch wird er sich feige verhalten oder mit ähnlichen Schwächen abplagen müssen. Dazu kommt seine innere Zuversicht nur auf Gott und sein Wunschdenken, dass sich ebenfalls ausschließlich auf dem Wege Gottes, zu Gott, bewegt. Einen solchen Menschen werden deshalb auch nur noch hohe Eigenschaften schmücken und auszeichnen.Jedoch: Die Towhid – Gewissheil kann eine noch exzellentere Form annehmen, eine noch vollständigere und genauere. Hier bleibt nicht mehr die geringste Spur von charakterlicher Verderbnis bestehen, und dies ist es, was wir zum ersten Male auf diese Weise im Islam antreffen:Der Mensch weiß Gott als die einzige unabhängige Existenz. Sein Sein ist unbegrenzt. Ist ewig. Er umfasst die Gesamtheit aller Wellen, aller Dinge, aller Ursachen, aller Situationen des Existierenden und die Richtungen, in die es sich fortbewegt. Und auch nicht das winzigste Teilchen unter den unzählbaren Teilchen der Welt besteht, ohne von Seinem Heiligen Wesen, von innen und außen her, erfasst zu werden. Alles Sein wird nur auf Seinem Sein beruhen und mit ihm in Verbindung stehen.Diese Stufe des Towhidverständnisses, des Glaubens an den Einen und Alleinigen Gott, geht nicht unbeachtlich über die Erkenntnisse des menschlichen Verstandes in vorislamischer Zeit hinaus. Es veredelt auch jenes, was in den vorangegangenen von Gott gesandten Schriften stand. Gibt dem Towhid – Glauben, zu dem die Propheten vor Prophet Mohammad (Friede sei mit allen ihnen) einluden, eine höhere Form. Eine noch feinere, edlere, wertvollere.Diesem Thema tiefer nachzugehen würde hier zu speziell werden und über das Niveau des Buches hinausgehen. Wir begnügen uns daher mit diesen wenigen Ausführungen und bitten den Einzigen Gült, er möge uns mit der Erkenntnis und Verwirklichung dieser höchsten Stufe des Ein – Gott – Glaubens segnen.Abschließend sei nur noch gesagt: Der Drittgenannte Weg zur Läuterung des Charakters ist zwar höher und wertvoller als alle anderen Wege, da er aber nicht mehr dem Durchschnittsniveau menschlicher Erkenntnisse entspricht, hat Islam auch die vorangegangene zweite Methode ins Auge gefasst und wendet auch sie an. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Mehrheit der Gesellschaft normalerweise, wenn ihnen etwas versprochen oder sie vor etwas gewarnt werden, die göttliche Lehre eher akzeptieren, als wenn sie auf sehr hoher Erkenntnis basiert.Worte der Großen des Islam zu Fragen der Erziehung, Ethik und Moral„Was die, dir mir folgen am meisten ins Paradies einkehren lässt, sind Gottesfurcht, Freundlichkeit und Anstand“Prophet Mohammad (Friede sei mit ihm und seiner Familie)„Wer eine höhere Vernunft und einen vollkommeneren Geist besitzt, der ist freundlicher und besser als die anderen“Imam Sadeq (gegrüßt sei er)„Ihr möchtet, dass Euch Eure Kinder in Bezug auf Liebe und Güte gerecht behandeln, so behandelt auch Ihr sie gerecht!“Prophet Mohammad (Friede sei mit ihm und seiner Familie)„Das härteste Herz ist das Herz des Rachsüchtigen. Seine Seele leidet ständig unter Folter und Peinigung.“Imam Ali (gegrüßt sei er)Weitere Worte des Propheten „Gott sind jene am liebsten, die am meisten ihren Mitmenschen nützen.“„Am Tag der Auferstehung nimmt derjenige bei Gott den höchsten Rang ein, der sich mehr als alle anderen für das Wohl der Menschen und Gläubigen eingesetzt hat.““Immer wenn zwei Menschen zusammensitzen, ist der bei Gott angesehener, der sich freundlicher und umgänglicher verhält. Und auch sein Lohn bei Gott ist höher.“(aus dem Buche Wafi)Weitere Worte von Amir – AI – Mumeinin Ali (gegrüßt sei er)„Solange Eure Zungen frei, Eure Glieder heil. Eure Körperteile geschmeidig und bereit und der Raum zum Handeln offen steht, setzt Euch beherzt ein, begeht gute Taten, bis da, wo noch die Möglichkeit besieht. Bevor Euer Lebensbuch geschlossen wird und die Gelegenheit (zum guten Handeln) wie flüchtige Wolken aus dem Blickfeld forteilen.“Der Prophet des Islam (Friede sei mit ihm und seiner Familie) hat immer gesagt: „Niemals wird sich ein Volk dem Wohl und Glück gegenübersehen, wenn es sich nicht das Recht der Schwachen ernsthaft und entschlossen bei den Starken holt.“„Nahg – ul – Balageh“„Wer, um den Leuten zu gefallen, Gott erzürnt (und Recht und Gerechtigkeit missachtet), mit dem wird weder Gült zufrieden sein noch Gottes Volk.“Derjenige aber, der um Gottes Wohlgefallen willen auf die Zustimmung anderer verzichtet (der gerecht und redlich verfahrt, ohne es diesem und jenem recht zu machten), der wird sowohl Gott als auch Gottes Volk zufrieden gestellt haben.

Sunna Gegen Schia

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

Ein Erbärmlicher AufschreiDr. Ezzodin IbrahimSeit Beginn des 19. Jahrhunderts sah sich die islamische Welt konfrontiert mit einem neuen Konflikt mit dem Westen, entstanden durch die industrielle Revolution, die dem Hass folgte, der sich während der Kreuzzüge ansammelte. Der erste Schlag kam durch einen Angriff der Franzosen. Das Ergebnis dieser neuen Herausforderung war der Sturz des Kalifats, unseres politischen Systems, und die Besetzung der muslimischen Gebiete. Der Westen griff uns moralisch und ideologisch ständig an, indem er uns im Austausch seine schwachen Säkularinstitutionen gab. Vor Über dreißig Jahren schaffte er es darüber hinaus, eins seiner gefährlichen Ziele zu erreichen als er den zionistischen Staat errichtete und seinen Vertretern und Günstlingen die Regierungsgewalt übergab, die er an sich gerissen hatte – im Herzen der islamischen Welt.Diesen üblen Plan kann man sich vor Augen halten in einer ganzen Serie von Ereignissen, die miteinander in Zusammenhang stehen wie die Glieder einer Kette. der Erfolg der Herausforderung wäre nicht möglich ohne die Errichtung des zionistischen Staates, der den Sturz des Kalifats fordert. Der Fortbestand des zionistischen Staatswesens fordert von Regierungen in der islamischen Welt, dass sie zu Anwälten und Verbündeten der Mächte des Neo-Kolonialismus werden. Solche Regime sind das natürliche und logische Produkt dieses Konfliktes und insgesamt die eine Seite der Medaille, deren andere der zionistische Staat ist.So lagen die Dinge bis vor vier Jahren, als der Westen glaubte, zum endgültigen, Todesstoß gegen die vermeintlich zusammenbrechende Islamische Kultur auszuholen. Dann richtete die Islamische Revolution im Iran ihre ersten Pfeile gegen den Westen und errang den ersten Sieg des Islam in der Neuzeit. Das Leben kehrte in den islamischen Körper zurück, von dem sie meinten, er sei gestorben. Er erwacht und erhebt sich genau in dem Gebiet, wo ihre satanischen Absichten die stärkste und grüßte Wirkung hatten. Eine neue Ära dämmert herauf. Wir haben uns selbst entdeckt. Nach zweihundert Jahren der Demütigung, nach Jahrhunderten der Rückständigkeit und des Analphabetentums sind wir dabei, uns zu erheben.Dien ist die Islamische Revolution auf dem Vormarsch, viele neue Tatsachen zu schaffen, zu denen einige wie folgt gehören:1. Das Gefühl der Angst vor den Staaten und Großmächten in den Köpfen aller zu zerstreuen, insbesondere der Muslime und anderer unterdrückter Volker in der Welt.2. Der Menschheit unsere beispielhafte neue Kulturform zu bringen, während die westliche in die Verteidigung gedrängt wird. Roger Garoudi, der bekannte französische Denker, sagt: „Khomeini hat das westliche Entwicklungskonzept in die Verteidigung gedrängt.“ weiter sagt er: „Khomeini hat dem Leben des iranischen Volkes einen Sinn gegeben.“3. Die historische Rolle zu bestätigen, die der revolutionäre Islam im Leben der Menschen dieses Gebietes zu spielen hat, nach mehr als einem Jahrhundert, in dem der Islam den Versuchen ausgesetzt war, ihm Macht und Einfluss zu nehmen.Überlassen nun aber der Westen und seine Vertreter die Revolution sich selbst? Sie bekämpfen sie und versuchen, ihren Geist zu brechen. Bleibt er ruhig angesichts der Freude, die die Herzen des Volkes erfüllt, so, als wenn nach einer langen Zeit des Wartens Regen auf das trockene Erdreich fällt? Und lässt er zu, dass diese Sehnsucht nach dem Islam, die durch die Revolution aufbrach, anhält und sich ausbreitet?Sie waren betroffen über den Aufstand dieser muslimischen Nation und ihre ‚unmögliche‘ Revolution. Sie versuchten bis zum äußersten, die revolutionären Muslime daran zu hindern, an die Macht zu gelangen. Aber es gelang ihnen nicht! Dann fingen sie an, auf verschiedene miteinander verquickte Methoden zu arbeiten, wie z.B.:1. Indem sie Veröffentlichungen in Umlauf brachten, die von Minderheiten berichteten, indem sie den, wie sie es nannten, ‚Zustand des Aufruhrs‘ ausnutzten, den die Revolution durchlief.2. Indem sie gewisse iranische Gruppen, die sich der Revolution entgegenstellten, unterstützten, wie die ‚Royalisten‘, ‚Savakisten‘ und andere Säkularorganisationen, die zu den Waffen griffen, um gegen die Revolution zu kämpfen.3. Indem sie ein von den USA und Westeuropa gesteuertes wirtschaftliches und politische» Embargo verhängten, das während der Geisel- und Spionage-Krise deutlich wurde.4. Indem sie die direkte Invasion von außen einsetzten wobei sie sich Saddam Takritis und der jämmerlichen irakischen Armee bedienten.5. Indem sie Unfrieden stifteten, soziale Spannungen zwischen den beiden Flügel der muslimischen ummah, den Sunniten und Schiiten, in einem letzten Versuch, die Flut der Revolution zurückzuhalten und zu verhindern, dass ihre Auswirkungen auch die Gebiete mit sunnitischer Bevölkerung erreichten, die entweder über eins verfügen oder sich in Konfrontation mit dem zionistischen Staat befinden.Es gelang der Revolution, die Rebellion gewisser westlich gesteuerter Gruppen, wie der Hoyalisten und der Agenten der säkularen Opposition niederzuwerfen. Den Sanktionen stellte sie sich mit solcher Kraft, dass Imam Khomeini optimistisch war. Zu seinen Studenten, die seinem Programm folgten, sagte er: „Wir haben die Revolution nicht gemacht, um unsere Bäuche zu füllen, darum können sie uns nicht zum Schweigen bringen, wenn sie versuchen uns mit der Verhängung von Sanktionen Angst einzujagen, wir haben uns um des Islam willen erhoben wie es der Prophet Muhammad – Allahs Friede und Wohlgefallen auf ihm und seinen Angehörigen – getan hat, und wir haben noch nicht sehr gelitten im Vergleich zu den Leiden, denen sich der Prophet des Islam gegenüber sah.“ Und weiter sagte er; „So lange ihr nicht frei von Knechtschaft seid, werden eure Gehirne nicht arbeiten.“Soweit es um die Invasion von außen geht, so ging der Schuss nach rückwärts, mitten ins Herz der Invasoren, und brachte ihnen Not, Leiden und die totale Niederlage. Die fünfte Achse der Verschwörung, das Aufwühlen sozialer Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten, hatte einigen Erfolg, aber nur in einem gewissen Ausmaß und zeitweilig, weil die muslimische ummah schnell begreift, wer das Feuer dieses künstlichen sozialen Spannungen schürt, und dass die Neo-Kolonialisten die islamischen Staaten trennen wollen, um sie in ihrer Auseinandersetzung mit ihren tyrannischen Herrschern zu isolieren.Darüber hinaus begreifen die Neo-Kolonialisten und ihre Agenten, nämlich die Herrscher einiger Öl-Staaten und andere Marionetten der Tyrannen, dass diese Front keine Waffen und keine Armee braucht, sondern einen Betrüger oder eine Gruppe von Betrügern, die schnell vorbereitete, fix und fertige religiöse Erlasse ausgeben können.Fortan fiel diese Rolle einigen Muslimen zu, die Turbane tragen und Barte haben, in oder außerhalb des offiziellen Heeres. Einige davon begannen mit einer schlauen Kampagne, indem sie zu verstehen gaben, man habe plötzlich entdeckt, dass die Islamische Revolution eine schiitische Revolution sei, die Schiiten vermutlich eine ausgeschlossene atheistische Sekte und Ayatollah Khomeini, von dem sie einmal sagten, er habe „die Welt erschüttert, während er auf seinem Gebetsteppich saß“, wurde ein verfemter Atheist (???).Das Bild eines Muslim mit einem saudischen Buch voller Lügen und unbegründeter Anschuldigungen ist vertraut und alltäglich geworden. Er trägt es von einer Moschee zur anderen und versucht, die darin enthaltenen Lügen unter das Volk zu bringen.Vielleicht handeln einige dieser Menschen mit den besten Absichten und meinen, dass sie zur Ehre Gottes arbeiten, aber wie wir wissen, ist der Weg zur Hölle voll von solchen Menschen, die das Beste wollen. Wenn solche Leute entdecken, dass sie mitsamt ihren guten Ansichten eine imperialistische Verschwörung ausführen, sollten sie versuchen, sich zu retten, ehe es zu spät ist.Die Einstellung mancher Muslime zur Revolution hat zur Folge, dass man sie in der ummah mit Misstrauen betrachtet, besonders ihre Prinzipien, Motive und Mittel. Ihr merkwürdiger Standpunkt bringt die islamische Bewegung in eine ernste Situation, mit der sie in der Vergangenheit nicht in Konflikt gekommen ist, denn die Feinde der Revolution in den Reihen der Islamischen Bewegung haben keine Existenzberechtigung, und die wahre Bewegung kann nichts anderes tun, als solche Feinde aus ihren Reihen auszustoßen. Diejenigen, die dieses erstaunliche Modell muslimischer Verwirklichung früher oder später vernichten wollen, besonders im besetzten Palästina, werden nur sich selbst vernichten, denn sie stehen einer Flutwelle der Geschichte im Wege, wenn sie, wie sie es tun, eine Islamische Revolution bekämpfen, die von einem Imam geführt wird, „der die Ehre und der Stolz des Islam und der Muslime“ ist, wie in einer der Verlautbarungen der Internationalen Organisation der Muslim-Brüder ausdrücklich festgestellt wird.Ist es ein zufälliges Zusammentreffen, dass ein palästinensischer Muslim, der viele muslimische Länder besucht hat, gesagt hat, er habe nirgends mehr krasse Beispiele dieser Angriffe gegen die Islamische Revolution im Iran gefunden als von einigen Muslimen in seinem eigenen besetzten Land, wahrend er gleichzeitig keinen Staat gefunden habe, der in seiner Gesamtheit soviel Hochachtung und glühende Begeisterung für die Revolution empfinde wie der seine.Dieses Essay beginnt mit der Darlegung einiger wichtiger Fakten für Muslime im allgemeinen und zeigt die Grundlage der Islamischen Bewegung im besonderen. Statt weitere Beweise vorzulegen zur Betonung der Tatsache, dass Sunniten und Schiiten Brüder im Islam sind, obwohl Auslegungen von Koran und Sunna sie getrennt haben, – statt den endlosen religiösen Wahrheitsbeweis dieser klaren und einfachen Tatsache anzuführen, gibt es noch eine andere Auslegung, die wir in dieser Zeit, wo Analphabetentum und sektiererischer Fanatismus allgemein geworden sind, uns zu eigen machen müssen. Dieses Essay erbringt den Beweis für die Einheit der Muslime aus anderer Sicht, nämlich indem es die Standpunkte und Meinungen muslimischer Führer und Denker darlegt, wobei die Führung der meisten von den Anhängern der Islamischen Bewegung Insgesamt akzeptiert wird.Es ist klar, dass die Einstellung einer Gruppe innerhalb der Islamischen Bewegung gegen die Revolution, die zwischen Sunniten und Schiiten soziale Spannungen schafft im wesentlichen nicht eigenständig ist, sondern eine Übergangsphase, die den jungen Menschen von anderen diktiert wurde, die Argwohn und Pessimismus in ihnen wecken. Danach ‚entdecken‘ sie dann vielleicht, dass die Revolution, die ihre Hoffnungen entfachte und sie anspornte, ‚keine Islamische, sondern eine Schiitische Revolution‘ ist, und dass die Schiiten ’nicht rechtgläubig‘ sind.Muhib ad-din al-Khatib, der Autor eines saudischen Buches (von dem 5000 Exemplare in Palästina nachgedruckt wurden) führt weitere fiktive Beweise an, um zu zeigen, dass die Schiiten wahrscheinlich Ungläubige sind, irregeleitet und dem Islam entfremdet. Er beschuldigt sie, einen Koran zu haben, der sich von dem sunnitischer Muslime unterscheidet und andere falsche Beschuldigungen, die jeder Grundlage entbehren. Manche Leute verbreiten diese falschen, konfusen und fehlgeleiteten Gedanken al-Khatibs, während sie andere gegenteilige und konkrete Fakten, die von bedeutenden muslimischen Führern in ihren eigenen Reihen vorgelegt werden, vergessen und übersehen.Mr. Khatib ist der, der das ‚Islamische Kalifat‘ bekämpfte. Er arbeitete mit einer der nationalistischen Bewegungen zusammen, Talai‘ al-shabab al-arabi (Die Vorhut der arabischen Jugend). Im Jahre 1905, als seine Machenschaften während seines Aufenthaltes in Istanbul, wo er lehrte, enthüllt wurden, flüchtete er nach dem Jemen und schloss sich später Sharif Husain und seiner Arabischen Revolte an. Darauf erließ das Islamische Kalifat das Todesurteil gegen ihn. Er ging nach Damaskus zurück, als die türkische Armee geschlagen wurde und die arabische Armee einzog. Danach war er verantwortlich für die Herausgabe der ersten arabischen Leitung in Damaskus. 1Lassen Sie uns jetzt‘ zurückblicken und die Meinungen und Ansichten der islamischen Bewegungen und Denker zu diesem religiös rechtswidrigen sozialen Umsturz und dem falschen, jämmerlichen Aufschrei kritisch überprüfen. Der zum Märtyrer gewordene Husain al-Banna, einer der ersten Pioniere der modernen Islamischen Bewegung, hatte den Gedanken, Sunniten und Schiiten zusammenzubringen, neu belebt. Er hatte wesentlichen Anteil an den Unternehmungen von Jama’at at-taqrib bain el-mathahib al-islamiyah (Liga zur Zusammenführung Islamischer Rechtsschulen). Einige glaubten, dies sei unmöglich zu erreichen, aber al-Banna und andere islamische Gelehrte und Führer hielten es für möglich und dicht vor der Verwirklichung. Sie kamen überein, dass die Muslime in den wesentlichen Glaubenssätzen und Prinzipien, die von allen akzeptiert werden, zusammenkommen sollten, und dass sie jeweils andere Überzeugung akzeptieren sollten in Fragen, die keine Bedingung für den Glauben darstellen noch eine der Säulen der Religion und auch nicht zur Leugnung dessen werden, was als eine der notwendigen Voraussetzungen der Religion bekannt ist.Abdul Karim al-Shirazi sagt in seinem Buch ‚al-wahdat al-islamiyal (islamische Einheit), einer Sammlung von Reportagen und Artikeln von religiösen Führern der Schiiten und Sunniten, erstmals in dem Magazin Risalat al-islam ( Die Botschaft des Islam) veröffentlicht, verlegt an der al-Azhar Universität, zu dem Projekt von Jama’at at-taqrib 2, „Sie stimmten darin überein, dass Muslim ist, wer an den Einen Gott glaubt, an Muhammad als den Propheten, an den Koran als das Buch, an die Ka’ba als die Kibla (Gebetsrichtung) und das Haus der Pilgerfahrt, an die fünf bekannten Säulen, an(den Glauben an)die Auferstehung und die Ausführung dessen, was nach göttlichem Gebot als verpflichtend bekannt ist.“ Diese als Beispiel angeführten Grundsätze waren die Punkte des Übereinkommens unter allen Repräsentanten der vier bekannten sunnitischen und der zwei bekannten schiitischen Rechtsschulen, al-imamiyah und al-zaidiyah, die an der Versammlung teilnahmen.Außerdem waren al-Azhar’s erster Religionswissenschaftler und zu damaliger Zeit höchster Jurist für Glaubenserlasse, Imam Abdul Majid Salim, und die hervorragenden Gelehrten Imam Mustafa ‚Abd al-Razzaq und Imam Mahmut Shaltut unter den einflussreichen Teilnehmern in jener Gruppe. Gegenwärtig haben wir keine genaue Information über die spezielle Rolle die der zu Tode gekommene Imam al-Banna in dieser Hinsicht gespielt hat. Einer der Denker von Ikhwan al-Muslimun, Salim al-Bahnasawi, sagt in al-sunna al-muftara aliaha (Die verfälschte Tradition) 3 ;“Seit Bildung der Gruppe zur Zusammenführung Islamischer Hechtsschulen, an der Imam al-Banna und Imam al-Qunimi eindeutig teilhatten gab es die Zusammenarbeit zwischen Ikhwan al-Muslimun und den Schiiten was zum Besuch von Nawab Safawi in Kairo im Jahre 1954 führte.“ Auf derselben Seite sagt er weiter: „Diese Art der Zusammenarbeit ist nicht überraschend oder merkwürdig, da die religiöse Überzeugung beider Gruppen (der Sunniten und der Schiiten) dazu führt.“ 4Es ist bekannt, dass Imam al-Banna mit dem schiitischen Imam, Ayatollah Kashani, zusammentraf anlässlich seiner Pilgerfahrt 1948, und dass es zwischen ihnen zu einer Verständigung kam. Dies wurde von einer hervorragenden Persönlichkeiten des Ikhwan al-Muslimun unserer Zeit und einem Schüler des ermordeten Imam al-Banna berichtet, nämlich ‚Abd al— Muta’al al—Jabri, der in seinem Buch ‚Limatha yuqitia Hasan‘ (Warum Hasan al-Banna einem Attentat zum Opfer fiel), 5 Robert Jackson’s Worte zitiert:“ Wenn das Leben dieses Mannes (al—Banna) länger gedauert hätte, so wäre es möglich gewesen, viel Gutes für dieses Land zu erreichen, besonders durch das Übereinkommen zwischen al- Banna und Ayatollah Kashani, einem der iranischen Muslimführer, den Streit zwischen Sunniten und Schiiten bei der Wurzel zu packen und beizulegen. Sie Trafen sich 1948 im Hedschaz. Es scheint, dass sie miteinander konferierten und eine grundsätzliche Verständigung erreichten, aber Hasan al—Bannah wurde zu schnell ermordet.“ 6 Mr. Jabri kommentiert diese Aussage:“Jackson hat recht, und mit seinem politischen Denken erfasst er die Bemühungen von Imam al-Banna, die verschiedenen Rechtsschulen zusammenzuführen.“ 7Daraus entnehmen wir viele wichtige Fakten, von denen u.a. sind: Erstens: jeder Sunnit und jeder Schiit betrachtet den anderen als Muslim. Zweitens: Begegnung, gegenseitiges Verständnis und Überwindung der Unterschiede zwischen ihnen ist möglich und dringend erforderlich und eine Verantwortung der im Glauben aufgetragenen, bewussten Islamischen Bewegung. Drittens: der ermordete Imam Hasan al Banna unternahm große Anstrengungen, um dieses Ziel zu erreichen. Dr. Ishaq Musa al-Husaini sagte in seinem Buch ‚al-Ikh-wan al-mualimun‘ eine der bedeutendsten islamischen Bewegungen der Moderne, dass einige Schiiten, die in Ägypten studierten, sich dieser Gruppe ‚angeschlossen haben. Es ist auch bekannt, dass sich in den Reihen des Ikhwan al-Muslimun im Irak viele Schiiten befinden. Als Nawab Safawi in Syrien zu Besuch weilte, traf er Dr. Mustafa al- Siba’ai, den Generalbeobachter des Ikhwan al-Muslimun. Als dieser sich Safawi gegenüber beklagte, dass manche schiitische Jugendliche sich den säkularen und nationalen Bewegungen anschlössen, wandte er sich an sehr viele Schiiten und Sunniten mit den Worten: „Wer ein echter Dscha’fari sein will, der sollte sich dem Ikhwan al-Muslimun anschliessen.“Wer ist Nawab Safawi? Er ist der Führer der Fedajjn Islam Organisation. Mr. Muhammad All al- Dhanawi zitiert in seinem Buch ‚Kubrah al-harakat al-islamiyah fi al-asr al-hadith- (Die größte islamische Bewegung der Moderne) 8 Bernard Lewis: „Trotz ihrer schiitischen Rechtsschule glauben sie In hohem Maße an die islamische Einheit, ähnlich dem Glauben der ägyptischen Muslimbrüder, und es gab zwischen ihnen regen Gedankenaustausch.“al-Banawi fasste einige Grundsätze des Fedajjn Islam mit den Worten zusammen; „Der Islam ist ein umfassendes Lebensprogramm. Zweitens, es gibt kein Sektierertum unter Müsliman, nämlich zwischen Sunniten und Schiiten,“ Dann zitiert er die Worte Nawabs: „Lasst uns eng zusammenarbeiten für den Islam, und lasst uns alles vergessen, außer dem Kampf um der Würde des Islam willen. Ist nun nicht die Zeit für die Muslime gekommen, die Teilung von Sunniten und Schiiten zu verstehen und aufzuhaben?“In seinem Buch al-mawsua’al-harakah (Enzyklopädie der Bewegungen) 9 schreibt Fathi Yakin über den Besuch Nawab Safawis in Kairo und die starke Begeisterung und den warmen Empfang durch den Ikhwan al-Muslimun. Er schreibt dann über das Todesurteil, das der Schah über ihn verhängte, folgendes:“Die Reaktion auf dieses ungerechte Urteil war heftig, und die muslimischen Massen hörten es mit Empörung, denn sie schätzen die heldenhaften Taten Nawab Safawis und »einen Kampf sehr hoch ein. Sie verdammten dieses Urteil, demonstrierten dagegen und sandten Tausende von Telegrammen aus verschiedenen Teilen der muslimischen Welt, worin sie ein so unfaires Urteil über diesen gläubigen heldenhaften Mann und Kämpfer öffentlich brandmarkten. Sein Tod wurde als großer Verlust für unsere Zeit angesehen.“ So wurde ein schiitischer Muslim schließlich als einer der größten Märtyrer des Ikhwan betrachtet. Fathi Yakin sieht darüber hinaus Nawab und seine Gefährten in ihrem Martyrium unter denen, die „sich dem Zug der ewigen Märtyrer angeschlossen haben“, und dass „ihr reines Blut zur Fackel werde, die den Weg der nächsten Generation in Freiheit und Opfer erleuchten wird.“Genau das ist jetzt geschehen, das Rad der Zeit hat sich gedreht, und im Iran hat sich eine Islamische Revolution erhoben. Sie hat den Thron des tyrannischen Schah zertrümmert, der zum Flüchtling wurde in der Welt. Wie Gott sagt: ‚Und wahrlich. Unser Wort erging zuvor zu Unseren entsandten Dienern, dass ihnen geholfen werden und dass Unsere Heerschar für sie obsiegen sollte.'(37:171-3)In seinem Buch ‚al-islam, fikr wa haraka wa inqilab‘ (Islam, Denken, Bewegung und Revolution) 10 schreibt Fathi Yakin: „Jetzt, wo der Iran des Schahs den zionistischen Staat anerkannt hat, ist es unbedingt notwendig, dass die Araber die Existenz Nawabs und der Brüder von Nawab im Iran klar erkennen, aber eben das haben die arabischen Regime noch nicht getan, und es ist ihnen nicht bewusst, dass die Islamische Bewegung selbst außerhalb der islamischen Welt ihre Interessen unterstützt. Gibt es heute im Iran wieder einen ‚Nawab‘ 7″Fathi yakin wartete also auf einen neuen ‚Nawab‘. Aber bei Gott, warum waren so viele Leute empört, als ein neuer ‚Nawab‘ im Iran erschien, eher noch größer als ‚Nawab’7Die Zeitschrift al-muslimun, die von Ikhwan al-Nusli-mun herausgegeben wird, schreibt in ihrer ersten Ausgabe 11 unter der Überschrift „Mit Nawab Safawi“: ‚Der verehrte Märtyrer hatte eine starke Bindung zu den Muslimun. Während seines Besuches in Ägypten im Januar 1954 war er Gast in ihrem Hause in Kairo.‘ Die Zeitschrift erwähnt auch Nawabs Meinung zur Inhaftierung mehrerer Mitglieder des Ikhwan: „Wenn die Tyrannen irgendwo die Männer des Islam unterdrücken, müssen die Muslime sich über die Differenzen ihrer Hechtsschulen hinwegsetzen, ihre unterdrückten Brüder trösten und ihre Leiden, Nöte und Sorgen teilen. Es besteht kein Zweifel, dass wir mit unserem positiven islamischen Kampf die Pläne der Feinde, die darauf abzielen, unter den Muslimen soziale Spannungen zu schaffen, zunichte machen können. Es schadet nicht, dass es viele Rechtsschulen gibt, und wir können sie nicht abschaffen. Was wir aber tun können ist, die Manipulation einer solchen Situation zugunsten der Feinde des Islam zu verhindern.“ 12Am Schluss des Artikels zitiert die Zeitschrift Nawabs Worte:“Wir sind ganz sicher, dass wir früher oder später umgebracht werden, aber unser Blut und Opfer wird den Islam neu beleben und zu seiner Renaissance führen. In unserer Zeit braucht der Islam dieses Blut und Opfer, anders wird er sich nie erheben.“Bevor wir diesen Teil der Beziehungen des Ikhwan al-Musli-mun zu den Schiiten abschließen, möchten wir erwähnen, dass der Generalbeobachter für den Ikhwan al-Muslimun im Nord-Jemen bis vor zwei Jahren Schiit war, Abd al-Majid al—Zindani. Es gibt im Nord-Jemen auch sehr viele Ikhwan al-Muslimun, die Schiiten sind.Wenden wir uns wieder dem Jama’at al-Taqrib zu und den Worten eines hervorragenden Mitglieds dieser Gruppe, des großen Imam Mahmud Shaltut des verstorbenen Leiters der al-Azhar- Universität, der gesagt hat: „Ich glaubte an die Idee der Zusammenführung islamischer Rechtsschulen als einen korrekten Grundsatz und nahm von Anfang an teil in dieser Gruppe.“Weiter sagte er: „Al-Azhar stimmte der grundsätzlichen Regel dieser Gruppe von Führern verschiedener islamischer Rechtsschulen zu und beschloss, die Jurisprudenz verschiedener islamischer Rechtsschulen zu lehren, ein Studium, das auf dem überzeugenden Augenschein, dem Beweis basiert, ohne Vorurteil und ohne dieser oder jener Gruppe den Vorzug zu geben.“ Er fährt fort:“ Ich möchte über die Zusammenkünfte In Dar-al-Taqib sprechen, wo der Ägypter neben dem Perser, Libanesen, Iraker, Pakistan! oder anderen aus den verschiedenen mus l im i sehen Ländern sitzt. So gibt es auch die Hanafiten, Malikitten, Schafiiten und Hanbaliten, die neben den Imamiten und Zaiditen an einem runden Tisch sitzen, und in ihren Reden ist ebensoviel Wissen, Ergebenheit und Rechtswissenschaft wie der Geist der Brüderlichkeit, der Freundschaft, Liebe und Treue zu Wissenschaft und Gnostizismus.“Imam Shaltut wies außerdem darauf hin, dass es einige gab, die den Gedanken einer Zusammenführung islamischer Rechtsschulen bekämpfen, weil sie glauben, wie er sagt:“Diese Gruppe will die Rechtsschulen zerschlagen oder miteinander vereinigen.“ Er sagt weiter: „Dieser Idee haben sich einige Leute von geringer Intelligenz widersetzt und andere, die bestimmte unlautere Ziele haben. Es gibt keine Nation, in der es solche Leute nicht gibt. Ihr widersetzten sich auch einige, die ihre Sicherheit, die Sicherheit ihrer Interessen und ihren Lebensunterhalt in der gegenwärtigen Teilung gefunden haben, die von übel gesonnenen Leuten benutzt werden, die ihrerseits ihre eigenen Interessen, ihre persönlichen Wünsche verfolgen, diese und andere, die sich für Praktiken anbieten, die der Spaltung Vorschub leisten mit ihren direkten und indirekten Zielen und Methoden, sich jeder Reformbewegung zu widersetzen und jeden Fortschritt im Bemühen, Muslime zusammenzuführen und zu vereinen und ihre Äußerungen zusammenzubringen, verhindern.“Bevor wir al Azhar damit abschließen, möchten wir das von Imam Schaltut veröffentlichte Urteil bezüglich der Schiitischen Rechtsschule erwähnen, wo es – auszugsweise -heißt:“ Die Dscha’fari Rechtsschule, die auch bekannt ist als al-shi’ah al-ithna asharia, ist eine Rechtsschule, die wie andere sunnitische Rechtsschulen in der Ausübung des Glaubens korrekt zu befolgen ist. Muslime müssen das wissen und sollen sich vor einem ungerechten Vorurteil gegen irgendeine besondere Rechtsschule hüten. Denn die Religion Gottes und Sein göttliches Gesetz mussten niemals einer bestimmten Rechtsschule folgen. Alle sind rechtsgültig und Gott der Allmächtige nimmt sie an.“Was die Liga zur Zusammenführung Islamischer Rechtsschulen betrifft, ihre unzähligen Gruppen islamischer Denker, beginnend mit Scheich Muhammad al-Ghazzali – in seinem Buch ‚kaifa nafham al-islam‘ (Wie verstehen wir den Islam?) 13:“und nie entging die Religion dem Verhängnis der Unruhen, die sich auf die vorherrschende Politik auswirkten, was Stolz und Egoismus mit einschließt. Wer also nicht ihrer Überzeugung ist, endet in zwei großen Muslimgemeinschaften, den Schiiten und den Sunniten, obwohl beide Gruppen an den EINEN Gott glauben und an die Botschaft des Propheten, und keiner übertrifft den anderen, indem er mehr Aspekte des islamischen Glaubens besäße, jener Heilsreligion und jenes Denkens, durch das sie Erlösung suchen.“Weiter schreibt er auf derselben Seite: „Obwohl ich viele meiner Beurteilungen zu Einzelfällen auf andere Weise suche als die Schiiten, so halte ich doch meine Überzeugung nicht für eine Religion, so dass jeder, der anders urteilt, sündigen würde, und das gilt auch für meine Meinung zu den allgemeinen Meinungsverschiedenheiten in Fragen der Jurisprudenz unter Sunniten, ik Später fügt er hinzu: „Und letztlich wurde die Spaltung zwischen Schiiten und Sunniten mit den Prinzipien des Glaubens in Verbindung gebracht, um die eine Religion zu entzweien und die eine Nation zu spalten. Auf jeden, der dieser Spaltung auch nur mit einem Wort hilft, bezieht sich der Koranvers: „Siehe, diejenigen, die ihren Glauben spaltetenund zu Sekten wurden, mit ihnen hast du nichts zu schaffen. Ihre Sache steht Allah anheim. Alsdann wird er ihnen verkünden, was sie getan.“(6:160) Ich warne davor, andere voreilig als Ungläubige zu bezeichnen, das ist in einer Debatte leicht geschehen, und jemand wegen einer Meinung, die er äußert, als Verfechter des Unglaubens anzuklagen, ergibt sich in der Hitze der Diskussion sehr leicht.“Scheich al-Ghazzali fährt fort: „Beide Schulen begründen ihre Bindung an den Islam auf dem Glauben an das Buch und die Sunna Seines Propheten und sie stimmen in allen Grundsätzen dieser Religion völlig überein. Und wenn die Meinungen über Rechtsfragen und auf dem Gebiet der Gesetzgebung Auseinandergehen, so sind doch alle Rechtsschulen der Muslime noch in dem Punkt gleich, dass ein (wahrer) muslimischer Jurist (mujtahid) danach belohnt wird, ob er richtig oder falsch urteilt… Wenn wir uns auf das Feld der vergleichenden Jurisprudenz begeben und die Schwierigkeiten der Ansichten erleben oder die Differenzen wie beispielsweise, ob ein Wort des Propheten korrekt ist oder zweifelhaft, finden wir, dass die Distanz zwischen Schiiten und Sunniten der Distanz zwischen der Rechtsschule Abu Hanifa’s und der von Malik oder Shafi’e ähnelt. Wir sehen alle gleichgestellt in der Suche nach der Wahrheit, wenn auch die Wege verschieden sind.“ 15In gleicher Weise finden wir, dass Scheich al-Ghazzali in seinem Buch ’natharat fil-Koran‘ mit den Worten eines Schiitischen Gelehrten beginnt, und zwar: „Er gehört zu den Schiitischen Juristen und ist einer der großen Gelehrten. Ich habe seine Worte in voller Länge zitiert, weil einige Leute von geringer Intelligenz glauben, dass die Schiiten außerhalb des Islam stehen und vom geraden Weg abgeirrt sind. In dem Abschnitt aber Wunder will ich anführen, was das Wissen der Leute erweitern wird.“ l6Er stellt noch einen anderen Gelehrten, Hibbat al—din al- Huseini, vor und sagt:“Von den hervorragenden schiitischen Gelehrten. Und wir haben es unternommen, die Zusammenfassung vollständig zu veröffentlichen, damit der muslimische Leser das umfangreiche Wissen dieses Gelehrten Über die Natur des Wunders kennenlernt und daraus das Ausmaß der Ehrerbietung, die die Schiiten dem Buche Gottes – dem Koran – entgegenbringen.“ 17So also spricht Scheich al-Ghazzali, einer der bedeutenden Denker des Ikhwan al-Musliroun, über die Schiiten, widerlegt alle naive Vorstellung, um mit dem Lichte der Wahrheit die Dunkelheit von Unwissenheit, Hass und egoistischen Interessen zu zerstreuen.Dr. Subhi al- Salih sagt in seinem Buch ‚Ma’lim el-shariah al-islamiyah (Grundzüge des islamischen Kodex): „In den Aussprüchen der Schiitischen Imame wird nie etwas gesagt, was nicht mit der Sunna des Propheten übereinstimmt.“ Dann sagt er: „Sie (die Schiiten) räumen der Sunna einen hohen Rang ein und glauben, dass sie zu den Quellen der Rechtssprechung gehört, – gleich nach dem Koran.“ ‚8Sayyid Hawij schreibt in seinem Buch ‚a1-islam‘ über den islamischen Staat und die administrative Aufteilung; „Die praktische Realität der islamischen Welt besteht aus Schulen der Jurisprudenz, von denen jede in eine» Gebiet dominiert, oder Glaubensschulen, jeweils ein Gebiet beherrschend. Gibt es irgendein religiöses Verbot, diese Realitäten bei der administrativen Aufteilung zu berücksichtigen? Ein einsprachiges Gebiet wird zu einem (halb autonomen) Staat werden, die Schiitische Region wird einen (halb autonomen) Status haben, und die Region einer bestimmten Rechtsschule wird ebenfalls halb autonom sein, und jeder wird seine Regenten wählen, vorausgesetzt, dass er unter der Kontrolle der zentralen Macht steht, die durch das Kalifat repräsentiert wird.“ 19 Dies ist ein klares und freimütiges Bekenntnis von einem der ersten Führer des heutigen Ikhwan al-Muslimun, dass die Existenz der zahlreichen Rechtsschulen weder den Glauben des Volkes an den Islam noch seine Religion schädigt, und dass die Schiiten im islamischen Staat einen Regenten aus ihren Reihen haben werden.In seinem Buch ‚islam bila mathahib‘ (Islam ohne Sekten) sagt der islamische Forscher Dr. Mustafa al-Shaka: „Die Imamiten (Zwölfer) sind die Schiitische Gruppe, die in dieser Zeit unter uns lebt, mit uns Dunniten verbunden durch die Bande der Vergebung und in dem Bemühen, die Rechtsschulen zusammenzuführen, denn es gibt nur das eine Herz der Religion, und ihr ureigener Kern erlaubt keine Trennung.““ 20 Dann schreibt er über diese Form des Islam (der die Mehrheit der iranischen Bevölkerung angehort) und ihre Bescheidenheit:“Sie sind unschuldig an dem, was in Artikeln von manchen Gruppen gesagt wird, sie sehen es als Untreue und Irrtum an. 21Der hochgeachtete Scheich Imam Muhammad Abu Zuhara sagt in seinem Buch ‚Tarikh al-mathahib al-islamiyah‘ (Die Geschichte der islamischen Rechtsschulen): „Es besteht kein Zweifel, dass der Schiismus eine islamische Sekte ist. Wenn wir solche Beispiele wie die Saba’ah ausschließen, die All als Gott ansahen, und andere wie sie (wohl wissend, dass die Saba’ah = Siebener von den Schiiten als Ungläubige betrachtet werden), so besteht kein Zweifel, dass alles, was diese Sekte sagt, sich auf Koranverse oder auf Worte des Propheten bezieht.“22 Er fährt fort: „Gegen Sunniten, die ihre Nachbarn werden, sind sie freundlich und weisen sie nicht zurück.“23Dr. Abd al-Karim Zaydan, ein bedeutendes Mitglied des Ikhwan al-Muslimun im Irak, sagt in seinem Buch ‚al-mad-khal le derasat al-ahariah al-islamiyah (Einführung in das Studium des göttlichen Kodex des Islam):“ Die Ja’fari – Rechtsschule besteht im Iran, Irak, in Indien, Pakistan und im Libanon und hat Anhänger in Syrien und anderen Ländern. Der Unterschied zwischen der Ja’fari – Rechtsschule und anderen Schulen ist nicht größer als zwischen zweien der anderen Schulen.“24Ustad Salim al-Uahnasawi, einer der angesehenen Denker des Ikhwan, der diese Frage in seinem hervorragenden Buch ‚al-sunnah al-muftara alayha‘ (Die verfälschte Sunna) ausführlich behandelt hat: „Denen zur Antwort, die behaupten, dass die Schiiten ein anderes Heiliges Buch haben als unseres; das Heilige Buch, das die Sunniten haben, ist das gleiche wie das, das sich in den Moscheen und Häusern der Schiiten findet.“25 Weiter sagt er: „Die Ja’fari Schiiten betrachten diejenigen, die nach der Authentizität des Koran fragen, der seit den frühesten Anfängen des Islam von der gesamten Ummah als vollkommen authentisch beglaubigt worden ist, als Ungläubige.“26 (Ja’fari = Anhänger der Zwölfer). In gleicher Weise stellt er als Antwort auf die Behauptungen von Muhib al-Din Khatib und Ihsan Dhahir zur Frage von Entstellungen im Koran einen Brief vor über die Gedanken vieler Schiitischer Gelehrter und Juristen, und zitiert Imam Khu’i:“ Es ist unter Muslimen bekannt, dass Entstellungen im Koran nie vorgekommen sind, und der, den wir in Händen haben, ist der, der dem großen Propheten herabgesandt wurde.“27 Er zitiert auch Scheich Muhammad Ridha al-Mudhaffar;“ Das, was wir in Händen haben, ist der ganze Koran, der dem Propheten gesandt wurde, und wer auch immer etwas anderes behauptet, der verfälscht oder zweifelt, und sie sind nicht Rechtgeleite denn so ist Gottes Wort, dass „nicht soll zu ihm kommen das Eitle, weder von vom noch von hinten.“ Dann zitiert er von Imam Kashif al-Ghita: „Es findet sich in ihm keine Unzulänglichkeit, keine Entstellung, kein Zusatz, und darin sind alle einer Meinung.“Auf den vorstehenden Seiten finden sich viele Ideen, auf die man zurückgreifen sollte. Unbestreitbare Darstellungen der Tatsachen werden von den Schiiten zurückgewiesen, genau wie es mit den sunnitischen Muslimen der Fall ist. Bahna-sawi diskutiert die Frage der Unfehlbarkeit und sagt; „Was die Unfehlbarkeit betrifft, die von den Sunniten zurückgewiesen wird, so hätte es, wenn beide Seiten sie auf der Basis der Qualitäten ansahen, die die Zwölfer hatten, nichts gegeben, was eine Gruppe veranlassen könnte, die andere als Ungläubige zu betrachten. Weil die besonderen Eigenschaften der Zwölfer sie nicht vom geraden Weg des Islam abbringen. Nach sunnitischem Glauben wurde die Annahme der Unfehlbarkeit von den Sunniten zurückgewiesen, da sie in Untersuchungen, die sie für korrekt halten, nicht erwähnt wurde, und es ist bekannt, dass aus der Verleugnung dessen, was wie man weiß, durch Koran und Sunna bestätigt wurde, Unglaube wird, während jemand, wenn er weder weiß noch an die Wahrheit eines bestimmten Zitates glaubt, nicht an Gott gezweifelt hat, denn es gibt keine volle Klarheit.“28Anwar al-Jandi sagt in seinem ‚al-islam wa harakat al-tarikh‘ (Der Islam und die Bewegung der Geschichte):“Die Geschichte des Islam war voller Meinungsverschiedenheiten, ideologischen Streitigkeiten und politischen Differenzen zwischen Sunniten und Schiiten. Die Invasion des Auslands begann mit den Kreuzzügen und setzte sich bis heute fort, indem sie diesen Differenzen immer neue Nahrung gab, um ihre Wirkungen noch zu vertiefen, damit die Welt des Islam sich nicht eint. Mehr noch, die Bewegung zur Verwestlichung stand hinter dem Streit zwischen Sunniten und Schiiten und ihrer Teilung zusätzlich zur Vertiefung des Hasses zwischen ihnen. Alle Sunniten und Schiiten haben diese Verschwörungen bemerkt und verstanden und daran gearbeitet, die Kluft der Differenzen zu verringern.“ 29Haben wir verstanden, wer diese religiösen, ungesetzlichen Unruhen anheizt? Wer davon den Nutzen bat? Haben wir verstanden, dass es der Satan ist, der gerufen ist, uns zu teilen, zu zweifeln und einer den anderen als Ungläubigen anzusehen? Die Differenzen sind viel geringer als manche Leute glauben, Leute, die auf die Listen dieses Satans hereingefallen sind. Al-Jandi sagt von dem oben angeführten Buch „Die Wahrheit ist, dass der Unterschied zwischen Sunniten nicht größer ist als zwischen den vier Sekten (Schulen) der Sunniten.“Al-Jandi fährt fort:“ Die Forscher müssen um der Wahrheit willen sehr aufpassen, wenn sie zwischen Schiiten und Extremisten differenzieren, solchen, die selbst von den Schiitischen Imamen angegriffen worden sind. Außerdem haben die schiitischen Imame die Menschen vor jenen Extremisten gewarnt wegen ihrer falschen Aussagen.“30Samih Atif al-Zain, Autor des Buches ‚al-islam wa tha-qafat al-inean‘ (islamische Menschenerziehung), hat ein Buch geschrieben mit dem Titel ‚al-muslimun man hum?‘ (Die Muslime – wer sind sie?), in dem er die Frage der Sunniten und Schiiten behandelte. Er schreibt im Vorwort: „Was mich veranlasst hat, dieses Buch zu schreiben, ist die schwer verständliche Teilung zwischen Schiitischen und sunnitischen Muslimen, die mit der Beseitigung des Analphabetentums vergangen sein sollte, aber unglücklicherweise wurden diese Wurzeln sehr fest eingepflanzt von Leuten, die die islamische Welt auf der Basis des Bruderzwistes regierten, während sie gleichzeitig die Liebe zu den Feinden dieser Religion ermutigten, und jenen , die sich weigern anders zu leben denn als Parasiten vom Blut anderer. Ich möchte euch sagen, mein Bruder Schiit und Bruder Sunnit, die wichtigste Grundlage der Differenzen liegt im Verständnis des Heiligen Buches, und nie waren Sunniten und Schiiten uneins über das Heilige Buch und die Sunna; Differenzen gibt es in ihrem Verständnis. 31Am Schluss seines Buches fügt Samih Atif al-Zain hinzu:“Nachdem wir uns klar geworden sind über die wichtigsten Elemente, die diese Nation angegriffen haben, beenden wir dieses Buch mit der Feststellung, dass es unsere Pflicht als Muslime ist, besonders zum gegenwärtigen Zeltpunkt, die Böswilligen aufzuhalten und zurückzudrängen, die die islamischen Rechtsschulen dazu benutzen, das Volk irrezuführen und mit den Köpfen der Massen zu spielen und Misstrauen zu steigern. Wir müssen den sektiererischen Geist, der so voll Hass ist, ausmerzen und denen den Weg versperren, die Gerüchte, Glaubensstreitigkeiten verbreiten, bis die Muslime zu dem zurückkehren, was sie einmal waren: eine Gesellschaft, kooperativ und freundlich, statt geteilt, getrennt und einer den anderen hassend. Mehr noch, sie müssen der kooperativen Einstellung der orthodoxen Kalifen ähnlich sein.“ 32In dieser Hinsicht wollte Abd al-Ilasan al-Nadawi zwischen Sunniten und Schiiten gutes Einvernehmen schaffen, als er der ägyptischen islamischen Zeitschrift ‚majallat al-i’tisam al-islamiyah al-misriah’33 sagte: „Und wenn diese Aktion unternommen werden sollte, (d.i. die Muslime zu versöhnen) würde eine einzige Revolution in der Geschichte der Neubelebung islamischen Hechts stattfinden.“Sabir Tuaimah sagt in seinem Buch Tahaddiat aman ul-urubah wal-islaro (Herausforderungen für Arabismus und Islam);“Man muss wahrheitsgemäß sagen, dass es in den allgemeinen Glaubenssätzen zwischen Sunniten und Schiiten keinen Unterschied gibt, da wir alle in der Einheit (Einzigartigkeit) Gottes übereinstimmen; vielmehr liegt der Unterschied in den sekundären Fragen und ist dem zwischen verschiedenen Hechtsschulen der Sunniten selbst ähnlich (den Schafitten und den Hanafiten) da sie alle an die Grundwahrheiten der Religion glauben, wie sie im Heiligen Koran und in der reinen Sunnah dargelegt werden. Ebenso glauben sie an die Notwendigkeiten des Glaubens; ohne eine solche Notwendigkeit sind sie weit sntfernt vom Islam. Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass Sunniten und Schiiten zwei Rechtsschulen sind, die sich auf das Buch Gottes und die Sunna Seines Propheten stützen.“ 34Die Rechtsgelehrten ihrerseits sind der Meinung, dass es keinen Konsens gibt (ijma‘), wenn nicht die Schiiten absolut derselben Meinung sind, ebenso wie es keinen Konsens gibt, wenn nicht die sunnitischen Juristen zustimmen.Abd al-Wahaab Khilaf sagt in seinem Buch ‚Ilm usul al-fiqh (Kenntnis der Rechtsgrundlagen): „Für einen Konsens gibt es vier Säulen, ohne die der Konsens nicht legitim ist; die zweite Säule ist diese: Muslimische Juristen müssen sich in einem Fall oder einem Ereignis über ein religiöses Verdikt einigen, in der Zeit, wenn es geschieht, ungeachtet ihrer Stadt, ihrer Rasse oder Sekte. Wenn also nur die Juristen von Mekka sich über ein religiöses Verdikt einigen oder nur die Juristen des Irak oder nur die Juristen des Hedschas oder die ahl al-bait (Schiiten) oder Juristen der Sunniten oder die Juristen der Schiiten, so ist das Verdikt nicht legitim, da ein solches Übereinkommen nicht als Konsens betrachtet -werden kann, und dieser ist nur gegeben, wenn alle Juristen der islamischen Welt zum Zeitpunkt jenes Falles übereinstimmen, wohl wissend, dass kein Nicht-Jurist mit einbezogen ist.“ 35Wenn das Einverständnis der Schiiten notwendig ist, um die Bedingungen eines Konsensus der Muslime zu erfüllen, ist es dann möglich, sie als Abweichler und in der Hölle anzusehen?Ahmad Ibrahim Baigh, der Lehrer von Scheich Shellut und Aub Zuhra und Khilaf, sagt in seinem Buch ‚Ilm usul al-fiqh wa yalih tarikh al-tashria al islamiyah (Die Kenntnis der Rechtsprinzipien und die Geschichte des göttlichen Gesetzes des Islam) in dem Abschnitt Über die Geschichte des göttlichen Gesetzes des Islam: „Die Schiitischen Imamiten sind Muslime, die an Gott und Seinen Gesandten und an den Koran glauben und an alles, was der Prophet gebracht hat, und ihr Glaube ist im Land der Perser weit verbreitet.“ 36 Dann sagt er: „Und unter den schiitischen Imamiten sind in Vergangenheit und Gegenwart große Juristen und Gelehrte auf jedem Wissensgebiet, die tiefe Denker und umfassend gebildet sind. Ihre Schriften gehen in die Hunderttausende, und viele davon habe ich durchgesehen.“ 37 In der Fußnote auf derselben Seite sagt er noch: „Es gibt unter den Schiiten solche, die Extremisten sind, die über die Grenzen des Islam hinausgehen, aber sie werden von der Masse der Schiiten ignoriert.“ 38Nach dieser Studie der Werke verschiedener Gelehrter auf diesem Wissensgebiet müssen wir die nennen, die versuchten, die Ideen von Ibn Taymiyah zu verbreiten gegen die rafidhah, ein Name für Schiitische Extremisten, die viele Schiitische Sekten einbeziehen, und diejenigen, die versuchten, seine Ideen zu verallgemeinern und Schiitische Imamiten aufzunehmen, indem sie das von da an gegen die Islamische Revolution im Iran verwandten. Diese Leute haben viele entscheidende Fehler gemacht, denn sie haben sich nie gefragt, warum sie in der Geschichte des Islam vor Ibn Taymiyah nie ähnliche Verdikte fanden, trotz der Tatsache, dass er im 7. Jahrhundert nach der Hidschra lebte, nämlich mehr als sechs Jahrhunderte nach dem Auftreten des Schiismus. Sie begriffen oder verstanden die Zeit von Ibn Tamiyah nicht, nicht die Bedingungen, denen sich die muslimische Gesellschaft gegenüber sah in Konfrontation mit der ausländischen Invasion. Sie versuchten nicht, ihren Hass gegen die Islamische Revolution im Iran zu verbergen oder ihre politischen Ansichten dagegen. Sie versuchten nicht, nach dem Wort rafidhah zu forschen, das von Ibn Taymiyah erwähnt wird, und ob es auf die Zwölfer anzuwenden ist oder nicht.Anwar al-Jandi schreibt in seinen Buch ‚al-islam wa harakat al-tarikh‘ (Der Islam und die Bewegung der Geschichte); „Die rafidhah sind anders als Sunniten und Schiiten.“ 39 Ebenso zitiert Imam Abu Zuhrah in seinem Buch: „Ibn Taymiyah erwähnt einige Schiitische Sekten, wie die Zaiditen und die Imamiten (Zwölfer), ohne gegen diese beiden eine negative Meinung zu äußern; während er bei Überprüfung der Sekte der Ismailiten schreibt: ‚Gegen einige Anhänger dieser einen Sekte stand Ibn Taymiyah in heftigem Widerspruch, und er bekämpfte sie mit seinem Wissen, mit Sprache und Schwert'“ 40 Das ist der Grund, warum Imam Abu Zuhrah seine Studie Über diese Sekte so ausführlich ausdehnt, wie er selbst sagt.Dies war der Standpunkt einiger islamischer Bewegungen und ihrer Führerschaft über diesen hinterhältigen Aufschrei zwischen Schiiten und Sunniten. Darüber hinaus hat die Islamische Revolution, die sich Anfang 1978 erhob, die Seele der islamischen Nation geweckt von Tanger bis Jakarta, und die muslimische ‚Welt schaut auf Teheran und Qom und erinnert sich an die erstaunlichen Siege in den Anfängen des Islam, Mit dem Fortschreiten der Revolution nimmt ihre Anziehungskraft auf das Volk immer noch zu. Diese Menschen haben in den Straßen von Kairo, Damaskus, Karatschi. Khartum, Istanbul und sogar um Jerusalem und überall, wo Muslime leben ihre Freude und ihr Glück ausgedrückt. In Westdeutschland war es Isam al-Attar, einer der historischen Führer der Ikhwan Bewegung, der bekannt ist für seine Integrität, seinen langen Kampf, die Reinheit seiner revolutionären Ideen, der sich in seinem Leben nie einem Herrschenden beugte, sich nie einem Schloss näherte. Er hat über die Geschichte der Revolution, ihre Wurzeln und Standpunkte, ein umfassendes Buch geschrieben! Nicht nur unterstützte er die Revolution und sandte mehr als einmal Glückwunschteiggramme an Imam Khomeini, er bat auch um Segen find unterstützte die Revolution. Tonbänder mit seinen anfeuernden Reden machten bei der muslimischen Jugend die Runde. Überdies unterstützt die Zeitschrift al-raid, an der er wesentlichen Anteil hat, die Revolution, erklärt die Revolution und wofür sie eintritt.Im Sudan war die Stellungnahme der Ikhwan al-Muslimun Bewegung und der Jugend der Universität Khartum eine der großartigsten Demonstrationen, die eine islamische Hauptstadt je gesehen hat, als sie zur Unterstützung der Revolution demonstrierten. Hasan al-Turabi, der Führer der Bewegung im Sudan, der bekannt ist für seine umfassende Bildung und seinen scharfsinnigen, wachen Verstand in politischen Fragen reiste in den Iran, wo er seine Unterstützung für die Revolution und ihre Führer ankündigte.In Tunesien unterstützte die Zeitschrift der Islamischen Bewegung, al-marifah, die Revolution, erbat ihr Segen und rief alle Muslime auf, ihr zu helfen, bis zu dem Punkt, wo der Führer der Islamischen Bewegung in Tunesien, Rashid al-Ghannushi, in derselben Zeitschrift Imam Khomeini für die Führung der Muslime nominierte. Dies führte zur Schließung der Zeitschrift und Festnahme der Führer der Bewegung durch die Regierung Bourguiba.In seinem Buch ‚al-harakah al-islamiyah wa’1-tahdith‘ (Die Islamische Bewegung und ihre Erneuerung) betrachtet Ghannushi die neue islamische Annäherung als das, was Imam Hassan al-Bannah, al-Mawdudi, Sayyid Qutb und Imam Khomeini klargestellt, dem sie Gestalt gegeben haben als Repräsentanten der wichtigsten Annäherungsversuche in der zeitgenossischen Bewegung.Der Autor ist der Ansicht, dass mit dem Erfolg der Revolution im Iran eine neue islamische Zivilisation anfangen wird. 42 Unter der Überschrift „Was meinen wir mit dem Ausdruck‘ Die Islamische Bewegung‘?“ sagt er: „Was wir meinen, ist jene Annäherung, die sich herleitet von der Bedeutung des umfassenden islamischen Staates auf den Grundlagen der allumfassenden Weite und Reichhaltigkeit des Islam, und diese Definition stimmt mit drei größeren Annäherungen überein, dem Ikhwan al-Muslimun, dem Jama’at al-Islamiyah in Pakistan und Imam Khomeinis Bewegung im Iran.“ 43 Er sagt; „Im Iran hat ein Unternehmen begonnen, das eins der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte der Freiheitsbewegungen in der ganzen Region sein mag, indem es den Islam befreit aus der Kontrolle der Regierungen, die den Islam (als Deckmantel) benutzen, um die revolutionäre Flut in der Region zu verhindern.“ 44Was den Libanon angeht, so war dort die Unterstützung der Revolution durch die Islamische Bewegung eine der klarsten und tiefsten Demonstrationen, und Fathi Yakin, der Führer der Bewegung, und seine einmalige Zeitschrift al-aman vertraten eine hochachtbare islamische Einstellung. Fathi Yakin hat den Iran mehr als einmal besucht und an seinen Feierlichkeiten teilgenommen und zu seiner Unterstützung Vorlesungen gehalten. In Jordanien kündigte Muhammad Abd al-Rahman Khalifa, der Generalbeobachter des Ikhwan al-Muslimun, vor und nach seinem Besuch im Iran seine Unterstützung für die Revolution an. Auch Yusif al-Athum rief in seinem berühmten Gedicht, das in mehr als einer Zeitschrift (einschließlich el-aman) veröffentlicht wurde, alle auf, Imam Khomeini ihre Ergebenheit zu bezeugen, und sagt in seinen letzten Teil:“Khomeini als Führer und Imam hat die Tyrannei vernichtet“ nie zittert sein Herz vor der Schlacht Ihm gebühren Medaillen und Gewänder von unserem Blut, wenn wir stürmen voran. Falsche Götter vernichten wirzerstreuen das Dunkel, So kehrt das Weltall zurück zum Lichtund wird voll Frieden sein.“In Ägypten senden die Zeitschriften al-da’wa, al-itisam und al-mukhtar al-islam auf Seiten der Revolution, sie betonten ihren islamischen Charakter und unterstützten ihre Führer. Als Saddam seine Invasion gegen den Iran begann, schrieb al-itisam auf das Titelblatt seiner Oktobernummer 1980:“Kamerad Saddam Takriti … Schüler von Michel Aflaq, der ein neues Qadisiyah (eine historische Schlacht) schaffen will gegen den islamischen Iran…“ Und auf Seite 10 derselben Ausgabe nannte alfitisam den Grund des Krieges: „Die Angst vor der Ausbreitung der Islamischen Revolution im Irak,“ sagte dann; „Saddam Takriti sah die Übergangsphase, die die Armee des Iran durchläuft, die gemeinsame Anstrengung, aus einer imperialistischen eine islamische Armee zu schaffen, als goldene und unwiederholbare Gelegenheit, diese Armee zu zerschlagen, ehe sie eine unzerstörbare Kraft wurde, weil der islamische Glaube die Herzen ihrer Offiziere und Soldaten machtvoll lenken wird.“Darüber hinaus hat Jabir Rizq, einer der hervorragenden Journalisten des Ikhwan al-Muslimun im al-itisam, in der Ausgabe von Dezember 1980, die Gründe für dieses Vorgehen genannt:“ Genau in dem Augenblick, als dieser Krieg begann, waren alle Verschwörungen und Komplotte der USA gescheitert.“ 45 Weiter sagte er: „Saddam Takriti vergaß, dass er gegen eine Nation kämpfen wird, die viermal soviel wert ist wie die des Irak, und dass diese Nation die einzige ist, die gegen den Imperialismus der Kreuzfahrer und Zionisten rebellieren kann.“ 46 Dann fährt er fort: „Die Iranische Nation mit all ihren Organisationen und Gruppen ist entschlossen, den Krieg bis zum Sieg und zum Sturz der blutigen Bath-Partei… zu führen. Mehr noch, für die geistige und psychologische Haltung jedes Einzelnen der iranischen Bevölkerung hat es nie etwas dem jetzigen Beispiel Vergleichbares gegeben, und der Wunsch nach dem Martyrium hat die Form eines Wettstreit angenommen. Deshalb vertraut das iranische Volk darauf, dass am Ende die muslimische Revolution im Iran den Sieg davontragen wird.“Dann erklärt Jabir Rizq die Absicht der Kolonialisten mit dem Krieg die Revolution zu stürzen, und sagt: „Mit dem Sturz des revolutionären Systems im Iran wäre die Gefahr, der sich diese Tyrannen gegenübersehen, beseitigt. Diese Tyrannen zittern bei dem Gedanken, dass ihre Nationen vielleicht gegen sie revoltieren und sie absetzen könnten, wie es die muslimische Nation des Iran mit dem konspirativen Schah getan hat. „Am Schluss seines Artikels sagt er: „Aber die Rolle Gottes ist so gebieterisch wie Kampf und Martyrium unumgänglich ist. Gott gibt den Sieg denen, die seine Sache unterstützen, und Gott ist der Mächtige, Gewaltige.“Das sind also die eigentlichen Motive für den Krieg, und nicht das, was von der saudischen Regierung, ihren Anhängern und ein paar Gutgläubigen wiederholt wird, die keine Ahnung haben von der Welt, die sagen, dass das schiitische System im Iran die sunnitische Regierung des Irak vernichten will. Wie traurig ist doch diese Blindheit. Und wie gefährlich sind die Schuldigen, die Unkenntnis und Hass in den Herzen der Völker bestärken. In der Juniausgabe 1981 (Safar l401) stellt die Titelseite von al-itisam fest: „Die Revolution, die die Kalkulationen über den Haufen warf und die Maßstäbe änderte“ und später stellt die Zeitschrift die Fragen: „Warum wird die Revolution im Iran als größte Revolution der Neuzeit angesehen?“ 48Am Ende des Artikels zum zweiten Jahrestag des Sieges der iranischen Revolution, nachdem der Verfasser über die Stärke und die Unterdrückungsmethoden der Armee des Schahs geschrieben hat, fährt er fort; „Trotz alledem hatte die iranische Revolution Erfolg, nachdem Tausende von Märtyrern gefallen waren! Danach wurde es in ihren Unternehmungen, positiven Ergebnissen und Auswirkungen, die alle Kalkulationen Über den Haufen warfen und die Kriterien veränderten, die größte Revolution der modernen Geschichte.“Die Internationale Organisation des Ikhwan al-Muslimun veröffentlichte einen Rechenschaftsbericht Über die islamischen Bewegungen in der Weit während der Geisel- und Spionage-Krise mit folgendem Wortlaut: „Wenn die Angelegenheit den Iran allein beträfe, so hätte man sich auf eine vernünftige Lösung geeinigt, nachdem klargestellt war, um was es dabei geht, tatsächlich aber liegt die Verantwortung für den Islam und seine Nationen überall auf dem einzigen islamischen Regime das im 20. Jahrhundert mit dem Blut seiner Nation erreicht hat, Gesetz und Ordnung Gottes über das Gesetz der Herrschenden, der Kolonialisten und des internationalen Zionismus zu stellen.“Der Bericht bezieht sich auch auf die Meinung der Iranischen Revolution über diejenigen, die ihr in den Arm fallen wollen, wie etwa die folgende…“Entweder ist er ein Muslim, der die Ära des islamischen Blutes nicht verstehen kann und immer noch in der Zeit des Kapitulierens lebt. Dann sollte er Gott um Verzeihung bitten und versuchen, sein fehlendes Wissen Über den Kampf und die Würde des Islam zu vervollständigen – oder er ist ein Agent, der für die Interessen der Feinde des Islam arbeitet unter dem Deckmantel der Brüderlichkeit und der Belange des Islam oder ein naiver Muslim, der von anderen angestiftet wird, die keine eigene Überzeugung und keinen eigenen Willen haben oder heuchlerisch zwischen den beiden hin und her pendeln.“Als Saddam mit seiner Invasion des islamischen Iran begann, veröffentlichte der Ikhwan al-Muslimun einen an die irakische Nation gerichteten Bericht, in dem er die ungläubige Bath-Partei angriff. Ein Abschnitt davon lautete: „Dieser Krieg ist kein Krieg zur Befreiung unterdrückter Männer, Frauen und Kinder, für die es keinen Ausweg und keine Führung gibt. Die muslimische Nation des Iran hat sich von der Unterdrückung und vom amerikanisch-zionistischen Kolonialismus befreit durch einen heldenhaften, herrlichen Kampf und eine stürmische islamische Revolution, die in der Geschichte der Menschheit einzigartig ist, unter der Leitung eines muslimischen Imams, der ohne jeden Zweifel für den Islam und die Muslime eine Ehre ist.“ Der Bericht nennt weiterhin die Absichten von Saddams Angriff‘. „Die Islamische Bewegung zu vernichten und das Licht der islamischen Befreiung, die vom Iran ausging, zu loschen.“ Am Schluss des Artikels fordert er das irakische Volk auf: „Tötet eure Schlächter. Die Gelegenheit, die sich nie wiederholen wird, ist gekommen. Legt eure Waffen nieder und schließt euch der Revolution an. Die Islamische Revolution ist eure Revolution.“Die Position von Pakistans Jama’at al-Islami im Hinblick auf die Islamische Revolution des Iran spiegelt sich in der fatwa (Glaubensedikt) des verstorbenen Mawlana Abdul Ala Mawdudi, die in der Kairoer Zeltschrift al-da’wa in der Ausgabe vom 29. August 1979 veröffentlicht -wurde. Es war die Antwort auf eine an Mawlana Mawdudi gerichtete Frage über die Islamische Revolution. Die Antwort des verstorbenen Mawdudi war: „Khomeinis Revolution ist eine islamische Revolution, ihre Anhänger sind islamische Gruppen und die von den islamischen Bewegungen gelenkte Jugend. Alle Muslime im allgemeinen und die islamischen Bewegungen im besonderen müssen diese Revolution unterstützen und in jeder Hinsicht mit ihr zusammenarbeiten. „Dies war der Standpunkt des verstorbenen Mawdudi, eines der größten und einflussreichsten Gelehrten dieses Jahrhunderts. Aus der Sicht Mawdudis war die Unterstützung der Revolution die legitime Pflicht eines Jeden Muslims, und das macht die Ungesetzlichkeit des Kreuzzuges deutlich, der von einigen, mit den islamischen Bewegungen in Verbindung stehenden Gruppen gegen diese Islamische Revolution gestartet wird Bevor wir zu einer anderen Veröffentlichung kommen, ist es wichtig, einen Vorfall zu erzählen. Ein junger Mann fragte einmal jemand nach Mawdudis Zurücknahme seines Verdiktes über die Revolution. Der Betreffende war bei der Frage des jungen Mannes überrascht, der offenbar von jemand gehört hatte, Mawlana Mawdudi habe später seine fetwa über die Revolution zurückgezogen. Man entdeckte bald die boshaften Machenschaften, die dieses Gerücht über Zurücknahme der fatwa durch den Juristen aufgebracht hatten. Wenn das wahr wäre, war es dann nicht die Pflicht der Zeitschrift al-da’wa. wenn Mawdudi das wirklich getan hätte, Zurücknahme oder Widerruf zu drucken? Al-da’wa hatte jedoch nichts dergleichen veröffentlicht. Der erste, der über diese Angelegenheit Bescheid wusste, war der, der das Gerücht aufgebracht hatte! Interessant war auch die Verspätung des Gerüchtes: Maulana Mawdudi starb innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung seines Verdiktes, während das Gerücht von dessen Widerruf Monate später verbreitet wurde!Den Standpunkt der berühmten al-Azhar Universität hat ihr ehemaliger Shaykh in einem Interview mit al-sharq al-awsat verkündet, veröffentlicht von London und Jiddah in der Ausgabe vom 3, Februar 1979. Er sagte: „Imam Khomeini ist unser Bruder im Islam, trotz der Unterschiede in ihren Rechtsschulen sind die Muslime Brüder im Islam, und Imam Khomeini steht unter dem gleichen Banner wie ich: dem Islam.“In seinem letzten Buch, das unter den Jungen, die der islamischen Bewegungen angehören, die Runde machte, mit dem Titel Abjadeyet al-tasawwur al-haraki 1’1-amal al-islami (ABC des praktischen Wissens über das Islamische Werk), enthüllt Ustad Fathi Yakin die Verschwörungen der Kolonialisten und Supermächte gegen den Islam. Er schreibt: „Es gibt ein lebendes Beispiel für das, was wir gesagt haben, (nämlich über die Komplotte der Kolonialisten und Supermächte gegen den Islam) das ist das gegenwärtige Experiment der Islamischen Revolution im Iran. Wir haben ein Beispiel, bei dem alle ungläubigen Mächte der Erde darauf losstürmte! um zu kämpfen und sich erbittert bemühten, diese Revolution zu vereiteln, weil sie islamisch ist und weil sie weder östlich noch westlich ist.“ 49Manchmal wundert man sich über die üblen Kräfte, die die Ansichten unserer muslimischen Jugend manipulieren wollen. Sie würden allerdings nicht irregeführt, wenn sie auf ihre aufrichtigen Führer hören würden, wie etwa der verstorbenen Maulana Mawdudi und Ustad Fathi Yakin, statt sich täuschen zu lassen durch Mullas mit religiösem Auftreten, die aber in Wirklichkeit mit verdächtigen Interessen liebäugeln.Den neuesten uns vorliegenden Artikel schrieb al-da’wa in ihrer Ausgabe von Nai 1982:“ Es gibt in der heutigen Welt ein wachsendes islamisches Bewusstsein, ein Anzeichen dafür ist die Islamische Revolution im Iran, die trotz aller Hindernisse imstande war, des älteste Kaiserreich zu vernichten, das verwerflichste Regime, einen der bösartigsten Feinde des Islam und der Muslime. 50In einer ihrer späteren Ausgaben sah die Zeitschrift a l-da’wa die Islamische Revolution im Iran als Ergebnis der weltweiten islamischen Bewusstwerdung, auf die wir am Beginn dieser Studie Bezug nahmen. Was die Hindernisse und Hürden betrifft die gegen diese Revolution errichtet worden sind, so meinen wir, es ist die Pflicht aller wahren Muslime, bei ihrer Beseitigung mitzuhelfen.Was wir im Vorstehenden dargelegt haben, gibt die Meinung bekannter sunnitischer Gelehrter und Denker wieder, die den islamischen Bewegungen nahestehen. Um auf den Standpunkt einzugehen, den die Schiiten in der Frage der Einheit aller Muslime einnehmen, genügt es, die Antwort zu zitieren, die Imam Khomeini gab, als man ihn nach den Grundlagen der Iranischen Revolution fragte. Imam Khomeini sagte; „Es gibt heutzutage keinen Grund mehr, Muslime zu Sunniten und Schiiten zu machen. Heute sind wir alle Muslime. Dies ist eine islamische Revolution, und wir alle sind Brüder im Islam.“Ustad al-Ghannushi zitiert in seinem Buch ‚al-harakat al-islamiyah wal-tahdith‘ folgende Worte Imam Khomeinis:“Wir wollen vom Islam beurteilt und gelenkt werden, so wie er dem Propheten Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm und seinen Nachkommen, offenbart wurde, und in dem es eine solche Unterscheidung zwischen einem Sunniten und einem Schiiten nicht gibt, da es die verschiedenen Rechtsschulen zur Zeit des Propheten nicht gab,“ 51Auf der 14. Konferenz über islamisches Denken,‘ die in Algier stattfand, sagte einer der Teilnehmer und Repräsentant von Imam Khomeini: „Brüder! Die Feinde unterscheiden nicht zwischen Schiiten und Sunniten. Sie wollen den Islam vernichten als Religion, als Rechtsschule und als Ideologie. Diejenigen, die mit Wort und Tat die Muslime in Schiiten und Sunniten zu teilen versuchen, stehen in den Reihen der Ungläubigen und im Widerspruch zum Islam und allen Muslimen. Von jetzt an ist es, wie Imam Khomeini in seiner Fatwa erklärt hat, religiös verboten. Es ist die Pflicht aller Muslime, es zu verhindern.“Sollten wir nicht danach streben, den innersten Kern dieser Revolution zu verstehen, ihre historischen Ziele und ihre göttlichen Absichten? Heute steht der Islam wieder auf beiden Beinen, bemüht, sich den Herausforderungen, die ihm der Westen zuwirft, zu stellen. Die iranischen Muslime – und mit ihnen alle wahren und bewussten Muslime – haben das Banner des Islam aufgenommen, Banner seiner Wiedergeburt und seines Sieges auf Erden. Dies ist das höchste Ziel im Leben eines jeden Muslim, und darin liegt Gottes Wohlgefallen, des Allmächtigen. Lassen Sie uns sehen, was Ghali Shukri, ein ägyptischer Christ und Marxist, über die göttlichen Eigenschaften dieser Revolution zu sagen hat. Er greift diese Revolution in einem Artikel an, der in Dirasat al-arabiyah (Arabische Studien) veröffentlicht wurde, und sagt: „Einige dieser vorhandenen Widerspruche sind auf fallend; Gelehrte, die für ihren marxistischen Hintergrund bekannt sind, haben sich im Handumdrehen zu entschlossenen Muslimen gewandelt; andere, die nach ihrem Taufschein Christen sind, werden in einem Augenblick zu muslimischen Extremisten; Gelehrte, die ihrer Erziehung nach zum Westen gehören, die mit seinen Sitten und Gewohnheiten aufgewachsen und erzogen worden sind, werden ohne den geringsten Rückhalt zu fanatischen Ostlern. Unter dem Banner von Khomeini kehren gebildete Araber zurück in den Schoß der Tradition, wie verlorene Schafe in ihren pferch zurückkehren nach langer Verbannung und Trennung, und all das mit der Entschuldigung, zu den Tatsachen und zur Realität zurückzukehren, und mit der Entschuldigung des bitteren Versagens von Marxismus, Säkularismus, Liberalismus oder Nationalismus.“ 52 Diese Worte Ghali Shukris mit seiner bitteren und sarkastischen Kritik an Imam Khomeini und der Islamischen Revolution geben uns eine bessere Gelegenheit, die Tiefe und Spannweite dieser Islamischen Revolution zu verstehen als viele muslimische Autoren, die zum Islam aufrufen!Wir schließen unseren Artikel mit den Worten Imam Khomeinis aus einer Ansprache in Qum vor 17 Jahren. Dort sagte der Imam:“Die schmutzigen Hände, die die Differenzen zwischen Schiiten und Sunniten noch verschärfen, sind weder die der Schiiten noch der Sunniten. Es sind die Hände der Kolonialisten, die vorhaben, uns die islamischen Länder aus den Händen zu nehmen. Diese Kolonialmächte, die mit unterschiedlichen Methoden und Konspirationen unseren Wohlstand plündern wollen, sind es, die unter dem Vorwand von Schiismus oder Sunnismus Verschwörungen ausbrüten, um einen Keilet“ zwischen beide zu treiben.“FUSSNOTEN1- Siehe Usul al-takadum inda mufakkiri al-islam fil a’lam al-arabi al-hadith (Die Grundlagen des Fortschritts nach den muslimischen Gelehrten der arabischen Welt) von Dr. Fahmi Jadan, 1. Auflage Juni 19792- s. 561-562.3- S. 74- s. 575- s. 576- Dar al-itisam. 1. Auflage. S. 337-1. Auflage, S. 338- ebend. S. 33 ebend. S. 339- s. 15010- S. 16311- S. 5612- 5. Bd, Apr. 1956, S» 7313- S. 7614- S. 14215- s. 14316- S. 144-45 S. 7917- s. 15818- S. 8219- Bd 2, S. 16520- S.18321- S. 18722- S. 3923- S. 5224- S. 12825- S. 6026- s. 26327- 19S. 6928- S. 6129- S. 42030- S. 42131- S. 932- S. 98-9933- 1398 A.H.34- S. 20835- 4. Nachdruck S. 4636- Gedr. in Dar al-ansar. S. 2137- S. 2238- ebend.39- S. 42240- S. 1704l – S. 1642- S. 1743- ebend.44- S. 2445- S. 3646- s. 2747- ebend.48- S. 3949- S. 4850- S. 2051- S. 2152. Das Zitat ist von al-bayadir al-siyasi (Zeitschrift) Bd. II, 1. Febr. 1982, S. 3

Schia im Islam

 Der Nachfolger des Propheten Die Schi’a Der Einfluß der Religion auf das gesellschaftliche Leben  DER NACHFOLGER DES PROPHETENDer Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) und seine Sunna sind für die Muslime das beste Vorbild zum lebendigen Ausführen des Qur’ans. Für das Treffen wichtiger Entscheidungen zeigte der Prophet zwei Möglichkeiten: – Die Diskussion und  Entscheidung in einem Rat, in der „Schura“. – Die Entscheidung entsprechend des direkten Vorschlages des Propheten. Eine wichtige Entscheidung in der frühen Geschichte des Islam war die Frage der Nachfolger des Propheten. Es wird überliefert, daß der Prophet bei seiner letzten Pilgerfahrt nach Mekka in einem Ort „Ghadir Khum“ in der Nähe von Mekka in seiner Abschiedspredigt seinen Cousin und Schwiegersohn Ali ibn abi Talib vor der versammelten Menschenmenge als seinen Nachfolger empfohlen hat. Dies verstehen die meisten Schiiten als Wahl Alis zum Führer der muslimischen Gemeinschaft nach dem Tod des Propheten. Ali war den Menschen zur Zeit des Propheten  gut bekannt und hoch geachtet. Er war der Sohn von Abi Talib, dem Onkel Muhammads (Friede sei mit ihm). Khadidja (die erste Frau des Propheten) und Ali waren die ersten Menschen, die Muhammad (Friede sei mit ihm) als Propheten Allahs anerkannten. Ali kam schon als Kind (nach einigen Überlieferungen mit zehn Jahren) in die Obhut Muhammads (Friede sei mit ihm) und wuchs an der Seite des Propheten auf. So wurde er vom Propheten selbst erzogen und lernte direkt von ihm, die islamische Lehre zu praktizieren. DIE SCHI’ADie Schi’a ist eine der islamischen Rechtsschulen, die in vielen Ländern der islamischen Welt verbreitet ist. Weltweit gibt es ca. 250.000.000 Schiiten, das sind ca. 20% der muslimischen Bevölkerung auf der Welt. Die Schiiten leben hauptsächlich in Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan, Teilen von Russland, Jemen und auch als Minderheiten in Saudi Arabien, den Emiraten und Indonesien. Die Strömungen in der Schi’aEs seien hier die drei größten Gruppen der schiitischen Rechtsschule genannt:o        Die Imamiteno        Die Zaiditeno        Die Ismailiten1. Die ImamitenDie Imamiten werden nach einem ihrer theologischen Prinzipien ( ideologische Glaubensgrundsätze ) benannt, nämlich dem Imamat, der Nachfolgerschaft des Propheten durch die zwölf Imame. Wegen der Zahl Zwölf werden sie auch Zwölfer-Schi’a (Ithna ashari) genannt. Sie stellen die größte Gruppe unter den Schiiten dar. Wie für die anderen Rechtsschulen dienen den Imamiten der Qur’an und die Sunna des Propheten als wichtigste Quellen. Ebenso ist die Ka’aba in Mekka die heiligste Stätte, Ziel der Pilgerfahrt und Gebetsrichtung.Die theologischen PrinzipienDem grundsätzlich Glaubensbekenntnis „ Ich bezeuge, daß es keinen Gott gibt außer Allah , und ich bezeuge, daß Mohammad sein Gesandter ist “ folgend die theologischen Prinzipien. Diese lauten:o        Tauhid:     Der Glaube an einen einzigen Gott.o        Adl:     Gerechtigkeit Gottes, aufgrund Seiner Barmherzigkeit und Seinem Wissen.o        Nubuwwat:     Glaube an alle Propheten, von Adam bis Muhammad (Friede sei mit ihm), dem Siegel der     Propheten.o        Imamat:     Zwölf Imame als Nachfolger des Propheten aus seiner Familie in     erblicher Folge über Ali und Fatima (die Tochter des Propheten     Muhammad, Friede sei mit ihm). Der Imam ist gleichzeitig politischer     und geistiger Führer.     Die zwölf Imame waren in ihren Zeit stets von den Ummayatischen und  Abbassidischen     Herrschern verfolgt, so daß sie nie die politische Führung inne haben konnten. So sorgten sie     als geistige Führer durch lehren und praktischem Ausleben der     islamischen Werte für die Erhaltung der islamischen Lehre. Hussein,     der dritte Imam wurde durch seinen Einsatz gegen die ungerechte     und  korrupte Herrschaft Yazids von der Dynastie der Ummayaden in     einer kämpferischen Auseinandersetzung ermordet. Sein Todestag     ( der 10. Tag Muharram, der erste Monat  im islamischen Kalender) ist     ein bedeutender Erinnerungstag. Der 12. Imam lebt in Verborgenheit     und  wird als „Imam Mahdi“ zur Endzeit wieder erscheinen. Bis dahin     gibt es „Fughaha“, die ranghöchsten Gelehrten der Zeit, die ihn     vertreten. Diese „Imame der Zeit“ haben als vorbildliche Muslime die     Geschicke der islamischen Gesellschaft im Einklang mit der ewig     gültigen Lehre Allahs zu leiten und hieraus für die aktuellen     Gegebenheiten und Fragen des Alltags Lösungen und  Antworten zu     erarbeiten.o        Ma’ad:     Glaube an das Leben nach dem Tod und an das Jüngste Gericht.     An diesem Tag wird jeder Mensch gemäß seiner Taten von Allah     entlohnt.- Die rituellen HandlungenDen theologischen Prinzipien (ideologische Glaubensbekenntnisse) folgen die praktischen rituellen Handlungen, die namentlich im Qur’an aufgeführt sind:o        Das rituelle Gebet     Fünf Gebete verteilt auf bestimmte Tageszeiten sind aktive Erinnerung und Ausprägung der direkten Verbindung des Menschen zu Gott.So ertrage geduldig, was sie sprechen, und lobpreise deinen Herrn vor Sonnenauf- und (Sonnen-)untergang; und lobpreise Ihn in einem Teil der Nacht und nach jedem Gebet.     Qur’an, Sure 59:39-40o        Das Fasten     Während eines bestimmten Monats (Ramadan, 9. Monat im islamischen Kalender) soll der Mensch durch besondere Enthaltsamkeit und bestimmte Aktivitäten sein soziales und ethisches Verhalten üben, um so Allah näher zu kommen: Enthaltsamkeit: keine Nahrungsaufnahme, kein Rauchen, kein Geschlechtsverkehr zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang. Überwindung von Haß, Neid und Feindschaft. Aktivitäten: intensiver auf innere und äußere Reinheit achten, Verwandten, Freunden und Nachbarn Freundlichkeit und Gunst erweisen, Einsatz für Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden.Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qur’an als Rechtleitung den Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und Unterscheidung (zwischen Gut und Böse). Wer von euch also in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder auf Reise, so (kann er) eine (gleiche) Anzahl anderer Tage ( fasten)- Allah will es euch nicht schwer machen- damit ihr die (vorgeschriebene) Anzahl (der Fastentage) vollendet und Allah rühmt, daß Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein.       Qur’an, Sure 2:185o        Die Entrichtung von Zakat und Khums     Im islamischen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem sind zwei Abgaben für die Muslime vorgesehen, nämlich Zakat ,ein fester Prozentanteil vom Eigentum und Khums , der abhängig von der Höhe des Einkommens berechnet wird. Unter Beachtung eines Mindestfreibetrages werden am Jahresende 2,5% als Zakat und  nach Abzug aller Ausgaben 20 % als Khums abgegeben. Diese Beträge werden nicht automatisch abgezogen, sondern sind von den Muslimen freiwillig zu entrichten.Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr, daß man an Gott glaubt, den jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten und vom Besitz -obwohl man ihn liebt- den Verwandten gibt, den Weisen, den Armen, dem Wanderer, den Bettlern und für den Freikauf von Sklaven, daß man das Gebet verrichtet, und die Zakat bezahlt. Es sind diejenigen, die ihr Versprechen einhalten, wenn sie es gegeben haben, und diejenigen, die in Elend, Not und in Kriegzeiten geduldig sind, sie sind es, die wahrhaft und Gottesfürchtig sind. Qur’an, Sure 2:177.o        Die Pilgerfahrt (Hadj)     Jeder Muslim soll einmal im Leben -wenn er gesundheitlich und finanziell hierzu in der Lage ist- zu einer bestimmten Zeit nach Mekka pilgern. Diese Pilgerzeit liegt im Monat „Dhul Hadjdjah“ , dem 12. Monat im islamischen Kalender. Während dieser Pilgerfahrt hat der Muslim verschiedene rituelle Handlungen zu vollziehen, die ihn mit dem Gedenken an Allah und  Erinnern an die islamische Geschichte Allah näherbringen. Dieses Treffen aller Muslime am Ort des ersten Gotteshauses -erbaut durch den Propheten Abraham und Fixpunkt der Gebetsrichtung aller Muslime der Welt – dient auch zur Stärkung der islamischen Gemeinschaft und dem Erfahren der Vielfalt in Allahs Schöpfung.Wahrlich, das erste Haus, das für die Menschen errichtet worden ist, ist das in Bakka, ein Segen und eine Rechtleitung für (die Menschen) aller Welt. Darin sind deutliche Zeichen, so die Stätte Abrahams; wer dort eintritt, ist in Sicherheit. Die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, zu Seinem Haus zu pilgern- jene, die dazu die Möglichkeit finden. Doch wenn jemand den Glauben verleugnet, so ist Gott wahrlich auf Seine Geschöpfe nicht angewiesen.    Qur’an, Sure 3:96-97.o        Das Rechte gebieten und das Unrecht verhindern Der Mensch hat die Möglichkeit , mit Allahs Hilfe zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Er hat die Pflicht, durch stetes Streben, Mühen und Lernen recht zu handeln und durch beispielhaftes Verhalten sich und andere für das Rechte und gegen das Unrecht anzuspornen.Und es soll unter euch eine Gemeinschaft sein, die zum Guten aufruft und das Rechte gebietet und Unrecht verwehrt. Sie sind es, die erfolgreich sein werden.      Qur’an, Sure 3:104Die Feier- und GedenktageAn Feier- und Gedenktagen wird durch Erinnerung an Vorkommnisse und Persönlichkeiten der Geschichte des Islams gedacht, die von besonderer Bedeutung sind. Im folgenden seien einige der wichtigsten erwähnt.— Mab’ath: An diesem Tag, 27. Radjab (7. Monat im islamischen Kalender), wird die erste Offenbarung und somit die Berufung Muhammads (Friede sei mit ihm) zum Propheten Allahs gefeiert. In diesen Feierlichkeiten wird der zweiten Säule des islamischen Glaubensbekenntnisses gedacht, nämlich daß Muhammad (Friede sei mit ihm) der Gesandte Allahs ist.— Al Ghadar (Nacht der Bestimmung): In dieser Nacht (einer der letzten zehn Nächte in Fastenmonat) wurde der Qur’an herabgesandt. Die Muslime gedenken diesem Ereignis mit Gebeten und Qur’an-Rezitation.— Ramadanfest: Nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan wird der 1. Tag des nächsten Monat (1.Schawwal) gefeiert. Durch Id-Gebet und Feierlichkeiten danken die Muslime Allah für den gesegneten Monat, in dem sie auf dem Wege Allahs geistige und körperliche Reinheit erstreben konnten.— Opferfest: Dieses Fest liegt in der Pilgerzeit. Am 10. Tag des 12. Monats im islamischen Kalender (Dhul Hadjdjah). Das Opferfest ist die Erinnerung an Prophet Abraham, seine Ehrfurcht, Demut und Gläubigkeit Allah gegenüber und seine Bereitschaft, auf Allahs Gebot Ihm auch das liebste zu opfern. Mit der Erinnerung an diese Opferbereitschaft wird der hohen Position Abrahams und der Beziehung Mensch-Allah gedacht.— Geburts- und Todestag von Fatima, der Tochter des Propheten: An diesen Tagen (nach einigen Überlieferungen 20. Tag des 6. Monats -Djamadi Akhir- / 3.Tag des 5. Monats – Djamadi Aval- im islamischen Kalender) wird in Reden und Veranstaltungen auf die aktive, gesellschaftskritische und in der Gesellschaft präsente Lebensweise Fatimas erinnert. Fatima gilt als Vorbild für eine selbstbewußte, aktive und politisch engagierte Muslima.— „Ghadir Khum“-Fest: An diesem Tag ( 18.Tag des 12. Monats im islamischen Kalender ) der Abschiedspilgerfahrt des Propheten ernannte dieser selbst  während der Rückkehr von der Pilgerreise in der Nähe des Wüstenortes „Ghadir Khum“ Ali zu seinem Nachfolger. Dieser Tag steht stellvertretend für das theologische Prinzip „Imamat“, der Nachfolgerschaft des Propheten aus seiner Familie.— Aschura: Der 10. Tag des ersten Monats im islamischen Kalender, Muharram, gilt als der Gedenktag für den selbstlosen Einsatz auf dem Wege Allahs. An diesem Tag wurde Hussein, der Enkel des Propheten und 3. Imam, und der größte Teil seiner Familie während einer Schlacht gegen die politischen Machthaber seiner Zeit getötet. Die Schlacht wurde von Yazid aus der Dynastie der Ummayyaden geführt, um jeglichen Widerstand der Nachkommen des Propheten gegen seine Tyrannei zu zerstören.  2. Die ZaiditenDiese Gruppe der Schiiten beruft sich, wie der Name sagt, auf Zaid ibn Ali (gest. 740), dem Bruder von Muhammad al-Bagir, also einem Ur-Ur-Enkel des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm) . Zusätzlich zu den Imamen aus der Familie des Propheten werden auch Imame anerkannt, die nicht der Familie des Propheten entstammen, wie z. B. Abu Hannifa, al-Ghazali u.a. .Bei den Zaiditen wird statt „Imamat“ die Vernunft „Aghl“ als eine der Säulen der theologischen Prinzipien genannt. In der Praxis bedeutet dies, daß Vernunft als Hauptrichtlinie bei rechtlichen und theologischen Überlegungen sowie Hauptkriterium bei der Textexegese (Qur`an und Sunna) gilt. Außerdem gibt es keine Erwartung eines „Imam Mahdi“ als Endzeiterscheinung, weder im schiitischen noch im sunnitischen Sinne. Im gesellschaftlichen Leben gilt der religiös-ethische und politische Bereich nicht als getrennt, religiöse und politische Führung können jedoch unterschiedlich sein.Die Zaiditen leben derzeit hauptsächlich in Jemen.  3. Die IsmailitenÄhnlich wie bei den Zaiditen beziehen sich die Ismailiten auf einen direkten Nachkommen des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), nämlich Ismail (gest. 765), dem Sohn des 6. Imam der Imamiten Djafar as-Sadigh und Bruder des 7.Imam Umsah al-Kazim. Ismael wird als der eigentliche 7. Imam betrachtet, weshalb diese Gruppe auch als 7er Schiiten  bezeichnet wird. Die 7 Imame werden in Verbindung mit der mystischen Zahl 7 gesehen und als Manifestation des kosmischen Prinzips der geistigen Führung betrachtet. Eine andere Bezeichnung dieser Gruppe – Batiniya – verdeutlicht die schwerpunkt-mäßige Betrachtung der inneren Werte des Islam und somit eine spirituelle Entwicklung des Einzelnen, bei Textinterpretationen wird eine besondere Betonung der inneren Bedeutung vorgenommen. Dieses Verständnis führt dazu, daß einige rituelle Handlungen in der Ausführung anders interpretiert werden, als in den anderen Rechtsschulen allgemein üblich ist.Die Ismailiten leben hauptsächlich in Pakistan und Indien.                                                                                                                             DER EINFLUSS DER RELIGION AUF DAS GESELLSCHAFTLICHE LEBENWie in allen Rechtsschulen des Islam werden bei den Schiiten die Qur`anischen Aussagen über zwischenmenschliche Beziehungen für das alltägliche Gesellschafts-leben herangezogen. Als Beispiel seien hier die Eltern-Kind-Beziehung stellvertretend für das Familienleben ( Qur`an Sure 17 : 23,24  ), die Vielfalt der Gesellschaft (Qur`an Sure 49 :13), Aufforderung zum Frieden unter den Menschen und mit der Natur (Qur`an Sure 7:56) und zum Dialog mit Andersdenkenden (Qur`an Sure 29, Vers 46) genannt:Und dein Herr hat entschieden, daß ihr niemanden außer Ihm anbeten und den Eltern Wohltaten erweisen sollt. Falls einer von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, dann sage niemals ein mürrisches Wort zu ihnen und schelte sie nicht, sondern sprich in gütiger Weise mit ihnen (23). Und aus Barmherzigkeit senke die Schwingen der Demut auf Sie hernieder und sprich: „Mein Herr! Erbarme Dich ihrer, so wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war“   (Qur’an, Sure 17: 23,24).O ihr Menschen! Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht damit ihr euch untereinander kennt. Der Edelste von euch ist vor Allah derjenige, der am Gottesfürchtigsten ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig   (Qur’an, Sure 49: 13).Und stiftet kein Unheil auf der Erde, nachdem dort alles bestens geordnet ist, und ruft Ihn in Furcht und Hoffnung an. Wahrlich, Allahs Barmherzigkeit ist denen nahe, die gute Werke tun (Qur’an, Sure 7: 56).Und führt keine Streitgespräche mit dem Volk der Schrift, es sei denn auf vortreffliche Art und Weise. Ausgenommen davon sind die von ihnen, die unrecht tun. Und sprecht: „Wir glauben fürwahr an das, was uns (als Offenbarung) herabgesandt worden ist und was euch herabgesandt  wurde, und unser Gott und euer Gott ist Einer, und Ihm sind wir ergeben (Qur’an, Sure 29: 46). 

Den Islam

Der Mensch In Unsere ZeitGeht man von den Mitteln aus, die der heutigen Mensch­heit zur Verfügung stehen, so befindet sich der Mensch in unserem Zeitalter auf einem großartigen Entwicklungsstand.Zahllose Entdeckungen und Erfindungen haben ihm Möglichkeiten eröffnet, die bisher nur wie Märchen anmuteten.Mit Hilfe elektrischer und elektronischer Anlagen wurde Unmögliches möglich. Dem Menschen von heute werden oft schon durch einen bloßen Knopfdruck die verschiedensten Dinge zur Verfügung gestellt, z.B. Wasser, Luft, Wärme, Kälte, Nahrung, Kleidung und was er noch alles gerne haben möchte.Radiowellen übertragen die menschliche Stimme in Sekundenschnelle bis an die entlegensten Orte der Erde, und nicht nur seine Stimme, auch sein Abbild ist übertragbar geworden.Der Mensch ist heute Herr über riesige Flugzeuge, mit denen er mühelos in Blitzesschnelle von einem Punkt der Erde zum anderen fliegen kann. Leichter, müheloser und schneller als der Vogel Simogh, von dem in Märchen zu hören ist.Raumfahrer haben fremde Planeten betreten. Von der Reise zum Mond oder zu einem anderen Himmelskörper redet man heute fast schon so selbstverständlich, als handle es sich um eine Fahrt von einer Stadt zur anderen.Die Zahl der technischen Neuheiten und wissenschaftli­chen Entdeckungen unseres Zeitalters hat derart zugenom­men, dass es schwierig wäre, alle aufzuzählen.Überhaupt scheint Mutter Natur der Geduldsfaden gerissen zu sein, und sie mag die Tausende von Jahren ver­schwiegenen Geheimnisse nicht weiter für sich behalten, hat jäh den Entschluss gefasst, ihr Schweigen zu brechen und die Lösung ihrer zahllosen Rätsel, so schnell es nur geht, der heutigen Menschheit auszuplaudern.Inzwischen konnte der Mensch zahlreiche Mysterien der Natur aufdecken.Mit Hilfe einer wirklich faszinierenden Technik ist es ihm zum Teil gelungen, der Naturkräfte Herr zu werden und aus ihnen Nutzen zu ziehen.Dank all dieser Anstrengungen konnte der Mensch den Gipfel materiellen Wohlstandes erklimmen, konnte die Welt­kugel zu einem prunkvollen Palast herrichten, einem Palast, in dem er hoffte, glücklich und bequem zu wohnen und zu dem schon immer ersehnten guten Leben zu gelangen.Habsüchtige ZweibeinerBisher wurde nur über eine Seite der Medaille gespro­chen, bekanntlich hat aber jede Medaille zwei Seiten.Die technische Zivilisation hat zahlreiche Schwierigkei­ten des menschlichen Daseins gelöst. Sie hat der Menschheit erstaunliche Kräfte im Kampf mit der Natur verliehen. Dies sind wahrhaftig wertvolle Fortschritte.Parallel zu dieser Entwicklung hat man aber das Wohl­standswachstum derart gepriesen und großgeschrieben, ja sogar ganze Philosophien darüber zusammengebastelt, dass der Mensch einer Wandlung unterzogen und zu einem fast animalischen Wesen erniedrigt wurde, dessen Tun und Den­ken sich hauptsächlich auf Produktion und Konsum und deren Steigerung konzentrieren.Sei es nun zur Sicherung eines Existenzminimums oder zur Finanzierung eines bequemen und luxuriösen Lebens und immer aufwendigerer Freizeitgestaltung: das Streben nach materiellen Gütern und die Neigung, das meiste oder alles nur aus wirtschaftlicher sicht zu betrachten, ist im heutigen Menschen so stark verwurzelt, dass er wirklich zu einer Art Produktions -Konsum- Maschine wurde.Wie eine Epidemie hat diese Erscheinung inzwischen um sich gegriffen, und die Mehrzahl der Menschen führt heute ein Leben, in dem es außer materiellen Werten kaum andere und wertvollere Inhalte gibt.Einst trachtete der Mensch nach Freiheit und Unabhän­gigkeit, opferte sogar sein Leben dafür. Mittlerweile hat er jedoch seine Freiheitsliebe dem großen Götzen unserer Zeit, der Wirtschaft, opfernd zu Füssen gelegt und ist ihr Sklave geworden.Die fortschreitende, vornehmlich materiell ausgerichtete Zivilisation ließ menschliche Konsumwünsche ständig wachsen und erforderte immer aufwendigere Mittel zur Befriedigung dieser Bedürfnisse. Viele haben auf diesem Weg ihre Gesundheit einbüssen müssen oder waren gar gezwun­gen, moralische Grundsätze aufzuopfern.In einer fast ausschließlich materiellen Gesellschaft wie die heutigen werden hohe menschliche Werte mehr oder weniger in den Hintergrund gedrängt. Der Wert der Dinge, sogar der Wert ethisch- moralischer Grundsätze, wird viel­mehr an ihrem materiellen Nutzen gemessen.Was in den meisten Ländern dem Erziehungs- und Aus­bildungswesen zugrundeliegt, sind eben diese materiellen und wirtschaftlichen Prinzipien. Das Hauptanliegen besteht dabei darin, die jungen Menschen so zu formen, dass der Ertrag, der einst ihre eigenen oder die Taschen anderer füllen wird, steigt.“Alles für eine gesunde Wirtschaft und ihre Annehm­lichkeiten” lautet die Devise, die so gut wie alle Gemüter beherrscht, von dem einfachen Arbeiter bis zu der sogenann­ten Elite, vom Fachmann bis zum Professor, Politiker, Schriftsteller, Denker und Künstler.Sogar unter denen, die sich mit erhabenen Problemen des Immateriellen befassen, blieben viele nicht unverschont vom Einfluss materieller und wirtschaftlicher Reize: je prunkvoller z.B. heute religiöse Öffentlichkeitsarbeiten und Schriftwerke ausgeschmückt werden, desto höher steigt ihre finanzielle oder materielle Honorierung.Diese Situation ist jedoch die natürliche Folge der ver­schiedenen, materiell ausgerichteten Weltanschauungen unserer Zeit.Unaufhörlich wird den Menschen eingeflösst, sie seien nur zweibeinige Wesen, die einem wirtschaftlichen Zweck zu dienen haben. Eine nicht abreißende Werbung lässt den wirtschaftlichen Wohlstand und die Steigerung materieller Annehmlichkeiten ständig hochleben, nennt sie alleinige Maßstäbe für menschliches Glück und einziges Zeichen für den Fortschritt eines Volkes oder einer Gesellschaftsgruppe oder einer Schicht. Immerzu wird den Menschen Geld vor Augen gehalten, ihm ständig vom Geld in die Ohren posaunt: vom knappen Geld, vom Wunder Geld, vom Problemloser Geld, von Zentnern von Geld, von dem ganz großen Geld, zu dem man durch einen Glückstreffer oder durch direkte oder indirekte Ausbeutung der Mitmenschen gelangt, Geld, das man dann später wieder zur Befriedigung zum Teil nieder­trächtigster animalischer Wünsche ausgibt. Da ist es kein Wunder, dass viele Menschen unserer Zeit, oder sagen wir besser “Scheinmenschen”, auf die Stufe habsüchtiger Kreatu­ren herabgesunken sind, die von morgens bis abends versu­chen, zu Geld zu kommen, gleichgültig wie, rücksichts- und schonungslos. Ständig brauchen sie mehr Geld für immer neue Vergnügungssüchte. Deshalb ist der Mensch wirklich zum Sklaven von Produktion und Konsum geworden. Wirt­schaftliche Maßstäbe bestimmen sein Dasein, an anderen höheren und menschenwürdigeren Werten fehlt es ihm oft, und sein Leben neigt zu Primitivität und Sinnlosigkeit.Auf der Suche nach Lebensziel und LebenssinnZum großen Glück besteht jedoch Hoffnung auf eine Veränderung, denn auch andere, neue Stimmen werden hier und dort in der Konsumgesellschaft laut. Das könnte die Morgendämmerung der Erlösung und Befreiung der Menschheit aus den Ketten und der Sklaverei von Produk­tion und Konsum bedeuten.Die Tatsache, dass hauptsächlich die Jugend protestiert, ist hierbei besonders erfreulich und viel versprechend.Seit längerem schon geben nämlich junge Menschen überall auf der Welt in Wort und Tat ihren Protest kund. Sie verkünden, das Leben in diesem luxuriösen, prunkvollen Palast, sprich Wohlstandsgesellschaft, fänden sie sinnlos, ohne Nutzen und erniedrigend:Wer von den Bewohnern Eures protzigen Vergnü­gungsschlosses ist überhaupt glücklich?Auf welches sichere Ufer steuert Euer vollgepfropfter Luxusdampfer zu?Inwieweit kümmert sich Eure großartige Zivilisation um Ansehen und Wert des Menschen selbst?Ist die so mannigfaltige Technik dem Menschen untertä­nig oder sind wir Menschen es, deren Denken und Handeln ausschließlich der Herstellung und dem Funktionieren die­ser Technik zu dienen hat? Eure technische Zivilisation ist zwar imposant. Sie hat Entfernungen zwischen Städten, Kontinenten und Planeten verkürzt, hat die große Welt in einen kleinen Bezirk, in ein kleines Haus verwandelt. Aber hat sie auch die Bewohner dieses Hauses einander nähergebracht? Hat sie die Herzen einander näherkommen lassen? Oder hat sie in Wirklichkeit nur die Orte näher aneinandergerückt, die Herzen aber nur noch weiter voneinander entfernt? Schlimmer noch: Haben sich die Menschen nicht mit Leib und Seele lukullischen oder geschlechtlichen Genüssen, dem Erstreber verschiedenartiger Positionen und ähnlichen Begierden verschrieben?Wie kann da noch die Rede sein von Herzen, die einander fern oder nah sind?Natürlich sind diese und ähnliche Protestrufe haupt­sächlich in Ländern zu hören, deren Menschen im Wohlstand leben und sich nicht um ihre Existenz zu ängstigen brauchen.Dagegen wissen die überall auf der Welt im Elend dahin­siechenden Völker oftmals noch nicht einmal, was es heißt, satt zu sein, weder die Männer, noch ihre Frauen und Kinder, noch ihre Nachbarn und ihre anderen Leidensgenossen.Zwangsläufig kreisen daher auch ihre Gedanken um Veränderungen, ob friedlich oder gewaltsam herbeigeführt, die vor allem ihrer materiellen Armut und ihrer wirtschaftli­chen Not ein Ende setzen.Geht es den armen Nationen aber erst einmal gut, wird ihnen wohl ein ähnliches Schicksal widerfahren wie den rei­chen Völkern von heute (Anm. des Übers.). Die Bestrebun­gen der entbehrenden Länder sollte man daher in weiser Voraussicht von vorneherein in die richtigen Bahnen lenken, um sie vor diesem Geschick zu verschonen.Zweifellos sind in den beiden großen politischen Lagern, Ost und West, viele zu sich gekommen. Befreit von der Zwangsidee des Wirtschaftswunders und Wohlstands­wachstums wurde ihnen dabei einiges klar:Seit Jahrhunderten ist der Mensch bemüht, sich immer besser fürs Leben auszurüsten. Statt eines besseren Lebens wird er jedoch heute in riesigen Fabriktempeln erbarmungs­los dem Götzen Technik zu Füssen geworfen.In beiden Systemen hat man den Menschen mancher Privilegien des Menschseins beraubt, unter dem Vorwand, dies sei in der heutigen Ordnung zur Inganghaltung des kom­plizierten Räderwerkes von Wirtschaft und Industrie erforderlich.Dem Menschen von heute genügt es aber nicht mehr, von Wissenschaft und Industrie bloß zu hören, wie man leben soll, sondern hartnäckig besteht er darauf zu erfahren, wozu er lebt.Viele Menschen kommen zu sich. Sie melden sich mit nicht zu überhörendem unzufriedenem Raunen oder auch lautem Protestschrei zu Wort. Dies könnte, allen pessimisti­schen Prophezeiungen zum Trotz, der Vortrupp erster Anzei­chen einer glücklichen und segensreichen Bewusstwerdung der Menschheit sein, könnte ihr Anstoß zu nachhaltigen Veränderungen geben und die Renaissance der humanen Gesellschaft herbeiführen. Auch besteht die Hoffnung, dass keiner sich mehr täuschen lassen wird, und dass niemand wie bisher, die Entwicklung der Technik für die Entwicklung des Menschen hält. Die Menschen könnten, einmal zu tieferer Erkenntnis gelangt, das wahre und humane Ziel ihrer fort­schreitenden Evolution wiederfinden und sich fest entschlos­sen in der Richtung vorwärtsbewegen, die ihrer Würde entspricht, und sie zu Glück und einem frohen Ergebnis hinführt.Welche Stellungnahme vertritt der Koran zu diesem Thema?So prachtvoll, schön und vergnügungsreich das hiesige Leben auch sein kann, wem es an einem dauerhaften Ziel, an Glauben und geistigen Werten fehlt, dessen Dasein ist nach Ansicht des Korans leer und sinnlos.Wer einem vergnügungsreichen, aber ziellosen Leben nacheilt, wird letzten Endes nur Schaden haben. Seine Anstrengungen auf Erden werden vergeblich und ohne Ergebnis sein.In Sure AI Hadid, Vers 20 heißt es daher auch:“Wisset, dass das Leben in dieser Welt nur ein Spiel und ein Tand ist und ein Gepränge und Geprahle unter euch, und ein wettrennen um Mehrung an Gut und Kindern. Es gleicht dem Regen (der Pflanzen hervorbringt) deren Wachstum den Bauern erfreut. Dann verdorren sie, und du siehst sie vergilben, dann zerbröckeln sie im Staub.”An anderer Stelle (Sure An-Nur Vers 35-40) spricht der Koran abermals vom Schicksal zielloser Menschen zu uns, nachdem er anfangs das Ziel bestimmt und den Zielstrebigen Belohnung verspricht. Gott ist das Licht von Himmel und Erde, so heißt es in diesen Koranversen. Wahrer Kern der Welten ist. Er gibt allem seine Bedeutung. Er ist Wegbereiter, zeigt die Rich­tung, ist das Endziel allen Seins. Das Ziel ist Gott.Beruf, Geld und Kaufgeschäft können den ehrsamen Menschen laut Koran nicht davon abhalten, Gott zu geden­ken. Gott ist Hauptziel in seinem Leben. Seine Bemühungen sind ertragreich und werden reich belohnt.Je mehr er sich Mühe gibt, desto mehr wird er an Weis­heit und Reinheit gewinnen und sich der Vervollkommnung nähern.Denjenigen, die aber ohne festes Ziel, Gott verneinend oder ohne echten Glauben an Ihn, einfach dahinleben, droht ein schlimmes Schicksal, denn alle ihre Taten werden nutzlos sein.So heißt es in Sure An Nur weiterhin:“Die Handlungen der Ungläubigen sind wie Luftspiege­lungen in einer Ebene, die der durstige Wanderer für Wasser hält. Sobald er aber dort hinkommt, wo er Wasser zu finden glaubte, trifft er nichts an außer Gott, und Er wird ohne Abstrich über seine Taten abrechnen. Er ist schnell im Abrechnen.“Oder die Handlungen der Ungläubigen sind wie die Finsternis in einem tiefen Meer, das von Wogen dicht bedeckt wird und über dem noch dunkle Wolken hängen. Vollkommene Finsternis. Finsternis über Finsternis. Nichts ist zu sehen. Nicht einmal die eigene Hand, wenn man sie aus­streckt. Wem Gott kein Licht mit auf den Weg gibt, dessen Weg bleibt dunkel und unbeleuchtet.”Wer näher hinsieht, wird feststellen: was heute nach immensen Fortschritten in Wissenschaft und Industrie und nach gewaltiger Bedeutungszunahme der materiellen Komp­onente im menschlichen Dasein mit immer größerer Deut­lichkeit zutage tritt, das wurde dereinst schon im Koran offenbart:Das ausschließlich materielle Leben ist nur eine Täuschung.Wer nur nach materiellen Gütern eifert, dessen Mühen bringen keinen bleibenden Ertrag.Bei ausschließlich materieller Orientierung lebt die Menschheit ohne Richtung, Ziel und Sinn. Umgeben von Ungewissem Dunkel (Dunkel der Zukunft (Übers.)) sieht sie sich in den Strudel von Sinnlosigkeit und ziellosen Umherirren herabgezogen.Zu guter Letzt bleibt eben weiterhin die Frage offen:Welchen Sinn hat das Leben überhaupt? „Wozu leben wir“Die Schuld daran, dass die Menschen ihr Dasein als sinnlos empfinden, schreibt der Koran der Verbannung des Glaubens aus ihrem Leben zu.Fehlender Glauben ist schuld daran, dass das was Menschen tun, fast nur noch nach materiellen Zielen ausgerichtet ist und verursacht, dass der Mensch in einen Kreislauf gerät, der nur aus Produktion für Konsum und Konsum für Produktion besteht und sonst nichts.Menschen können in ihrem Leben, was materielle Ziele anbelangt, zwar ohne Glauben auch erfolgreich sein, sogar sehr erfolgreich, aber auf dem Höchststand technischer Entwicklung und materiellen Wohlstandes werden sie zu Fall kommen, denn im Hintergrund ihrer materiellen Wunschträume wird sich nichts finden, was wahrhaft menschenwürdig gewesen wäre.In Sure Hud Vers 15 und 16 heißt es wie folgt:“Wem der Sinn ausschließlich nach dem diesseitigen Leben, seinen Annehmlichkeiten und seinem Flitter steht, dessen Wünsche werden wir mehr oder weniger erfüllen und der Ertrag seiner Bestrebungen wird ihm in diesem Leben voll und ganz zuteil werden. Am Ende jedoch erwarten ihn und seinesgleichen nichts anderes als leidvolle Feuerqualen. In sich zusammensacken wird dann das großartige Schloss, das Leute wie er zusammengezimmert haben, und ihre Werke werden sämtlich zunichte werden.”GLAUBENWenn wir jemanden für so wahrhaftig halten, dass wir ihm ohne Bedenken vertrauen, so sagen wir: „Ich bin von ihm überzeugt“ oder „Ich glaube an seine Aufrichtigkeit“, und immer wenn wir vollkommen sicher sind, dass eine Sache richtig ist, so sagen wir: „Ich bin von dieser Sache überzeugt“ oder „Ich glaube an ihr Zutreffen“.Wer zu einer festen Meinung über eine Gedanken­richtung gekommen ist- zu einer Ideologie, wie es im europäischen Sprachgebrauch heisst oder zu einer Wel­tanschauung, wie man bei uns sagt-und diese mit leiden­schaftlichem Eifer, mit Lust und Freude seinem Leben und seinem Tun zugrundelegt, der ist, wie wir sagen, von dieser Anschauung überzeugt, er glaubt an sie.Glauben bzw. Überzeugung bedeutet vollkommenes inneres Vertrauen in eine Person, eine Sache, eine Weltanschauung, eine Religion usw.Zweifel und UnschlüssigkeitDas Gegenteil von Glauben ist der Zustand des Zwei­feins, der Unschlüssigkeit, des Schwankens und des Bedenkenhabens, sei es nun gegenüber einer Person oder Sache, sei es im Hinblick auf eine Weltanschauung- und die natürliche Folge dieser Unschlüssigkeit ist immer ein Gefühl des Misstrauens.Keiner, selbst ein Optimist, wird fest auf eine Person oder eine Weltanschauung bauen, gegen die er Zweifel hegt, besonders dann nicht, wenn er damit rechnen muss, dass er bei Schwierigkeiten den Grad seiner Überzeugung durch Ausdauer und Einsatz unter Beweis zu stellen hat.Glauben und Überzeugung in der Kindheit des MenschenKinder schenken anderen Glauben, besonders den Menschen in nächster Nähe, den Geschwistern, den Eltern, der Pflegeperson, der Kindergärtnerin usw. Anderen zu glauben, spielt somit eine entscheidende Rolle in der Kindheit des Menschen.Ob ein Kind die notwendige Reife fürs Leben entwickelt und einmal glücklich und erfolgreich sein wird, hängt zum grossen Teil auch von dem Glauben der Kontaktpersonen ab, vom Glauben der Mutter, des Vaters, des Lehrers und aller anderen, die gegenüber dem Kind Verantwortung tragen. Nur denen unter ihnen, die wirklich an ihren Erziehungsauftrag und den Erfolg ihrer Bemühungen glauben, wird es gelingen, ihrer schwierigen Verantwortung gerecht zu werden.Wer schmiedet denn das zukünftige Glück eines Kindes, wenn nicht die Mutter, die sich mit unermüdlichem Eifer, festem Glauben an ihr Ziel, verantwortungsbewusst und liebevoll der Versorgung, der seelischen, geistigen und körperlichen Erziehung ihrer Kinder widmet, der liebende Vater, der aus vollen Kräften arbeitet und der an seine Aufgabe, die seelische und körperliche Gesundheit jedes einzelnen Familienmitgliedes sicherzustellen und ihm das Leben angenehmer zu gestalten, glaubt, und nicht zuletzt der Lehrer und Ausbilder, der mit Interesse und aus Überzeugung die so verantwortungsvolle und schwierige Arbeit des Lehrens und Erziehens ^auf sich nimmt.Phase der ZweifelNach vollendeter Kindheit beginnt die Zeit der Reifung und des Erwachsenwerdens. Dieser Entwicklungsabschnitt ruft im jungen Menschen die verschiedensten körperlichen und seelischen Veränderungen hervor. Hinsichtlich mancher Dinge, an deren Richtigkeit er als Kind fest geglaubt hat, überkommen ihn nunmehr Zweifel. In welchem Masse dabeisein kindliches Weltbild ins Schwanken gerät, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manch einen überkommen derart viele Bedenken, dass er plötzlich fast alles in Frage stellen muss, und es kaum noch etwas für ihn gibt, was unangezweifelt bliebe.Zweifel, die positiv sind und uns weiterbringenZweifeln kann positiv sein und zurPersönlichkeitsl-entwicklung beitragen. So kann auch die Zweifelphase der Reifezeit in hohemMasse die geistigseelische Entwicklung des jungen Menschen fördern, allerdings unter einer Voraussetzung: Anzweifeln alleine genügt nicht: wer zweifelt, muss auch einen gewissen Forschungsgeist mitbringen. Er sollte das Forschen nach der Wahrheit lieben und an dessen Erfolg glauben.Nur diese Art von Zweifel ist wirklich positiv und aulbauend.Natürlich bedeutet Zweifeln in jedem Fall zunächst zerstören, nämlich das zerstören, woran man bisher glaubte. Beginnt man aber daraufhin, nach der  eigentlichen Wahrheit zu suchen, dann wird Zerstörung zur Vorstufe des nachfolgenden Aulbaus. Somit nimmt auch sie am Aulbau teil. Damit der Mensch überhaupt nach der Realität forscht, müssen ja erst einmal die schwach fundierten Vorstellungen seiner Kindheit zu Fall kommen.In diesem Zusammenhang darf man daher Zweifel als positiv und aufbauend betrachten.Welche Rolle spielt Glauben ausserdem?Die in der Pubertät aufkommenden Bedenken erwecken normalerweise in jedem einen gewissen Forschungseifer. Es entsteht fast der Eindruck, man wolle in der Kindheit eingeflösstes Wissen s’ämtlich über Bord werfen, um- wie in vielen anderen Dingen- auch in dieser Hinsicht auf eigenen Beinen zu stehen und die Zeit des Kindseins und der Abhängigkeit schnellstens hintersichzulassen.Wie man sieht, wird auch die Phase des Zweifeins von einer Art Glauben begleitet,nämlich Glauben an sich selbst,Glauben daran, dass man auf eigenen Füssen stehen muss und versuchen sollte, selbst zu verstehen und eigenständig der Wahrheit nachzugehen.Das Zweifeln der Reifezeit öffnet uns die Tore zu einer anderen Welt, einer Welt voller Rätsel und Unbekanntem, ufer- und grenzenlos. Der Eifer packt uns.Wir wollen mehr wissen. Hoffnungsvoll begehen wir uns ans Forschen und sind fest davon überzeugt, mehr und genaueres über das uns Unbekannte zu erfahren, wenn wir der Sache nur auf den Grund gehen. Was wäre wohl, wenn wir Menschen weder daran glauben würden, dass unermüdliches Forschen uns zur Wahrheit führt, noch darauf aus wären, die Wahrheit überhaupt zu entdecken? Würde uns nicht die Flut der Zweifel jeglicher Freude berauben und unsere Kräfte lahmlegen?Wie in der Kindheit, spielt Glauben auch in der Reifezeit eine entscheidene Rolle für die geistige Entfaltung des Menschen, diesmal Glauben daran, dass man unermüdlich nachforschen muss. will man die Welt von neuem und richtig verstehen.Welche Bedeutung hat Glauben für industriellen und wissenschaftlichen Forschritt?Die -uns heute in Wissenschaft und Technik zur Verfügung stehenden Errungenschaften sind zumeist der mühefollen Forschungsarbeit Einzelner zu verdanken, die durch ständiges Experimenten darauf aus waren, neue wissentschaftliche Hypothesen oder technischen Einfälle auf Richtigkeit oder Tauglichkeit hin zu erproben, und dabei mitunter für nur ein Ergebnis hundert verschiedene Versuche durchführen mussten.Viele von uns hatten sicher schon Gelegenheit, solchen Menschen einmal bei ihrer Forschungsarbeit zuzuschauen, wir konnten beobachten, mit wieviel Interesse und Gedult diese ihren mühevollen Untersuchungen nachgehen, und haben etwas von dem Glauben gespürt, den ihre Gesichter ausstrahlen: Glauben an den Erfolg, Glauben an Sinn und Wert von Wissenschaft und Forschung, Glauben an ihre Arbeit.Wie sehr dieser Glauben Arbeitsfreude und -erfolg fördert, können besonders diejenigen von uns empfinden, die selbst einmal eine wissenschaftliche Untersuchung durchführen durften.Was es heisst,an bestimmte Prinzipien oder an eine Welt­anschauung zu glaubenSobald der Mensch auf eigenen Beinen steht, d.h. das Entwicklungsalter abgeschlossen hat und er‘ erwachsen geworden ist, muss er selbständig den Schwierigeiten des Lebens entgegentreten und eigene Entscheidungen treffen. Dies erfordert die Absteckung eines Lebenszieles und Bestimmung des Weges, der zu diesem Ziele führt.Es ist schon ein grosses Glück, dass uns Menschen in dieser so wichtigen Entscheidungsphase die Fähigkeit mitgegeben wird, genau über Ziel und Weg, Lebensprinzip und Weltanschauung nachzudenken und nachzulesen und aufgrund dieses Wissens die Auswahl zu treffen.Was der Mensch zur Entscheidung braucht, sind Kenntnisse, die den Glauben an sein Ziel stärken und ihm Gewissheit geben. Dann erst kann er in dem unver­meidbaren Auf und Nieder des Lebens sich bewusst und mit Bestimmtheit auf der richtigen Lebensbahn und auf das gesteckte Ziel hinzubewegen, und nur dann wird er seines zielbewussten Strebens nie müde werden.Wer eine Weltanschauung vertritt, kann nicht zwanglos lebenWer an eine Weltanschauung glaubt, dem werden, ob er will oder nicht, bestimmte Einschränkungen auferlegt und Aufgaben abverlangt.Jede Weltanschauung unterliegt den ihr eigenen Bestimmungen und einer festen Ordnung. Wer sich für eine bestimmte Ideologie entschieden hat und daran glaubt, wird automatisch gezwungen, auf Einhaltung der damit verbundenen Vorschriften zu achten. Er kann daher nicht mehr nur noch nach eigener Lust und Laune und ohne Einschränkungen leben.Selbst diejenigen, die auf dem Standpunkt stehen, man müsse sozusagen frei von jeder Weltanschauung,in völliger Zwanglosigkeit und Formfreiheit leben, sind, obwohl sie keiner der bestehenden Ideologien anhängen, doch auch wie­der, wie alle anderen, an gewisse Regeln gebunden, die sie zu beachten haben. Sie lehnen bestimmte gesellschaftliche Regeln ab, z.B. das Anziehen von Kleidung, sind daher auch dagegen, dass jemand im normalen Zustand, z.B. angezogen, an ihren Veranstaltungen teilnimmt, denn dies würde gegen ihr Prinzip der Zwanglosigkeit verstossen. Auf diese Weise unterwerfen sie sich aber einer Ordnung, die ihnen Zwänge auferlegt, obwohl sie angeblich gegen jede Gesellschaftsord­nung sind und an Zwangslosigkeit und Formfreiheit glauben.Es ist deshalb verwunderlich, dass manche eine Gesell­schaftsordnung oder Weltanschauung erwarten, in der sie sich keinen Regeln und Zwängen zu unterwerfen brauchen. Dass es eine solche Ordnung nicht geben kann, dessen müs­sen sich besonders die Intellektuellen unter uns bewusst wer­den. Unter ihnen gibt es welche, die jede Art von Zwang scheuen und jegliche Einschränkungen ablehnen.Mit einer solchen Ansicht können sie sich wirklich selbst über die alltäglichsten Dinge kein Urteil mehr erlauben, denn ein Intellektueller darf nicht vor Zwängen und Vorschriften fliehen, sondern soll nach der Wahrheit suchen und muss die Wahrheit akzeptieren.Glauben aufgrund von ErkenntnisWenn Kinder glauben, so ist ihr Glaube wirklich rein und echt, aber ihm haftet ein Fehler an: Er entsteht nicht durch Wissen und Überlegung, sondern eher durch Beein­flussung des passiven Kindes durch seine Umwelt.In Wirk­lichkeit ist daher der kindliche Glaube eine Art Reflexion, und gerade deshalb können die kindlichen Vorstellungen den im Entwicklungsalter aulkommenden Zweifeln keinen Widerstand leisten, und der kindliche Glaube gerät in diesem Alter ins Schwanken.Natürlich kann man auch nicht mehr von einem Kind erwarten. Im Entwicklungsalter kann der Mensch dagegen bewusst glauben, d.h. glauben aufgrund von Analyse, genauer Überlegung und Kenntnissen.Was die Islamische Glaubenslehre betrifft, so ist der Koran die wichtigste Quelle. Unablässig fordert er uns zum Nachdenken, zur Besinnung, zum objektiven Beobachten und objektiven Denken, zum Nachforschen und zur gedank­lichen Analyse auf. 

Ziyaarat Aschura

Anmerkungen zur Aussprache der Transliteration: Ee = langes „ i “ W = wie das „W“ im Englischen Th = das englische „Th“ Z = weiches „S“ J = Dsch 3 wie 3ali 7 wie 7assan, 7ussein 2 wie in mascha2allahAssalamu 3alaika ya Aba 3abdillahFriede sei mit dir, oh Aba Abdillah!Assalamu 3alaika yabna rasuulillahFriede sei mit dir, oh Sohn des Gesandten Allahs!Assalamu 3alaika yabna amir-ul-mu2mineen wabna sayyid-il-wasiyyinaFriede sei mit dir, oh Sohn des Führers der Gläubigen, dem Vorfahren der Nachfolger!Assalamu 3alaika yabna Fatima sayyidati nisa2-il-3alameenFriede sei mit dir, oh Sohn der Fatimah, der auserwählten unter den Frauen der Welt!Assalamu 3alaika ya thaarallahi wabna thaarihi wa-l-watr-al-mawtuurFriede sei mit dir, der du Märtyrer wurdest während des heroischen Kampfes für die Sache Allahs, Sohn von Allahs unerschrockenen Kämpfers, du wurdest isoliert und mit Rache angegriffen!Assalamu 3alaika wa 3ala-l-2arwaa7il-lati 7allat bifinaa2ik, 3alaikum minni jamee3an salaamullahi abada, ma baqeetu wa baqiya-l-laylu wa-n-nahaarFriede sei mit dir und den Seelen, die dich in deinem Lager versammelt hatten und mit dir fortschritten in deiner Reise. Ich bete und rufe Allah an, dass ihr in (göttlicher) Ruhe und ruhig (ruhen) möget, für immer; so lange ich lebe, ist dies mein Gebet und jede Nacht und jeden Tag, die aufeinander folgen.Ya Aba 3abdillahLaqad 3athumat-ir-raziyyah, wa jallat wa 3athumat-il-museebatu bika 3alayna wa 3ala jamee3i ahl-il-islaam, wa jallat wa 3athumat museebatuka fi-s-samaawaati 3ala jamee3i ahl-is-samaawaatUnerträglich ist der Schmerz, nervaufreibend ist die Qual, der du ausgesetzt warst, für uns und für alle (wahren) Muslime, die Verbrechen gegen dich schockierten und entnervten auch die Bewohner der Himmel, jeden einzelnen.Fala3ana-llahu ummatan assasat asaas-ath-thulmi wa-l-jawri 3alaikum ahla-l-bayt, wa la3ana-allahu ummatan dafa3atkum 3an maqaamikum wa azaalatkum 3an maraatikimu-l-lati rattabakum-ullahu feehaMöge Allah die Leute verdammen und verfluchen, die die Grundlage und Basis legten, um vom Weg abzukommen um sich nicht nur von dir und deiner Familie abzuwenden, sondern auch (euch) der Freiheit zu berauben und dir gegenüber hart zu sein.Wa la3ana-allahu ummatan fatalatkum, wa la3ana-allahu-l-mumahhideena lahum bi-t-tamkeen min qitalikumMöge Allah die Leute verdammen und verfluchen, die versuchten deine Stellung und dein Amt zu verdunkeln und abzulehnen, stur (bzw. wissend) deinen Rang und deinen Stand, den Allah mit klaren Zeichen verdeutlichte, vernachlässigten. Möge Allah die Leute verdammen und verfluchen, die dich ermordeten.Bari2tu ilaa-allahi wa ilaykum minhum wa min aschyaa3ihim wa atbaa3ihim wa awliyaa2ihimMöge Allah die Anstifter verdammen und verfluchen, die deinen Mord anzettelten und daran teilhatten. Ich wende mich dir und Allah zu, und von denen, deren Schergen, deren Anhängern und deren Freunden ab.Ya Aba 3abdillahInni silmun liman saalamakum wa 7arbun liman 7aarabakum ilaa yaum-il-qiyaamahOh Aba Abdillah, ich bete und rufe Allah an, Segnen auf dich herabzusenden. Ich bin im Frieden mit denen, die mit dir im Frieden sind. Ich bin im Krieg gegen denen, die im Krieg gegen dich sind, bis zum Tage des Jüngsten Gerichts.Wa la3ana-allahu aala ziyaadin wa aala marwaanMöge Allah die Familie von Ziyaad und die Familie von Marwaan verdammen und verfluchen.Wa la3ana-allahu bani umayyata qaatibatanMöge Allah die Sippe Umayyah verdammen und verfluchen, jeden einzelnen, alle zusammen.Wa la3ana-allahu bna marjaanahMöge Allah den Sohn von Marjaanah verdammen und verfluchen.Wa la3ana-allahu 3umar-a-bna sa3adMöge Allah Umar den Sohn von Saad verdammen und verfluchen.Wa la3ana-allahu schimrMöge Allah Shimr verdammen und verfluchen.Wa la3ana-allahu ummatan asrajat wa aljamat wa tanaqqabat liqitaalikMöge Allah die Leute verdammen und verfluchen, die die Pferde aufzügelten und aufsattelten für dein Märtyrium.Bi2abi anta wa ummiIch, mein Vater und meine Mutter stehen dir zur VerfügungLaqad 3athuma musaabi bikaTief ist meine Trauer um dich.Fa2as2al-ullaha-l-lathi akrama maqaamaka wa akramani bikaAn yarzuqani talaba thaarika ma3a imaamin mansuurin min ahli bayti mu7ammadin salla-allahu 3alaihi wa aalihiIch bitte Allah, der dich anderen gegenüber geehrt hat, dir zuliebe mir gegenüber großzügig zu sein und mir die Gelegenheit zu geben, mit dem siegreichen Imam, dem Nachkommen Muhammads (Allahs Segen und Frieden sei mit ihm und seiner reinen Nachkommenschaft), zu der Zeit der letzten und entscheidenden Schlacht gegen Allahs Feinde dabei zu sein.Allahumma j3alni 3indaka wajeehan bi-l-7usayni 3alayh-is-salaamu fi-d-dunya wa-l-aakhirahYa Aba 3abdillah inni ataqarrabu ila-llaaha wa ila rasuulihi wa ila ameer-il-mu2mineena wa ila fatima wa ila-l-7usayni wa ilayka bimuwaalaatikWa bilbaraa2ati mimman qaatalaka wa nasaba laka-l-7arbOh mein Allah, lass mich teilhaben an Deiner Sache, (sodass ich) aufrichtig hinsichtlich Hussains Fußstapfen in dieser Welt und im Jenseits folge (leisten kann). Ich komme näher und strebe nach größerer Innigkeit zu Allah, zu Seinem Gesandten, einschließlich Amirul Momineen, einschließlich Fatimah, einschließlich Hassan und dir, mit der Hilfe deiner Liebe und Unterstützung, jede Bindung mit denen trennend, die gegen dich die Waffen erhoben und dich ermordeten.Wa bilbaraa2ati mimman assasa asaas-ath-thulmi wa-l-jawri 3alaykumIch trenne jede Bindung zu jenen, die zu Anfang die ersten Schritte taten, deine Vorrechte (bzw. Freiheiten) zu nehmen indem sie dich Härte ertragen ließenWa abra2u ila-allaahi wa ila rasuulihMimman assasa asaasa thaalikwa banaa 3alaihi bunyaanahWa jaraa fi thulmihi wa jawrihi 3alaikum wa 3ala aschyaa3ikumIch suche Zuflucht zu Allah und Seinem Gesandten (Allahs Segen und Frieden sei mit ihm und seiner reinen Nachkommenschaft) vor der Zusammenarbeit mit jenen, die die Basis für (dein Leiden) legten, ihren verdorbenen Schlachtplan ausarbeiteten und ausführten, die dreist der grausamen Schreckensherrschaft (Zahlungs-)Mittel zur Verfügung stellten um dich und deine Freunde und Anhänger zu unterdrücken.bari2tu ila-allaahi wa ilaykum minhumIch löse mich von jenen und biete mich Allah und dir anwa ataqarrabu ila-allaahi thumma ilaykum bimuwaalaatikum wa muwaalaati waliyyikum(zuerst) strebe ich nach größerer Innigkeit zu Allah und dann zu dir um deine Liebe und Gönnerschaft zu gewinnen, und Freundschaft mit deinen Freunden einzugehenWa bilbaraa2ati min a3daa2ikum wa-n-naasibeena lakumu-l-7arballe Bindungen zu deinen Feinden und jenen, die den Samen der Feindschaft gegen dich pflanzten zu trennenwa bilbaraa2ati min aschyaa3ihim wa atbaa3ihimund deren Teilhaber, Anhänger und deren Freunde abzulehnen und abzulegenInni silmun liman saalamakumIch bin im Frieden mit denen, die mit dir im Frieden warenwa 7arbun liman 7aarabakumich schaue und konfrontiere mich gegen diejenigen, die Krieg gegen dich führtenwa waliyyun liman waalaakumich befreunde mich mit denen, die zu dir standenwa 3aduwwun liman 3aadaakumich strebe gegen jene, die mit dir im Konflikt lagenfa2as2alu-llaaha-l-lathi akramani bima3rifatikum wa ma3rifati awliyaa2ikumdeshalb ersuche ich Allah mich mit dem Bewusstsein auszustatten, (durch) die du und deine Freunde zu erkennen sindwa razaqani-l-baraa2ata min a3daa2ikummich von der verderbenden Beeinflussing deiner Feinde zu befreienan yaj3alani ma3akum fi-d-dunya wa-l-aakhirahmich in dieser Welt und im Jenseits mit dir zu vereinenwa an yuthabbita li 3indakum qadama sidqi fi-d-dunya wa-l-aakhirahstandhaft neben dir zu stehen und dicht deinen Fußstapfen zu folgen in dieser Welt und im Jenseitswa as2aluhu an yuballighani-l-ma7muuda lakum 3inda-llaahIch flehe Ihn an, dass Er mir hilft deine hochgepriesene Station, die dir von Allah gegeben wurde, zu erreichen,wa in yarzuqani talaba thaarikum ma3a imaamin mahdiyyin thaahirin naatiqin bi-l-7aqqi minkumdass Er mir die Gelegenheit gibt, für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit mit und unter der Führung des rechtgeleiteten Führer (aus deiner Nachkommenschaft), der sicherlich kommen und die Wahrheit sprechen wird, zu kämpfen.wa as2alu-llaaha bi7aqqikum wa bischscha2ni-l-lathi lakum 3indahan yu3tiyani bimusaabi bikum afdala ma yu3ti musaaban bimuseebatihmuseebatan ma a3thamaha wa a3thama riziyyataha fi-l-islaamwa fi jamee3i-s-samawaati wa-l-ardIch flehe Allah im Namen deines Rechtes und der Absicht die Er dir zugeteilt hat an, dass Er mich mit tiefer Trauer zum Angedenken an deinen Schmerz überwältigen soll, größer als die persönliche Trauer, die jeden quält der in großer Qual ist, Schmerz der keine Parallele kennt und jedes Unheil, was in der islamischen Geschichte, beziehungsweise im ganzen Universum, stattfand überschattetallahumma j3alni fi maqaami haatha mimman tanaaluhu minka salawaatun wa ra7matun wa maghfirahOh mein Allah, behandle mich in meiner jetzigen sofortigen Situation so, wie denjenigen, der von Dir (Deinen) Segen, Barmherzigkeit und Vergebung erhält.allahumma j3al ma7yaaya ma7ya mu7ammadin wa aali mu7ammadwa mamaati mu7ammadin wa aali mu7ammadOh mein Allah, erwecke mich an jenem Ort nach dem Tod wieder zum Leben, an dem Muhammad und seine „Aal“ (Kinder) wohnen und lass mich von dieser Welr gehen, wie Muhammad und seine „Aal“ (Kinder) von ihr gingen.allaahumma inna haatha tabarrakat bihi banu umayyata wabnu aakilati-l-akbaadi-l-la3eenu bna-l-la3eeni 3ala lisaanika wa lisaani nabiyyika salla-allahi 3alayhi wa aalihi, fi kulli mawtinin wamawqifin waqafa feehi nabiyyuka salla-allahu 3alayhi wa aalihiOh mein Allah, dieser Tag ist ein Freudentag der „Bani Umayyah“, der Herde der abgehärteten Verbrecher, der ewig verdammten und verfluchten Gruppe, eine Tatsache, die von Dir und Deinem Propheten (Allahs Segen und Frieden sei mit ihm und seiner reinen Nachkommenschaft) bekanntgegeben wurde, der an jedem Ort und zu jedem Anlass die Aufmerksamkeit auf diese Binsenwahrheit zog.allahumma-l3an aba sufyaan wa mu3aawiyah wa yazeeda-bna-mu3aawiyah3alayhim minka-l-la3natu abada-l-2aabideenOh mein Allah, verdamme und verfluche Abu Sufyaan, Yazid Sohn des Muawiyah und lass dies einen ewigwährenden Fluch von Dir auf sie sein.wa haatha yawmun fari7at bihi aalu ziyaadin wa aalu marwaana biqatlihimu-l-7usayni salawaatu-llaahi 3alayhiHeute sind die Nachkommen von Ziyaad und Marwan fröhlich, lachen und tanzen an diesem Tag ermordeten sie Hussain (Allahs Segen sei mit ihm).allahumma fadaa3if 3alaihimu-l-la3na minka wa-l-3athaabi-l-2aleemOh mein Allah, verdoppele Deinen Fluch auf sie deshalb und auch die Strafe die Du für sie erlassen hast.allaahumma inni ataqarrabu ilayka fi hatha-l-yawmi wa fi mawqifi haatha wa ayyaami 7ayaati bilbaraa2ati minhum wa-l-la3nati 3alaihimwa bilmuwaalaati linabiyyika wa aali nabiyyika 3alayhi wa 3alayhimu-s-salaamOh mein Allah, ich ersuche heute Deine Nähe in diesem Sinne, alle Bindungen zu ihnen für den Rest meines Lebens trennend, sie verurteilend wegen meiner Liebe zu Deinem Propheten und seinen Kindern, Friede sei mit ihm und ihnen.Dann 100 Mal rezitieren: allahumma-l3an awwala thaalim thalama 7aqqa mu7ammadin wa aali mu7ammadwa aakhira taabi3in lahu 3ala thaalikOh mein Allah, verdamme und verfluche den ersten Tyrannen, der ungerecht und unrechtmäßig sich dessen bemächtigte, was zu Recht Muhammad und den Kindern von Muhammad gehörte und bringe Deinen Fluch über jene, die nach ihm in seine Fußstapfen traten.allahumma-l3an-il-3isaabata-l-lati jaahadati-l-7usaynwa schaaya3at aw baaya3at aw taaba3at 3ala qatlihOh mein Allah, verdamme und verfluche jene Verschwörer die sich über Hussain ärgerten und ihn schikanierten, Eifer zeigten, gegenseitig vereinbarten und sich die Hände gaben um ihn zu ermorden.allahumma-l3anhum jamee3anOh mein Allah bring den Fluch über all jene.Danach 100 Mal rezitieren:Assalaamu 3alayka ya aba 3abdillahWa 3ala-l-2arwaa7i-l-lati 7allat bifinaa2ikFriede sei mit dir, oh Aba Abdillah und mit jenen Seelen, die in dein Lager kamen um sich dir zur Verfügung zu stellen.3alayka minni salaamu-llaahi abadan ma baqeetu wa ma baqiya-l-laylu wa-n-nahaarSolange ich lebe und die Tage und Nächte einander folgen flehe ich Allah an, Segenswünsche auf dich für immer und ewig zu herabzusenden.Wa la ja3alahu-llaahu aakhira-l-3ahdi minni liziyaaratikumMöge Allah mein Versprechen der engen Verbindung mit dir, physisch wie auch spirituell, nicht die letzte Erfüllung sein lassen.Assalaamu 3ala-l-7usayn wa 3ala 3aliyyi-bni-l-7usayn wa 3ala awlaadi-l-7usayn wa 3ala as7aab-l-7usaynFriede sei mit Hussain und mit Ali Sohn des Hussain und mit den Kindern von Hussain und mit den Freunden von Hussain.Anschließend werden folgende Sätze rezitiert:Allahumma khussa anta awwala thaalimi billa3ni minni wabdaa bihi awwalan thumma-th-thaaniya wa-th-thaalitha wa-r-raabi3Oh mein Allah, lass den Fluch den ich auf den Kopf des ersten Tyrannen rufe, wie einen Blutsauger haften; und ewig bleibend auf den ersten, dann den zweiten, den dritten und den vierten.Allahumma-l3an yazeeda khaamisan wa-l3an 3ubayda-llaahi-bna yazeed wa-bna marjaanah wa-bna 3umara-bna sa3d wa schimr wa aala abi sufyaan wa aala ziyaad wa aala marwaan ila yawmi-l-qiyaamahOh mein Allah, verdamme und rufe Übel auf den Fünften, Yazid Sohn des Muawiyah herab und sende Deinen Fluch auf Ubaydullah Sohn des Ziyaad, ibne Marjanah, Umar Sohn des Saad und Shimr und auf die Nachkommen von Marwaan bis zum Tage des Jüngsten Gerichts.Dann in die Sajdah gehen und sprechen:allahumma laka-l-7amdu 7amda-sch-schaakireena laka 3ala musaabihimal7amdu-lillaahi 3ala 3atheemi raziyyahOh mein Allah! (Aller) Lob gebührt Dir (allein); Lob des „Immer-Dankbaren-an-Dich“, der Dich verherrlicht, was immer auch kommen mag. (Alles) Lob gebührt Allah für meine tiefe und intensive Trauer.allaahumma rzuqni schafaa3ata-l-7usayni yawma-l-wuruudOh mein Allah, mache, dass ich die Empfehlungen Hussains (in mir) aufweisen kann, an dem Tag wenn ich mich vor Dir verantworten (muss).wa thabbit li qadama sidqi 3indika ma3a-l-7usayni wa as7aabi-l-7usayni-l-latheena bathaluu muhajahum duuna-l-7usayni 3alayhi-s-salaamLass mich Dir gegenüber im Schutz stehen, zuliebe meiner ehrlichen Zuneigung gegenüber Hussain, mit ihm und seinen Kameraden, die alles opferten was sie hatten (Herz, Geist, Seele und Leben) für Hussain, Friede sei mit ihm.

Von Imam Zayn-ul-Abedin as

As-Sahifat al kamilat as Saggadiyya“, d.h. das vollständige Buch von as- Saggad enthält die Bittgebete und Anrufungen von Imam Zayn-ul-Abedin, dem Urenkel des Propheten Mohammad (ص); sie verdeutlichen auf ganz besondere Weise die Essenz islamischer Spiritualität.Bittgebet Nummer 1 Lobpreisung GottesVon Imam Zayn-ul-Abedin (ع) Alles Lob und Preis gebührt Gott, dem Ersten, vor dem es keinen Ersteren gab und dem Letzten, nach dem kein Letzterer mehr sein wird.Das Auge derer, die sehen können, reicht nicht aus, um Ihn zu erblicken; die Vorstellungskraft derer, die Ihn lobpreisen, reicht nicht aus, um Ihn zu beschreiben. Mit Seiner Kraft schuf Er jedes Seiner Geschöpfe neu, und Er gab ihnen die Seinem Willen entsprechende Gestalt.Dann lies Er sie auf dem Pfad Seiner Wünsche wandeln und schickte sie aus, den Weg Seiner Liebe zu beschreiten. Sie haben nicht die Kraft, sich von dem zurückzuhalten, wohin Er sie geschickt hat noch können sie zu dem gehen, wovon Er sie zurückgehalten hat.Jedem Geist hat Er aus seiner Versorgung einen bekannten und bemessenden Unterhalt zugewiesen. Es gibt keine Verminderung dessen, was Er vermehrt hat, noch ein Vermehren dessen was er gemindert hat. Dann hat Er für jeden einzelnen eine bestimmte Frist als Lebenszeit festgelegt; Er setzt jedem Einzelnen ein bestimmtes Ende; in seinen Lebenstagen bewegt er sich darauf zu und kommt nach gebührendem Verlauf der Jahre seines Daseins an. Und wenn er seinen letzten Schritt macht, und die Bereicherung seiner Spanne annimmt, dann bringt Gott ihn zu der überreichlichen Belohnung oder der gefürchteten Bestrafung, zu der Er ihn gerufen hat.„auf dass Er denen, die Böses tun, ihren Lohn gebe für das, was sie gewirkt, und dass er die, die Gutes tun, mit dem Allerbesten belohne“. In Seiner Gerechtigkeit.Heilig sind seine Namen. „Er kann nicht befragt werden nach dem, was Er tut, aber sie werden befragt werden“.Alle Lobpreisung gebührt Gott, denn, hätte Er seinen Geschöpfen das Bewusstsein um Seine Preiswürdigkeit vorenthalten, dann hätten sie freizügig über Seinen Segen verfügt, über all das, was Er ihnen von Seinen immer wiederkehrenden Begünstigungen versprach.Sie hätten sich an Seinen Geschenken bereichert, ohne Ihm je dafür zu danken. Und, wären sie so, dann hätten sie sich über die Verhältnisse der Menschlichkeit hinweggesetzt hinein in die Grenzen des Tierischen. Sie hätten sich entsprechend der Beschreibung in seinem Buche entwickelt, worin Er sagt:„Sie sind nur wie das Vieh – nein, sie sind mehr vom Weg abgeirrt!“Und Lobpreisung gebührt Allah für das, was Er uns über sich Selbst lehrte, dafür, dass Er in uns die Dankbarkeit zu Ihm bewirkt hat, dass Er in uns die Dankbarkeit zu Ihm bewirkt hat, dass Er in uns die Tore des Wissens über Seine Gottheit geöffnet hat, dass Er uns zur Aufrichtigkeit in der Bezeugung Seiner Einheit geführt hat, und dass Er uns davor bewahrte, uns gegen Seinen Befehl aufzulehnen, geschweige denn auch nur Zweifel daran zu hegen. Eine Lobpreisung, damit uns ein Leben inmitten Seiner Ihn lobpreisenden Geschöpfe beschieden sein mag, auf dass wir diejenigen überholen, die darum wetteifern, Sein Wohlgefallen und Seine Vergebung zu gewinnen.Eine Lobpreisung, durch die Er uns die Finsternis der Spanne zwischen unserem Tode und dem Tage des Gerichts erhellen möge und uns den Weg der Wiederauferstehung erleichtere und unseren Rang unter den Zeugen erhöhen möge an dem Tag, da „jede Seele belohnt werden wird für das, was sie verdient, und kein Unrecht soll sie leiden“; dem Tag, an dem ein Freund dem Freunde nichts nützt, und sie keine Hilfe finden werden.Eine Lobpreisung, das von uns aus bis hin zum höchsten der hohen Himmel erschallt, in einem„geschriebenen Buch, bezeugt von denen, die Gott nahe stehen.“Eine Lobpreisung, durch die wir vom schmerzhaften Feuer Gottes befreit und in Seine gnadenreiche Nähe geführt werden.Eine Lobpreisung, durch die wir die Engel in Seiner nächsten Nähe bewegen, ihr Mitleid über uns zu ergießen und wodurch wir Seinem Propheten, den Gesandten zusammentreffen in einer Stätte der Ewigkeit, die nicht vergeht, dem Platz Seiner Großzügigkeit, die sich nicht verändert.Und Lobpreisungen gebührt Gott, denn Er hat die Herrlichkeiten Seiner Schöpfung für uns ausgesucht, Er hat uns die angenehmen Dinge der Versorgung gewährt, und er hat uns die Auszeichnung verliehen, über die gesamte Schöpfung zu herrschen; jedes Seiner Geschöpfe unterwirft sich und durch Seine Kraft und gehorcht uns durch Seine Macht.Und Lobpreisung gebührt Gott, denn Er hat uns mit Organen zum Ausdehnen ausgestattet, Er hat uns die Organe zum Zusammenziehen gegeben, uns die Lebensgeister eingehaucht, uns mit Gliedern zum Handeln versehen; Er nährte uns mit den angenehmen Dingen der Versorgung, befreite uns von Bedürftigkeit durch Seine Gnade und verhalf uns durch Seine Güte zum Wohlstand. Dann hat Er uns befohlen, gewisse Dinge zu tun, um unsere Demut zu prüfen. Wir aber wandten uns vom Pfade Seines Befehls ab und schlugen Seine Warnungen in den Wind. Dennoch trieb Er uns nicht eilends Seiner Bestrafung entgegen, noch drängte Er uns Seiner Vergeltung zu. Nein, in Seinem großzügigen Erbarmen ließ Er uns langsam vorangehen und erwartete in Seiner Milde gütig unsere Rückkehr.Und Lobpreisung gebührt Gott, denn Er zeigte uns den Weg der Reue, den wir nicht gewonnen hätten außer durch seine Gnade. Hätten wir außer diesem nichts als Seine Gnade aufzuzählen, selbst dann wäre Sein Urteil über uns gut. Seine Güte zu uns großartig, Seine Freigiebigkeit für uns immens. Denn so ist Er bezüglich der Reue mit früheren Völkern nicht verfahren. Er hat diese Bürde, die wir nicht hätten ertragen können, von uns genommen, hat er uns nur unsere Fähigkeit entsprechend Pflichten auferlegt. Er hat uns nur auferlegt, was einfach ist und hat niemanden von uns einen Vorwand oder eine Entschuldigung gelassen. So ist der Zugrundegehende unter uns jener, der trotz Ihm zugrunde geht und er Glückliche unter uns jener, der Ihn anfleht. Und Lobpreisung gebührt Gott mit allen Lobpreisungen Seiner Engel, die Ihm nahe sind, Seiner Geschöpfe, die in Seinen Augen am ehrbarsten sind, und eine Lobpreisung, die andere Lobpreisungen übertrifft wie unser Herr all Seine Geschöpfe übertrifft.Daher gebührt Ihm die Lobpreisung für jede einzelne Seiner Gnaden, mit denen Er uns und alle Seine Diner, die Dahingegangen und die noch Kommenden, überschüttet hat, und für jede Seiner Gnaden soll sich die Zahl der Lobpreisungen vermehren und vervielfachen, immer und ewig, bis zum Tag der Auferstehung; eine Lobpreisung, die kein äußerstes Ende kennt, deren Anzahl nicht berechnet werden kann, deren Grenze nicht erreicht werden kann, deren Zeitraum nicht begrenzt werden kann;Eine Lobpreisung, die eine Verbindung zum Gehorsam für Ihn und zu Seiner Vergebung wird, ein Band zu Seinem Wohlgefallen, ein Mittel zu Seiner Vergebung, ein Weg zu Seinem Garten, ein Schutz vor Seiner Verdammnis, eine Sicherheit vor Seinem Zorn, eine Hilfe, um Ihm gehorsam zu sein, ein Hindernis vor dem Ungehorsam Ihm gegenüber, eine Unterstützung bei der Erfüllung Seiner Rechte und Seiner Verpflichtungen:Eine Lobpreisung, die uns glückselig unter Seinen glückseligen Freunden macht und uns in die Reihe jener bringt, die durch das Schwert Seiner Feinde Märtyrer wurden. Er ist ein Freund, lobenswert.

Dua Jauschan al-Kabir [Teil 2]

Dua Jauschan al-Kabir [Teil 2]

51.O Du vortrefflicher Geliebter O Du vortrefflicher Heiler O Du vortrefflicher Abrechner O Du vortrefflicher Naher O Du vortrefflicher Aufmerksamer O Du vortrefflicher Beantworter O Du vortrefflicher Vertrauter O Du vortrefflicher Treuhänder O Du vortrefflicher Herr O Du vortrefflicher VerbündeterEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!52.O Du  Freude der Wissenden O Du  Verlangter der Verlangenden O Du  Beistand der Sehnsüchtigen O Du  Geliebter der Reumütigen O Du  Ernährer der Bedürftigen O Du  Hoffnung der Sünder O Du  Aufheiterer der Besorgten O Du  Tröster der Bedrückten O Du  Aufmunterer der Traurigen O Du  Gott der Ersten und der LetztenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!53.O Du Heer des Paradieses und der Hölle O Du Heer der Propheten und der Rechtschaffenen O Du Heer der Wahrheitsliebenden und der Frommen O Du Heer der Kleinen und der Großen O Du Heer der Samenkörner und der Früchte O Du Heer der Flüsse und der Bäume O Du Heer der Wüsten und der Steppen O Du Heer der Diener und der Freien O Du Heer des Enthüllten und der Geheimnisse O Du Heer der Nacht und des TagesEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!54.O Du, Dessen Wissen alles umfasst O Du, Dessen Blick alles durchdringt O Du, Dessen Macht alles erreicht O Du, Dessen Gunstbeweise Deine Diener nicht zählen können O Du, Dessen Dank die Geschöpfe nicht in angemessener Weise erbringen O Du, Dessen Majestät der Verstand nicht begreifen kann O Du, Dessen wahre Beschaffenheit die Vorstellungskraft nicht erkennen kann O Du, Dessen Größe und Herrlichkeit  Dein Gewand sind O Du, Dessen unumschränkte Macht und Respekt  Dein Glanz sind O Du, Dessen Kraft und Stärke Deine ewige Existenz istEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!55.O Du Besitzer des höchsten Ideals O Du Besitzer der höchsten Eigenschaften O Du Besitzer von Jenseits und Diesseits O Du Besitzer des Paradieses O Du Besitzer von Hölle und Flammen O Du Besitzer der größten Wunder O Du Besitzer der schönsten Namen O Du Besitzer von Urteil und Entscheidung O Du Besitzer der höchsten Himmel O Du Besitzer des Throns und der ErdeEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!56.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Vergeber O Du Verzeihender O Du Liebevoller O Du Dankbarer O Du Geduldiger O Du Mitleidsvoller O Du Sanftmütiger O Du Hochheiliger O Du Lebendiger O Du BeständigerEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!57.O Du, Dessen Größe im Himmel offenbar wird O Du, Dessen Wunder auf der Erde zu betrachten sind O Du, Dessen Beweise in allem zu finden sind O Du, Dessen Wunderlinge im Meer aufzuspüren sind O Du, der Du die Geschöpfe zunächst erschaffst und dann zu Dir zurückkehren lässt O Du, Dessen Schätze die Berge zieren O Du, der Du alles in Schönheit erschaffst O Du, zu dem alles auf Deinen Befehl hin zurückkommt O Du, Dessen Nachsicht sich in allem zeigt O Du, der Du Deine Geschöpfe von Deiner Macht unterrichtestEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!58.O Du Geliebter derer, die keinen Geliebten haben O Du Heiler derer, die keinen Heiler haben O Du, der Du jenen antwortest, denen niemand antwortet O Du, der Du für jene sorgst, für die niemand sorgt O Du Gefährte derer, die keinen Gefährten haben O Du Fürsprecher derer, die keinen Fürsprecher haben O Du Beistand derer, die keinen Beistand haben O Du Wegweiser derer, die keinen Wegweiser haben O Du Führer derer, die keinen Führer haben O Du Erbarmer derer, die keinen Erbarmer habenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!59.O Du, der Du den Bedürftigen genügst O Du Wegweiser all derer, die Deine Wegweisung suchen O Du Beschützer aller Schutz Suchenden O Du, der Du aller einlädst, die Dich einladen O Du Heiler all derer, die Dich um Heilung bitten O Du Richter all derer, die um Dein Urteil bitten O Du Bereicherer all derer, die Dich um Deinen Reichtum bitten O Du, der Du all jenen in vollem Umfang gibst, die Dich um alles bitten O Du, der Du all diejenigen stärkst, die Dich um Deine Stärke bitten O Du Freund derer, die Dich um Deine Freundschaft bittenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!60.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Erster O Du Letzter O Du Offenkundiger O Du Verborgener O Du Schöpfer O Du Ernährer O Du Treuer O Du Vormaliger O Du treibende Kraft O Du Spalter (des Korns)Ehre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!61.O Du, der Du Nacht und Tag einander abwechseln lässt O Du, der Du Dunkelheit und Licht erschufst O Du, der Du Schatten und Hitze hervorbrachtest O Du, der Du Dir Sonne und Mond dienstbar machtest O Du, der Du Tod und Leben erschufst O Du, dem Schöpfung und Befehl gehören O Du, der Du Dir weder Ehefrau noch Kinder nimmst O Du, der Du in Deiner Herrschaft keinen Partner hast O Du, der Du keinen Freund besitzt, der Dich vor Demütigung bewahrte O Du, dem Macht und Stärke gehörenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!62.O Du, der Du die Hoffnungen der Verlangenden kennst O Du, der Du die Bedürfnisse der Bedürftigen besitzt O Du, der Du das Schluchzen der Ohnmächtigen hörst O Du, der Du das Weinen der Ängstlichen siehst O Du, der Du die Gedanken der Stummen kennst O Du, der Du die Reue der Bereuenden siehst O Du, der Du die Entschuldigung der Reumütigen annimmst O Du, der Du die Taten der Sünder nicht in Ordnung bringst O Du, der Du die Werke der Rechtschaffenen nicht vorkommen lässt O Du, der Du die Herzen der Weisen nicht im Stich lässtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!63.O Du, Dessen Ewigkeit immer währt O Du, der Du Fehler verzeihst O Du, der Du Gebete erhörst O Du, Dessen Gunstbeweise allumfassend sind O Du, der Du die Himmel erhörst O Du, der Du das Unglück beseitigst O Du, Dessen Lob groß ist O Du, Dessen Glanz ohne Anfang ist O Du unendlich Treuer O Du, Dessen Belohnung Ehre versprichstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!64.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Verzeiher O Du Verhüller O Du Bezwinger O Du Allmächtiger O Du Ausdauernder O Du Ernährer O Du alle Türen Öffnender O Du Allwissender O Du Beschenker O Du Reue AnnehmenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!65.O Du, der Du mich erschaffen und geformt hast O Du, der Du mich ernährt und aufgezogen hast O Du, der Du mich mit Speisen und Getränken versorgt hast O Du, der Du mich in Deine Nähe vorgelassen hast O Du, der Du mich beschützt hast O Du, der Du mich behütet und meine Sünden verborgen hast O Du, der Du mir Erfolg geschenkt und den rechten Weg gewiesen hast O Du, der Du mich gefördert und bereichert hast O Du, der Du mich hast sterben und dann wieder leben lassen O Du, der Du mir vertraut warst und mir Unterkunft gewährtestEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!66.O Du, der Du mit Deinen Worten die Wahrheit sprichst O Du, Dessen Herrschaft nicht in Frage gestellt werden kann O Du, Dessen Urteil nicht zurückgewiesen werden kann O Du, der Du zwischen dem Menschen und seinem Herzen stehst O Du, der Du die Reue Deiner Diener annimmst O Du, ohne Dessen Erlaubnis keine Fürsprache erfolgreich ist O Du, in Dessen rechter Hand die Himmel zusammengerollt sind O Du, der Du jeden kennst, der von Deinem Weg abweicht O Du, den der Donner aus Dankbarkeit und die Engel vor Furcht preisen O Du, der Du die Winde als Vorboten in die Hand Deiner Dankbarkeit schickstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!67.O Du, der Du die Welt zur Wiege machtest O Du, der Du die Berge zu Pflöcken machtest O Du, der Du die Sonne zu einer Lampe machest O Du, der Du den Mond zu einem Licht machtest O Du, der Du die Nacht zu einem Gewand machtest O Du, der Du den Tag zum Lebensunterhalt machtest O Du, der Du den Schlaf zum Ausruhen machtest O Du, der Du den Himmel zum Firmament machtest O Du, der Du die Dinge als Paare erschufst O Du, der Du das Feuer zu einem Beobachtungsposten machtestEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!68.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Fürsprecher O Du Erhörer O Du Aufrichter O Du Verhinderer O Du Einzigartiger O Du Behender O Du Überbringer guter Kunde O Du Warner O Du Allmächtiger O Du zu allem FähigerEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!69.O Du Lebender vor allem, was lebte O Du Lebender nach allem, was leben wird O Du Lebender, dem nichts ähnlich ist O Du Lebender, dem kein Lebewesen gleicht O Du Lebender, der Du keine Lebewesen als Partner hast O Du Lebender, der Du auf kein Lebewesen angewiesen bist O Du Lebender, der Du alle Lebewesen sterben lässt O Du Lebender, der Du alle Lebewesen ernährst O Du Lebender, der Du die Toten wiederbelebst O Du Lebender, der Du niemals stirbstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!70.O Du, Dessen Erinnerung unvergesslich ist O Du, Dessen Licht unauslöschlich ist O Du, Dessen Lob unermesslich ist O Du, Dessen Attribute unveränderlich sind O Du, Dessen Gunstbeweise unzählbar sind O Du, Dessen Herrschaft unvergänglich ist O Du, Dessen Herrlichkeit berauschend ist O Du, Dessen Urteil keinen Widerspruch duldet O Du, Dessen Eigenschaften nicht austauschbar sind O Du, Dessen Vollkommenheit unvorstellbar istEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!71.O Du Herr der Welten O Du Herr des jüngsten Tages O Du, der Du die Ausdauernden liebst O Du, der Du die Reumütigen liebst O Du, der Du die Reinen liebst O Du, der Du die Wohltätigen liebst O Du, der Du der Wohlwollendste aller Hilfe Leistenden bist O Du, der Du der Wohlwollendste aller Unterscheidenden bist O Du, der Du der Wohlwollendste aller Dankbaren bist O Du, der Du die Zwietracht Säenden genau kennstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!72.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Urheber O Du Wiederhersteller O Du Behüter O Du alles Umgebender O Du Lobenswerter O Du Ruhmreicher O Du Ernährer O Du Beistand Gewährender O Du Kraft Spender O Du DemütigenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!73.O Du, der Du ein Einziger ohne Ebenbild bist O Du, der Du ein Einzelner ohne Partner bist O Du, der Du unvergänglich ohne Makel bist O Du, der Du einzigartig und ohne Teilhaber bist, O Du, der Du ein Herr ohne Helfer bist O Du, der Du reich bist, ohne arm zu sein O Du, der Du ein unumschränkter unstürzbarer Herrscher bist O Du, der Du ein Souverän ohne Schwäche bist O Du, der Du ohne Ideal existierstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!74.O Du, Dessen Erinnerung denen, die sich erinnern, zur Ehre gereicht O Du, Dessen Dank für die Dankbaren einen Triumph gleichkommt O Du, Dessen Lob der Stolz der Preisenden ist O Du, Dessen Gehorsam für die Gehorsamen die Rettung bedeutet O Du, Dessen Tür den Bedürftigen offen steht O Du, Dessen Weg für die Gläubigen klar erkennbar ist O Du, Dessen Zeichen den Schauenden Beweise sind O Du, Dessen Buch ein Schreiben für die Überzeugten ist O Du, Dessen Vergebung die Zuflucht der Sünder ist O Du, Dessen Erbarmen den Wohltätigen nahe istEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!75.O Du, Dessen Name gesegnet ist O Du, Dessen Stellung gehoben ist O Du, Dessen Lobpreis erhaben ist O Du, außer dem es keine Gottheit gibt O Du, Dessen Namen heilig sind O Du, Dessen Beständigkeit ewig währt O Du, Dessen Größe Sein Glanz ist O Du, Dessen Herrlichkeit sein Gewand ist O Du, Dessen Wohltaten unermesslich sind O Du, Dessen Gunst beweise unzählbar sindEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!76.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Helfer O Du Verkünder O Du Vertrauenswürdiger O Du Gedachter O Du Starker O Du Kräftiger O Du Zeuge O Du Besonnener O Du Lobenswerter O Du RuhmreicherEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!77.O Du, dem der ruhmreiche Thron gehört O Du, dem die treffende Rede gehört O Du, dem die angemessene Gnade gehört O Du, dem die starke Kraft gehört O Du, dem die Versprechen und die Drohungen gehören O Du Naher, der Du nicht fern bist O Du lobenswerter Freund O Du, der Du Zeuge aller Dinge bist O Du, der Du Deinen Dienern gegenüber niemals ungerecht bist O Du, der Du dem Menschen näher als seine Halsschlagader bistEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!78.O Du, der Du weder Partner noch Helfer hast O Du, dem nichts gleich oder ähnlich ist O Du Schöpfer der Sonne und des leuchtenden Mondes O Du dem unglücklichen Armen Reichtum Schenkender O Du Ernährer des kleinen Kindes O Du Erbarmer des alten Menschen O Du Beschützer des ängstlichen Hilfe Suchenden O Du, der Du Deinen Diener siehst O Du, der Du die Bedürfnisse Deiner Diener kennst O Du, der Du aller Dinge mächtig bistEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!79.O Du, dem Großzügigkeit und Gunstbeweise gehören O Du, dem Gunst und Gnade gehören O Du, dem Pein und Vergeltung gehören O Du Schöpfer der Atome und des Atems O Du, der Du Araber wie Nichtaraber gleichermaßen inspirierst O Du, der Du Schaden und Schmerz beseitigst O Du, der Du Geheimnisse und Absichten kennst O Du, dem die Ka´ba gehört O Du, der Du die Dinge aus dem Nichts heraus erschaffstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!80.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Gerechter O Du Annehmer O Du Gunst Verleihender O Du Handelnder O Du Bürge O Du Bewirker O Du Vollkommener O Du Hervorbringer O Du Verlangender O Du, nach dem verlangt wirdEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!81.O Du, der Du mit Deiner Macht Wohltaten erwiest O Du, der Du mit Deiner Fülle Ehrenbezeugungen erwiest O Du, der Du mit Deiner Nachsicht zurückkehrtest O Du, der Du mit Deiner Macht Kraft spendetest O Du, der Du mit Deiner Weisheit alles bewertetest O Du, der Du mit Deinem Kalkül über alles richtetest O Du, der Du mit Deinem Wissen alles vorausplantest O Du, der Du mit Deiner Nachsicht vergabst O Du, der Du mit Deiner Erhabenheit nah warst O Du, der Du mit Deiner Nähe erhaben warstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!82.O Du, der Du erschaffst, was Du willst O Du, der Du tust, was Du willst O Du, der Du auf den rechten Weg führst, wen Du willst O Du, der Du irreführst, wen Du willst O Du, der Du verzeihst, wem Du willst O Du, der Du bestrafst, wen Du willst O Du, der Du Reue nimmst, von wem Du willst O Du, der Du im Mutterleib formst, wie Du willst O Du, der Du in der Schöpfung vermehrst, was Du willst O Du, der Du Dein Erbarmen schenkst, wem Du willstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!83.O Du, der Du Dir weder Ehefrau noch Kinder nimmst O Du, der Du an Deiner Herrschaft niemanden Teil haben lässt O Du, der Du allem ein Maß gabst O Du, Dessen Barmherzigkeit niemals vergeht O Du, der Du die Engel zu Gesandten machest O Du, der Du im Himmel Sternzeichen bildest O Du, der Du die Erde zum Wohnsitz machtest O Du, der Du den Menschen aus Wasser hervorbrachtest O Du, der Du alles mit Zahlen berechnetest O Du, Dessen Wissen alles umfasstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!84.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Einziger O Du Einzelner O Du Einer O Du Unvergänglichster O Du Ruhmreichster O Du Stärkster O Du Majestätischster O Du Wahrhaftigster O Du Rechtschaffenster O Du EwigerEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!85.O Du Wissen derer, die Dich kennen O Du Angebeteter derer, die Dich anbeten O Du, der Du denen dankbar bist, die Dir danken O Du Erwähnter derer, die Dich erwähnen O Du Gepriesener derer, die Dich preisen O Du, der Du denen bist, die nach Dir verlangen O Du Gerühmter derer, die Dich als Gott erklären O Du Geliebter derer, die Dich lieben O Du, der Du von denen angestrebt wirst, die Dich begehren O Du Ziel derer, die Dich häufig besuchenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!86.O Du, außer Dessen Herrschaft es keine Herrschaft gibt O Du, Dessen Lob Deine Diener nicht ermessen können O Du, Dessen Majestät Deine Diener nicht beschreiben können O Du, Dessen Vollkommenheit die Augen nicht wahrnehmen können O Du, Dessen Attribute der Verstand nicht begreifen kann O Du, Dessen Herrlichkeit die Gedanken nicht erreichen können O Du, Dessen Eigenschaften die Menschen nicht angemessen beurteilen können O Du, Dessen Urteil die Diener nicht Widerlegen können O Du, Dessen Zeichen in allen Dingen sichtbar sindEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!87.O Du Geliebter der Weinenden O Du Schütze der Vertrauenden O Du, der Du den Felgleitenten den rechten Weg weist O Du Freund der Gläubigen O Du Vertrauter der sich Erinnernden O Du Mächtigster der Mächtigen O Du Scharfsichtigster der Schauenden O Du Intelligentester der Wissenden O Du Unterschlupf der Betrübten O Du Helfer derer, die helfenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!88.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Großzügiger O Du Größe Verleihender O Du Spender von Gunstbeweisen O Du Gewährer O Du Bereicherer O Du Leben Schenkender O Du Urheber O Du zufrieden Steller O Du Erlöser O Du WohltäterEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!89.O Du allem Genügender O Du über allem Stehender O Du, dem nichts ähnelt O Du, Dessen Herrschaft durch nichts gesteigert wird O Du, in Dessen Schatzkammer es an nichts fehlt O Du, dem nichts verborgen bleibt O Du, dem nichts ebenbürtig ist O Du, der Du die Schlüssel zu allen Dingen in der Hand hältst O Du, Dessen Barmherzigkeit alles umfasst O Du, der Du alles bestehen und vergehen lässtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!90.O Du, außer dem niemand das Verborgene kennt O Du, außer dem niemand das Böse beseitigt O Du, außer dem niemand den Befehl führt O Du, außer dem niemand die Sünden verzeihst O Du, außer dem niemand die Herzen prüft O Du, außer dem niemand die Schöpfung erschafft O Du, außer dem niemand die Wohltaten vollendet O Du, außer dem niemand den Regen herab sendet O Du, außer dem niemand die Toten wieder belebt O Du, außer dem bestimmt niemand wirklich bereichertEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!91.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Beseitiger O Du Erleichterer O Du Öffner O Du Retter O Du Garant O Du Gebieter O Du Verbieter O Du Hoffnung O Du Erhoffter O Du große HoffnungEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!92.O Du Unterstützer der Schwachen O Du Schatz der Armen O Du Gefährte der Fremden O Du Helfer der Freunde O Du Bezwinger der Feinde O Du Aufrichter der Himmel O Du Beseitiger des Unglücks O Du Vertreter der Freunde O Du Geliebter der Frommen O Du Gott der ReichenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!93.O Du Anfang und Ende aller Dinge O Du Gott und Gestalter aller Dinge O Du Ernährer und Schöpfer aller Dinge O Du Erschaffer und Herrscher aller Dinge O Du Begrenzer und Erweiterer aller Dinge O Du Ursprung und Wiederkehr aller Dinge O Du Veranlasser und Bewerter aller Dinge O Du Erzieher und Verwalter aller Dinge O Du Zusammenroller und Verwandler aller Dinge O Du Lebensspender und Lebensnehmer aller DingeEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!94.O Du Wohlwollendster aller Erwähnenden und Erwähnten O Du Wohlwollendster aller Dankenden und Bedankten O Du Wohlwollendster aller Lobenden und Gelobten O Du Wohlwollendster aller Bezeugenden und Bezeugten O Du Wohlwollendster aller Anbetenden und Angebeteten O Du Wohlwollendster aller Antwortenden und all derer, denen geantwortet wird O Du Wohlwollendster aller Vertrauen Empfindenden und Vertrauten O Du Wohlwollendster aller Gefährten und Genossen O Du Wohlwollendster aller Ziele, o Du Wohlwollendster aller Wünsche O Du Wohlwollendster aller Liebenden und GeliebtenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!95.O Du, der Du jenen, die Dich rufen, antwortest O Du, der Du jene, die Dir gehorchen, liebst O Du, der Du jenen, die Dich lieben, nahe bist O Du, der Du um jene weißt, die zu Dir streben O Du, der Du gegenüber jenen, die auf Dich hoffen, großzügig bist O Du, der Du jene, die gegen Dich aufsässig sind, mit Nachsicht behandelst O Du, der Du der Du in Deiner Nachsicht weise bist O Du, der Du in deinem Urteil majestätisch bist O Du, der Du in Deiner Größe barmherzig bist O Du, der Du in Deiner Wohltätigkeit ohne Anfang bistEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!97.Oh Du, den das Hören (von einer etwas) nicht vom Hören (etwas anderem) ablenkt Oh du, den das Vernichten (von einer Arbeit) nicht vom Verrichten (einer anderen) abhält Oh Du, den das Aussprechen (eines Wortes) nicht am Aussprechen (eines anderen) hindert Oh Du, der Du durch das Stellen (einer Frage) nicht vom Stellen (einer anderen) abgebracht wirst Oh Du, der Du des Drängens der Beharrlichen nicht überdrüssig wirst Oh Du, der Du die Brüste der Gläubigen durch Hingabe weitetest Oh Du, der Du die Herzen der Bescheidenen durch Dein Gedenken erleichterst Oh Du, der Du den  Herzen der Sehnsüchtigen niemals fern bist Oh Du, der Du dem Streben der Strebenden Ziel bist Oh Du, dem in den Welten nichts verborgen bleibtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!98.Oh Du, dessen Wissen von Anbeginn an existiert Oh Du, dessen Versprechen aufrichtig ist Oh Du, dessen Nachsicht offenkundig ist Oh Du, dessen Befehl dominiert Oh Du, dessen Buch unmissverständlich ist Oh Du, dessen Urteil existiert Oh Du, dessen Quran ruhmreich ist Oh Du, dessen Herrschaft ohne Anfang ist Oh Du, dessen Gunst beständig ist Oh Du, dessen Thron herrlich ist Ehre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!99.Oh Du Herr aller Herren Oh Du Öffner aller Türen Oh Du Urheber aller Gründe Oh Du Gewährer aller Belohnungen Oh Du der die Wahrheit inspirierte Oh Du Erschaffer der Wolken Oh Du, dessen Strafen hart sind Oh Du, dessen Abrechnung schnell erfolgt Oh Du, zu dem die Rückkehr ist Oh Du, Verzeihender Oh Du gnädiger VergebenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!100.Ich flehe Dich durch deine Namen an:Oh Du unsere Herr Oh Du unser Gott Oh Du unsere Meister Oh Du unser Freund Oh Du unser Erretter Oh Du unser Behüter Oh Du unser Allmächtiger Oh Du unser Ernährer Oh Du unser Wegweiser Oh Du unser BeistandEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!

Dua Jauschan al-Kabir [Teil I]

Das Wort „Jauschan“ ist persischen Ursprungs. Es bedeutet eigentlich so viel wie „(Schutz-)Schild. Aber es bezeichnet auch zwei Gebete, nämlich Jauschan al-Kabir und Jawschan al Saghir (großes und kleines Schild) die auf den Propheten (ص) zurückgehen und von der Ahl-ul-Bayt (ع) überliefert wurden.Jauschan al-Kabir wurde von Imam Musa al-Kazem (ع) überliefet. Seine Überlieferungskette reicht von Musa al-Kazem (ع) über Jaafar ibn Mohammad as-Sadiq (ع), Mohammad ibn Ali al-Baqir (ع), Ali ibn al-Husayn (ع), Husayn ibn Ali (ع) und Ali ibn Abi Talib (ع) bis zum Propheten (ص) zurück.Dieses Bittgebet wurde während eines Krieges offenbart. Wahrscheinlich wurde es im Krieg von Uhud überliefert, jedoch ganz genau weiß man es nicht mehr. Die Gefechte wurden unmittelbar vor der Offenbarung immer hitziger und intensiver. Der Prophet (ص) befürchtete, sein Körper werde von seiner Rüstung zerquetscht. Er öffnete seine Hände und betete zu Allah (swt). Da öffneten sich die Tore des Himmels. Der Erzengel Gabriel erschien und sprach zum Propheten (ص): „ Oh Mohammad, dein Herr schickt dir Seinen Frieden und Seinen Segen. Er möchte, dass du deine Rüstung ablegst und dieses Gebet sprichst. Es wird dir und deinen Anhängern einen bessren Schutz bieten!“1.Oh mein Gott, ich flehe Dich durch Deine Namen an:Gott Du Barmherziger Du Erbarmer Du Wissender Du Sanftmütiger Du Herrlicher Du Weiser Du Anfangsloser Du Aufrechterhalter Du GroßzügigerEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!2.Oh Du Herr aller Herren Oh Du Erhörer aller Gebete Oh Du Besitzer aller guten Dinge Oh Du, der Du den Rang (Menschen) erhöhst Oh Du, Dessen Segen prächtig ist Oh Du, der Du uns unsere Fehler vergibst Oh Du, der Du die Katastrophen von uns fern hältst Oh Du, der Du alles hörst Oh Du, der Du die Wünsche erfüllst Oh Du, der Du die Geheimnisse und das Verborgene kennstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!3.Oh Du Seligster aller Vergeber Oh Du Seligster aller Helfer Oh Du Seligster aller Richter Oh Du Seligster aller Eroberer Oh Du Seligster aller Angebeteten Oh Du wahrer Besitzer aller Erben Oh Du Seligster aller Preisenden Oh Du Seligster aller Ernährer Oh Du Seligster aller Unterscheidenden Oh Du Seligster aller WohltäterEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!4.Oh Du Besitzer von Ehre und Schönheit Oh Du Besitzer von Herrschaft und Pracht Oh Du Besitzer von Allmacht und Vollkommenheit Oh Du, der Du groß und erhaben bist Oh Du, der Du unermesslich stark bist Oh Du, Dessen Strafen streng sind Oh Du, der Du schnell richtest Oh Du, bei dem sich die schönsten Belohnungen befinden Oh Du, bei dem sich die Mutter aller Bücher befindet Oh Du, der du die schweren Wolken erschaffstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!5.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:Oh Du Gnädiger Oh Du Großzügiger Oh Du gerecht Waltender Oh Du Vergeber Oh Du Beweis Oh Du unumschränkter Herrscher Oh Du Erhabener Oh Du, bei dem wir Beistand suchen Oh Du Besitzer der Gunst und der Beredsamkeit Oh Du, der Du uns Sicherheit gibtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!6.Oh Du, Dessen Größe sich alles unterwirft Oh Du, Dessen Allmacht sich alles unterordnet Oh Du, vor Dessen Ehre sich alles erniedrigt Oh Du, Dessen Würde alles Folge leistet Oh Du, Dessen Herrschaft sich alles fügt Oh Du, aus Furcht vor dem sich alles beugt Oh Du, aus Furcht vor dem sich die Berge spalten Oh Du, Dessen Befehl die Himmel aufrecht erhält Oh Du, mit Dessen Erlaubnis die Erde von Bestand ist Oh Du, der Du nicht ungerecht gegen die Bewohner des Königreichs handelstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!7.Oh Du, der Du Sünden verzeihst Oh Du, der Du das Unheil beseitigst Oh Du letzte Instanz der Hoffnungen Oh Du, Dessen Gaben reichlich sind Oh Du, Dessen Geschenke außerordentlich sind Oh Du, der Du Deine Geschöpfe ernährst Oh Du Richter über Leben und Tod Oh Du, der Du die Klagen erhörst Oh Du Sender der Armeen Oh Du Befreier der GefangenenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!8.Oh Du Besitzer von Lob und Preis Oh Du Besitzer von Ruhm und Glanz Oh Du Besitzer von Ehre und Pracht Oh Du Besitzer des Vertrags und seiner Einhaltung Oh Du Besitzer von Vergebung und Zufriedenheit Oh Du Besitzer von Gunst und Güte Oh Du Besitzer von Entscheidung und Urteil Oh Du Besitzer von Macht und Ewigkeit Oh Du Besitzer von Freigiebigkeit und Gunstbeweisen Oh Du Besitzer von Wohlwollen und LoyalitätEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!9.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:Oh Du Verhinderer Oh Du Verteidiger Oh Du Heilsamer Oh Du Hörender Oh Du Erhörender Oh Du Erschaffer Oh Du Fürsprecher Oh Du Versammler Oh Du weit Reichender Oh Du VermögenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!10.Oh Du Erschaffer alles Erschaffenen Oh Du Schöpfer aller Geschöpfe Oh Du Versorger all dessen, was versorgt wird Oh Du Herrscher aller Beherrschten Oh Du Erlöser aller Leidenden Oh Du Aufheiterer aller Bekümmerten Oh Du Erbarmer aller Erbarmungswürdigen Oh Du Beistand aller Enttäuschten Oh Du Verhüller aller Fehler Oh Du Zuflucht aller UnterdrücktenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!11.Oh Du mein Helfer in der Not Oh Du meine Hoffnung im Unglück Oh Du mein Vertrauter in der Einsamkeit Oh Du mein Gefährte in der Fremde Oh Du Wohltäter meines Glücks Oh Du Vertreiber meiner Sorgen Oh Du meine Stütze im Elend Oh Du meine Zuflucht im Notfall Oh Du mein Helfer in meiner Furcht Oh Du mein Wegweiser in meiner UnsicherheitEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!12.Oh Du, der Du das Verborgenen kennst Oh Du, der Du die Sünden vergibst Oh Du, der Du Fehler verhüllst Oh Du, der Du Sorgen vertreibst Oh Du, der Du Herzen schmückst Oh Du, der Du Herzen erleuchtest Oh Du, der Du Herzen heilst Oh Du, der Du von den Herzen geliebt wirst Oh Du, dem die Herzen vertrauenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!13.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:Oh Du Majestätischer Oh Du Schöner Oh Du Sachwalter Oh Du Bürge Oh Du Wegweiser Oh Du Begnadigender Oh Du Sachkundiger Oh Du Gütiger Oh Du Mächtiger Oh Du HerrscherEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!14.Oh Du Wegweiser der Verwirrten Oh Du Zuflucht der Zuflucht Suchenden Oh Du Schrei der um Hilfe Schreienden Oh Du Schutz der Schutz Suchenden Oh Du Zuflucht der Ungehorsamen Oh Du, der Du den Sündern vergibst Oh Du, der DU den Ängstlichen Sicherheit gibst Oh Du, der Du Dich der Schwachen erbarmst Oh Du, Vertrauter der Einsamen Oh Du, der Du den Ruf derer, die sich in einer Notlage befinden, erhörstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!15.Oh Du Besitzer von Freigebigkeit und Wohltätigkeit Oh Du Besitzer von Güte und Dankbarkeit Oh Du Besitzer von Sicherheit und Gnade Oh Du Besitzer von Heiligkeit und Vollkommenheit Oh Du Besitzer von Weisheit und Beredsamkeit Oh Du Besitzer von Barmherzigkeit und Zufriedenheit Oh Du Besitzer von Argument und Beweis Oh Du Besitzer von Größe und unumschränkter Macht Oh Du Besitzer von Vergebung und Verzeihung Oh DU Besitzer des Mitleids und des um Hilfe BittendenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!16.Oh Du, der Du der Herr von allem bist Oh Du , der Du Gott von allem bist Oh Du, der Du Schöpfer von allem bist Oh Du, der Du über allem stehst Oh Du, der Du vor allem da warst Oh Du, der Du nach allem sein wirst Oh Du, der Du alles weißt Oh Du, der Du Macht über alle Dinge besitzt Oh Du, der Du alles erschaffst Oh Du, der Du beständig bist, während alles andere vergänglich istEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!17.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:Oh Du Treuer Oh Du Beschützer Oh Du Urheber Oh Du Unterweiser Oh Du Verkünder Oh Du Erleichterer Oh Du Verschönerer Oh Du Verherrlicher Oh Du Helfer Oh Du Farbe GebenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!18.Oh Du, Dessen Besitz ewig ist Oh Du, Dessen Majestät groß ist Oh Du, Dessen unumschränkte Herrschaft immer während ist Oh Du, der Du Dein Dienern gegenüber barmherzig bist Oh Du, der Du alles weißt Oh Du, der Du nachsichtig gegenüber jenen bist, die Dich abweisen Oh Du, der Du gegenüber jenen, die auf Dich hoffen, großzügig bist Oh Du, der Du in Deinen Urteilen weise bist Oh Du, der Du in Deiner Herrschaft nachsichtig bist Oh Du, der Du in Deiner Nachsicht allwissend bistEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!19.Oh Du, außer Dessen Güte wir uns nichts erhoffen Oh Du, außer Dessen Gerechtigkeit wir nichts fürchten Oh Du, außer Dessen Rechtschaffenheit wir nichts erwarten Oh Du, außer Dessen Vergebung wir nichts erwarten Oh Du, außer Dessen Besitz nichts überdauert Oh Du, außer Dessen unumschränkter Macht es keine unumschränkte Macht gibt Oh Du, außer Dessen Beweis es keinen Beweis gibt Oh Du, Dessen Barmherzigkeit alles umschließt Oh Du, Dessen Barmherzigkeit Deinen Zorn übertrifft Oh Du, Dessen Wissen alles umfasstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!20.Oh Du Befreier von Sorgen Oh Du Beseitiger allen Leids Oh Du Vergeber von Sünden Oh Du, der Du Reue akzeptierst Oh Du Schöpfer des Geschöpfer Oh Du, der Du Deinem Versprechen treu bist Oh Du, Ernährer der Kinder Oh Du, der Du Deinen Vertrag einhälst Oh Du, der Du das Verborgene kennst Oh Du, der Du die Samenkörner spaltestEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!21.Ich flehe Dich durch Deinen Namen an:Oh Du, Höchster Oh Du, Treuer Oh Du, Freund Oh Du, Reicher Oh Du, Füllender Oh Du, Reiner Oh Du, Zufriedner Oh Du , Offenbarer Oh Du, Verborgener Oh Du, StarkerEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!22.Oh Du, der Du das Schöne enthüllst Oh Du, der Du das Hässliche Verhüllst Oh Du, der Du das Verbrechen nicht gleich bestrafst Oh Du, der Du den Schleier nicht zerreißt Oh Du, Dessen Vergebung groß ist Oh Du, der Du Übertretungen ungestraft lässt Oh Du, Dessen Vergebung allumfassend ist Oh Du, Dessen Barmherzigkeit weitreichend ist Oh Du, Gefährte aller stillen Gebete Oh Du, letzte Instanz aller BeschwerdenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!23.Oh Du, Besitzer der im Überfluss vorhandenen Gnade Oh Du, Besitzer der weit reichenden Barmherzigkeit Oh Du, Besitzer der außerordentlichen Weisheit Oh Du, Besitzer der absoluten Macht Oh Du, Besitzer des schlagenden Arguments Oh Du, Besitzer der offenkundigen Großzügigkeit Oh Du, Besitzer der erhabenen Attribute Oh Du, Besitzer dauerhaften Ansehens Oh Du, Besitzer großer Stärke Oh Du, Besitzer vergangener GunstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!24.Oh Du, Richter aller Richter Oh Du, Gerechtester aller Gerechten Oh Du, Aufrichtigster aller Aufrichtigen Oh Du, Offenkundigster aller Offenkundigen Oh Du, Reinster aller Reinen Oh Du, Schönster aller Geschöpfe Oh Du, Schnellster all jener, die abrechnen Oh Du, der Du besser hörst als alle anderen Oh Du, Großzügigster der Großzügigen Oh Du, Barmherzigster der Barmherzigen Oh Du, der Du am erfolgreichsten Fürsprache einlegstEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!!25.Oh Du, Schöpfer der Himmel Oh Du, der Du die Finsternis hervorbrachtest Oh Du, der Du die Geheimnisse kennst Oh Du, der Du dich der Tränen erbarmst Oh Du, der Du die Blößen verhüllst Oh Du, der du das Unheil beseitigst Oh Du, der Du die Toten wieder erweckst Oh Du, der Du das Gute verstärkst Oh Du, der Du Segen herab sendest Oh Du, Dessen Bestrafung streng sindEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!26.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Gestalter O Du Bewerter O Du Bereiniger O Du Erleuchter O Du Versorger O Du Aufschieber O Du Erleichterer O Du Mahner O Du Verkünder O Du Vorsorge TreffenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!27.O Du Gott des heiligen Hauses O Du Gott des heiligen Monats O Du Gott der heiligen Moschee O Du Gott des heiligen Landes O Du Gott der Säule und des heiligen Ortes O Du Gott der heiligen Ka´ba O Du Gott des Erlaubten und des Verbotenes O Du Gott des Lichtes und der Finsternis O Du Gott der Begrüßung und des Grußes O Du Gott der Majestät und der GroßzügigkeitEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!28.O Du Stütze derer, die keine Stütze haben O Du Rückhalt derer, die keinen Rückhalt haben O Du Stolz derer, die keinen Stolz haben O Du Beistand derer, die keinen Beistand haben O Du Zufluchtsorts derer, die keinen Zufluchtsorts haben O Du Ruhm derer, die keinen Ruhm haben O Du Kraft derer, die keine Kraft haben O Du Unterstützer derer, die keinen Unterstützer haben O Du Vertrauter derer, die keinen Vertrauten haben O Du Reichtum derer, die keinen Reichtum habenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!29.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Unerschütterlicher O Du immer Währender O Du Erbarmer O Du Richter O Du Allwissender O Du Beschützer O Du gerechter Verteiler O Du Unfehlbare O Du Begrenzer O Du ErweitererEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!30.O Du Beschützer derer, die Deinen Schutz suchen O Du Erbarmer derer, die Dich um Erbarmen anflehen O Du Erretter derer, die Dich um Erlösung bitten O Du Hüter derer, die Sich Deiner Obhut anvertrauen O Du Wohltäter derer, die Deine Wohltaten ersterben O Du Wegweiser derer, die nach Deiner Weisung verlangen O Du Helfer derer, die Dich um Hilfe ersuchen O Du Beistand derer, die sich Deinen Beistand herbei sehnen O Du Schrei derer, die um Hilfe rufen O Du Vergeber derer, die sich deine Vergebung erhoffenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!31.O Du großzügig Verzeihender O Du, Dessen Gnade groß ist O Du, Dessen Wohlwollen ohne Anfang ist O Du, Dessen Kunst nachsichtig ist O Du, Dessen Nachricht beständigen ist O Du, der Du die Sorgen bewältigst O Du, der Du den Schaden beseitigst O Du, der Du die Reichtümer besitzt O Du, der Du gerecht richtestEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!32.O Du Allmächtiger, der Du unbesiegbar bist O Du Nachsichtiger, der Du nicht gewünscht wirst O Du Aufmerksamer, der Du niemals schläfst O Du Unerschütterlicher, der Du niemals vergehst O Du Lebendiger, der Du niemals stirbst O Du König, der Du niemals zugrunde gehst O Du Überlebender, der Du niemals untergehst O Du Allwissender, der Du niemals unwissend bist O Du Unvergänglicher, der Du nicht auf Nahrung angewiesen bist O Du Starker, der Du niemals schwach bistEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!33.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Einer O Du Finder O Du Bezeuger O Du Ruhmreicher O Du Wegweiser O Du Wiederbeleber O Du Erbe O Du Schaden Zufügender O Du Wohltäter O Du den rechten Weg WeisenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!34.O Du Prachtvollster aller Prachtvollen O Du Großzügigster aller Großzügigsten O Du Barmherzigster aller Barmherzigen O Du Richter aller Richter O Du, der Du mehr weißt als alle anderen O Du, der Du vor allem anderen existiertest O Du Größter aller Größten O Du Majestätischster aller Majestätischen O Du Kraftvollster aller Kraftvollen O Du Gütigster aller GütigenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!35.O Du, der Du Deine Versprechen erfüllst O Du, der Du in der Erfüllung Deiner Versprechen stark bist O Du, der Du in Deiner Stärke erhaben bist O Du, der Du in Deiner Erhabenheit nah bist O Du, der Du in Deiner Nähe nachsichtig bist O Du, der Du in Deiner Nachsicht ehrenhaft bist O Du, der Du in Deiner Ehrenhaftigkeit mächtig bist O Du, der Du in Deiner Macht groß bist O Du, der Du in Deiner Größe ruhmreich bist O Du, der Du in Deinem Ruhm lobenswert bistEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!36O Du, dem sich alles unterwirft O Du, für den alles existiert O Du, für den alles vorhanden ist O Du, dem gegenüber alles bereut O Du, vor dem sich alles fürchtet O Du, den alles preist O Du, der Du alles aufrecht erhältst O Du, dem alles gehorcht O Du, an den sich alles wendet O Du, außer Dessen Antlitz alles untergehtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!37.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du allem Genügender O Du Heiler O Du Treuer O Du Gesundheit Schenkender O Du Erhabener O Du Einladender O Du Zufriedener O Du Richter O Du Ewiger O Du den rechten Weg WeisenderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!38.O Du, außer dem es keinen Ausweg gibt O Du, außer dem es keinen Unterschlupf gibt O Du, außer dem es keine Zuflucht gibt O Du, außer dem man niemandem vertrauen kann O Du, außer dem es keine Ziele gibt O Du, außer dem es keine Befreiung gibt O Du, außer dem nichts verlangt wird O Du, außer dem nichts angebetet wird O Du, außer dem man niemanden um Hilfe bittet O Du, bei dem alle Kraft und alle Macht liegenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!39.O Du Wohlwollendster aller Ehrfurcht Gebietenden O Du Wohlwollendster aller Erwünschten O Du Wohlwollendster aller Begehrten O Du Wohlwollendster aller Verantwortlichen O Du Wohlwollendster aller Ziele O Du Wohlwollendster aller Erwähnten O Du Wohlwollendster aller Hilfreichen O Du Wohlwollendster aller Geliebten O Du Wohlwollendster aller Herabsendenden O Du Wohlwollendster all jener, deren Vertrauen man suchtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!40.O Du, der Du erschaffen und geordnet hast O Du, der Du bewehrt und den rechten Weg gewiesen hast O Du, der Du das Unheil vertreibst O Du, der Du die stillen Gebete erhörst O Du, der Du die Ertrinkenden rettest O Du, der Du die Zugrunde Gehenden birgst O Du, der Du die Kranken heilst O Du, der Du leben und sterben lässt O Du, der Du lachen und weinen lässt O Du, der Du vom rechten Weg abirren und zu Dir hinleiten lässtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!41.Ich flehe Dich durch Deine Namen:O Du Vergeber O Du Verhüller O Du Bezwinger O Du Mächtiger O Du Beobachter O Du Schöpfer O Du Dankbarer O Du Dich Erinnernder O Du Retter O Du BezwingerEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!42.O Du, dem zu Land und zu Wasser Wege offen stehen O Du, Dessen Zeichen die Horizonte schmücken O Du, Dessen Beweise in den Zeichen liegen O Du, Dessen Macht sich im Tode zeigt O Du, Dessen Ansehen sich in den Gräbern zeigt O Du, Dessen Herrschaft sich in der Auferstehung zeigt O Du, Dessen Respekt sich in der Rechenschaft zeigt O Du, Dessen Urteil sich auf der Waage zeigt O Du, Dessen Barmherzigkeit sich im Paradies zeigt O Du, Dessen Bestrafung sich im Feuer der Hölle zeigtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!43.O Du, zu dem die Ängstlichen fliehen O Du, bei dem die Sünder Unterschlupf suchen O Du, an den sich die Reuenden enden O Du, bei dem die Aufsässigen Zuflucht suchen O Du, den die Asketen begehren O Du, den diejenigen, die nicht im Irrtum sind, anflehen O Du, Dessen Vertrauen diejenigen, die nach ihm verlangen, suchen O Du, auf den die Wohltäter stolz sind O Du, auf den sich die Ergebenen verlassen O Du, der Du die Überzeugten Ruhe finden lässtEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!44.O Du Nächster aller Nahen O Du Liebster aller Lieben O Du Größter aller Großen O Du Kraftvollster aller Kraftvollen O Du Stärkster aller Starken O Du Reichster aller Reichen O Du Freigebigster aller Freigebigen O Du Mitleidvollster aller Mitleidvollen O Du Barmherzigster aller Barmherzigen O Du Majestätischster aller MajestätischenEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!45.Ich flehe Dich durch deine Deine Namen an:O Du Naher O Du Aufmerksamer O Du Geliebter O Du Beantworter O Du Abrechner O Du Heiler O Du Seher O Du Kündiger O Du Erleuchter O Du VerkünderEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!46.O Du unbesiegbare Sieger O Du unerschaffner Erschaffer O Du nie hervorgebrachter Schöpfer O Du souveräner König O Du unbezwingbare Bezwinger O Du Aufrichter, der Du niemals aufgerichtet wirst O Du Bewahrer, der Du niemals bewahrt wirst O Du Retter, der Du niemals gerettet wirst O Du Zeuge, der Du niemals verborgen bist O Du Naher, der Du niemals fern bistEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!47.O Du Licht aller Lichter O Du Erleuchter des Lichts O Du Gestalter des Lichts O Du Schöpfer des Lichts O Du Abschätzer des Lichts O Du Lenker des Lichts O Du Lichts, das vor allen Lichtern da war O Du Lichts, das nach allen Lichtern da sein wird O Du Lichts, das über allen Lichtern steht O Du Lichts, dem kein Licht ebenbürtig istEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!48.O Du, Dessen Gaben ehrenhaft sind O Du, Dessen Handeln nachsichtig ist O Du, Dessen Nachsicht beständig ist O Du, Dessen Wohltätigkeit ohne Anfang ist O Du, Dessen Wort die Wahrheit ist O Du, Dessen Versprechen aufrichtig ist O Du, Dessen Vergebung gnädig ist O Du, Dessen Bestrafung gerecht ist O Du, Dessen Erwähnung angenehm ist O Du, Dessen Vertrautheit köstlich istEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!49.Ich flehe Dich durch Deine Namen an:O Du Gewährer O Du Unterscheider O Du Veränderer O Du Erleichterer O Du Erniedriger O Du Offenbarer O Du Verwandler O Du Verschönerer O Du Vollender O Du BevorzugerEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!50.O Du, der Du siehst, aber nicht gesehen wirst O Du, der Du erschaffst, aber nicht erschaffen wurdest O Du, der Du den rechten Weg weist, dem aber nicht der Weg gewiesen wird O Du, der Du wiederbelebst, aber selbst nicht wiederbelebt wirst O Du, der Du speist, aber nicht gespeist wirst O Du, der Du beistehst, dem aber nicht beigestanden wird O Du, der Du richtest, über den aber nicht gerichtet wird O Du, der Du herrschst, aber nicht beherrscht wirst O Du, der Du weder zeugst noch gezeugt wirst O Du, dem niemand gewachsen istEhre sei Dir, neben dem es keine Gottheit gibt! Du bist Sicherheit und Frieden! Errette uns vor dem Feuer der Hölle!

Dou Faraj

Anmerkungen zur Aussprache der Transliteration: Ee = langes „ i “ W = wie das „W“ im Englischen Th = das englische „Th“ Z = weiches „S“ J = Dsch 3 wie 3ali 7 wie 7assan, 7ussein 2 wie in mascha2allahIlaahi 3athuma-l-balaa2 wa bari7a-l-khafaa2 wa-nkaschafa-l-ghitaa2 wa-nqata3a-r-rajaa2 wa dhaaqati-l-2ardh wa muni3ati-s-samaa2 wa anta-l-musta3aanu wa ilayka-l-muschtakaa wa 3alayka-l-mu3awwalu fi-l-schiddati wa-r-rakhaa2 allahumma salli 3ala mu7ammadin wa aali mu7ammad uli-l-2amri-l-latheena faradhta 3alayna taa3atahum wa 3arraftana bithaalika munzilatahum fafarriju 3anna bi7aqqihim farajan 3aajilan qareeban kalam7i-l-basari aw huwa aqrab ya  mu7ammadu ya 3aliy ya 3aliyyu ya mu7ammad ikfiyaani fa2innakuma kaafiyaan wa-nsuraani fa2innakuma naasiraan ya mawlaana ya saa7iba-z-zamaan alghauth alghauth alghauth adrikni adrikni adrikni assaa3ah assaa3ah assaa3ah al3ajal al3ajal al3ajal ya ar7ama-r-raa7imeen bi7aqqi mu7ammadin wa aalihi-t-taahireenOh Allah, furchtbar war das Unglück, und seine üblen Konsequenzen sind sichtbar, die Verhüllung wurde entfernt, (alle) Hoffnungen wurden abgeschnitten, die (massenhafte) Erde ist geschrumpft (sodass nur wenig verschont ist), die himmlischen Segnungen wurden zurückgehalten.Du allein kannst helfen, wir wenden uns mit unserer Sorge und unserem Kummer an Dich, wir haben volles Vertrauen in Dich, in der Zeit der Bedrängnis, wie auch in guten und glücklichen Zeiten.Oh Allah, sende Deine Segnungen auf Muhammad und seine reine Nachkommenschaft, denen wir aufgrund Deines Befehls gehorchen müssen, durch welchen wir ihrem Rang und Stellung gewahr werden, und lass Freude dem Schmerz für uns folgen, um ihren Willen, sofort, im Handumdrehen, noch rascher als das.Oh Muhammad, oh Ali, oh Ali, Oh Muhammad, gebt mir genug, denn ihr beide versorgt genügend. Helft mir, denn ihr beide helft und schützt. Oh unser Herr, oh Imam der Zeit, Hilf! Hilf! Hilf! Erreiche mich! Erreiche mich! Erreiche mich! Sofort, zu dieser Stunde! Sofort, zu dieser Stunde! Sofort, zu dieser Stunde! Schnell! Schnell! Schnell, oh Allbarmherziger, um den Willen Muhammads und seiner reinen Nachkommenschaft

Dua Tawasol

 Anmerkungen zur Aussprache der Transliteration: Ee = langes „ i “ W = wie das „W“ im Englischen Th = das englische „Th“ Z = weiches „S“ J = Dsch 3 wie 3ali 7 wie 7assan, 7ussein 2 wie in mascha2allahRufe auf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und argumentiere mit ihnen auf die beste Art. Wahrlich, dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Wege abgeirrt ist; und Er kennt am besten jene, die rechtgeleitet sind. (Qur’an, 16:125) Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen Oh Allah, ich flehe Dich an, und zu Dir wende ich mich, durch deinen Propheten, den Propheten der Gnade, Mohammed, möge Allah ihn und seine Nachkommenschaft segnen, und ihnen Frieden gewähren. Oh Abul-Qasim, Oh Bote Allahs Oh Führer der Gnade, Oh Fürsprecher der Gemeinschaft Oh unser Anführer, oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, stehe uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abul Hassan, oh Befehlshaber der Treuen, Oh ‚Ali, Sohn des Abu Talib, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der MenschheitBismillahi-r-ra7mani-r-ra7eem allahumma inni as2aluka wa atawajjahu ilayk binabiyyika nabiyyi-r-ra7mati mu7ammadin salla-llahu 3alayhi wa 2aali ya aba-l-qaasim, ya rasuulallah ya imama-r-ra7mati ya shafee3-al-ummati ya sayyidana wa mawlaana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llaahi-schfa3 lana 3inda-llah ya aba-l-7asan ya ameera-l-mu2mineena ya 3aliyya-bna abi taalibin ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihiOh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Fatima Zahra, Oh Tochter Mohammeds Oh Freude der Augen des Propheten Oh unsere Anführerin, oh unsere Meisterin, Wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, oh Vertraute Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu Mohammed, Oh Hassan, Sohn ‚Alis, oh Erkorener, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit.ya sayyidana wa maylaana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-schfa3 lana 3inda-llah ya faatimatu-z-zahraa2u ya binta mu7ammad ya qurrata 3ayni-r-rasuul ya sayyidatana wa mawlaatana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna biki ila-llah wa qaddamnaaki bayna yaday 7aajaatina ya wajeehatan 3inda-llah ishfa3i lana 3inda-llah
ya aba mu7ammad ya 7asana-bna 3aliy ayyuha-l-mujtaba ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihiOh Führer der Gnade, Oh Fürsprecher der Gemeinschaft Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Aba ‚Abd Allah, Oh Hussain, Sohn ‚Alis, Oh Märtyrer, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu Mohammed, Oh ‚Ali, Sohn Al Hussains, Oh Zayn Al Abidin, Oh Niederwerfender vor Allah, Oh Nachkomme des Boten Allahs,ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-schfa3 lana 3inda-llah
ya aba 3abdillah ya 7usaynabna 3aliy, ayyuha-sh-shaheed ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-schfa3 lana 3inda-llah ya aba-l-7asan, ya 3aliy-abna-l-7usayn ya zaynu-l-3aabideen ya-bna rasuuli-llah
Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu Ja’far, Oh Mohammed, Sohn ‚Alis, Oh Meistwissender, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu ‚Abd Allah,ya 7ujjata-llah 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlaana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya wajeehan 3inda-llahi-schfa3 lana 3inda-llah
ya aba ja3far ya mu7ammad bna 3aliy, ayyuha-l-baaqir ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llah ya aba 3abdillahOh Ja’far, Sohn Mohammeds, Oh Wahrhafter, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu Ibrahim, Oh Musa, Sohn Ja’fars, Oh Ruhiger, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor.ya ja3fara-bna mu7ammad, ayyuha-s-saadiq ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llahya aba ibraheem ya muusa-bna ja3far, ayyuha-l-kaazim ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llahOh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu al Hassan, Oh ‚Ali, Sohn Musas, Oh Hingebungsvoller, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu Ja’far, Oh Mohammed, Sohn ‚Alis, Oh großzügiger Taqi‘ and Frommer, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister. ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llah ya aba-l-7asan ya 3aliya-bna muusa, ayyuha-r-rida ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llahya aba ja3far ya mu7ammad-bna 3aliy, ayyhua-t-taqiyyu-l-jawaad ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlanawir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abul Hassan, Oh ‚Ali, Sohn Mohammeds, Oh Führer (Hadi) und Reiner (Naqi), Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Abu Mohammed, Oh Hassan, Sohn ‚Alis, Oh Weiser und Krieger, Oh Nachkomme des Boten Allahsinna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llahya aba-l-7asan, ya 3aliya-bna mu7ammad ayyuha-l-hadi-n-naqiy ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llahya aba mu7ammad, ya 7asan-bna 3aliy ayyuha-z-zakiyyu-l-3askariy ya-bna rasuuli-llahOh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh Erbe Al Hassans, Oh Nachfolger, Oh Aufrechter, Oh Beweis, Oh erwarteter Aufsteher, Oh Mahdi, Oh Nachkomme des Boten Allahs, Oh ausschlaggebendes Argument Allahs über der Menschheit, Oh unser Anführer, Oh unser Meister, wir wenden uns an dich, suchen deine Fürsprache und Befürwortung vor Allah, dir stellen wir unsere offenen Bedürfnisse vor, Oh Vertrauter Allahs, steh uns bei, wenn Allah in Urteil über uns sitzt. Oh unser Anführer, Oh unser Meister,ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llahya waseeyya-l-7asani wa-l-khalafa-l-7ujjah ayyuha-l-qaa2imu-l-muntazaru-l-mahdiy ya-bna rasuuli-llah ya 7ujjata-llahi 3ala khalqihi ya sayyidana wa mawlana inna tawajjahna wastaschfa3na wa tawassalna bika ila-llah wa qaddamnaaka bayna yaday 7aajaatina ya wajeehan 3inda-llahi-shfa3 lana 3inda-llah ya sayyidana wa mawlaanaErwähne nun deine Wünsche und flehe Allah an, sie zu erfüllen, danach rezitiere Folgendes: Oh meine Anführer, Oh meine Meister, Ich wende mich an Allah durch euch, Oh meine Imame, meine Unterstützer am Tage meiner Not such ich eure Befürwortung vor Allah, Ich bitte euch in meinem Gefallen zu sprechen vor Allah, erreicht Verzeihung für mich von Allah, und befreit mich von meinen Sünden, durch meine Liebe zu euch und meiner Nähe zu euch, erreicht Erlösung (für mich) von Allah Oh meine Anführer, Oh nahe Freunde Allahs möge Allah jeden von ihnen segnen, und die Feinde Allahs verfluchen welche sie unterdrückt haben und sie unterdrücken werden. Sei es so, Oh Herr der Welten.ya saadati wa mawaaleeya inni tawajjahtu bikum a2immati wa 3uddati liyawmi faqri wa 7aajati ila-llah wa tawassaltu bikum ila-llah wastaschfa3tu bikum ila-llah fa-schfa3u li 3inda-llah wa-stanqiduuni min thunuubi 3inda-llah fa innakum waseelati ila-llah wa bi7ubbikumwa biqurbikum arju najaata-m-mina-llah fa kuunu 3inda-llahi rajaa2ee ya saadaati ya awliyaa2-allah salla-llahu 3alayhim ajma3een wa la3ana-llahu a3daa2-allahi thaalimeehim mina-l-2awwaleena wa-l-2aakhireen aameen rabba-l-3aalameen