Kategorie: Islamkunde

Grundsätze des Islam

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen

Grundsätze des Islam

Sehr verehrte Anwesende!Erlauben Sie mir zuerst einmal, alle zu begrüßen, die- frei von Selbstsucht und Fanatismus – gekommen sind, die Wahrheit zu suchen, nicht von der Wirklichkeit abweichen und die gefundene Wahrheit als solche annehmen, jedes Problem genau und klar durchdenken und nach reiflicher, gewissenhafter Überlegung nur das Beste befolgen.Der Koran sagt:„Und so verkündige Freude jenen meiner Diener, welche auf das Wort hören und dem besten von ihm folgen. Diese sind es, welche Allah leitet, und sie sind die Verständigen“Sure 39: Vers 17-18.Sie haben mich heute eingeladen, um mit mir über den Islam zu sprechen. Der Grund, so scheint es mir, ist dass Sie verschiedentlich vom „Islam“ gehört haben und sich dadurch veranlasst fühlten, herauszufinden, was ,,Islam,, wirklich bedeutet.Ich freue mich über diese Absicht und weiß, dass, wenn Ihr Bemühen aufrichtig und ehrlich gemeint ist, es Ihnen auch möglich sein wird, die wahre Auslegung des islamischen Glaubens leicht und ohne Schwierigkeiten zu verstehen.Zunächst möchte ich versuchen, in einer kurzen Darstellung die Grundsätze des Islam und einige der wichtigsten allgemeinen Vorschriften zu erläutern. Es ist Ihre Aufgabe, das Gehörte zu überdenken, und wenn Sie irgendwelche Fragen haben sollten, bin ich gerne bereit, sie zu beantworten. Durch eine solche Diskussion wird ein noch besseres Verständnis der Materie erreicht.Damit Sie sich bei der späteren Diskussion völlig frei fühlen, möchte ich Ihnen noch sagen, dass ich an Ihren Fragen genauso interessiert bin wie Sie an meinen Vortrag.Dieser Vortrag bezieht sich auf das, was ich in jahrelangen Forschungen und Untersuchungen über den Islam festgestellt habe.Die Hauptquelle meiner Arbeit ist der Koran, der für uns Muslime das religiöse und von Gott gesandte Buch darstellt. Dieses Buch wurde nach islamischem Glauben dem Propheten Mohammad – Friede sei mit ihm- von Gott offenbart, damit er es an alle Menschen der Welt weitergibt und es überall als grundlegende Quelle des Islam dienen kann. Zu allen Zeiten seit Bestehen des Islam wurde daher der Koran in sämtlichen islamischen und vielen nicht- islamischen Ländern in zahlreichen Exemplaren verbreitet.Es ergibt sich die Frage, ob man sich zum,, Verständnis,, des Islam auf eine bessere und zuverlässigere Quelle stützen kann.Wenn wir der Meinung sind, dass der Koran die wichtigste Quelle zur Erkenntnis des Islam ist, so bedeutet das nicht, dass andere Quellen wie Hadith (uns überlieferte Äußerungen und Handlungen des Propheten) völlig wertlos sind. Zweifellos muss man einen bemerkenswerten Teil der Lehren des Islam mit Hilfe dieser Quellen zu verstehen suchen, aber der Hadith und ähnliche Überlieferungen sind nur dann hierfür von Wert, wenn sie eindeutig über Aussagen oder Taten des Propheten Mohammad berichten. Zweifelhafte Überlieferungen sind daher für uns keine akzeptable Quelle.Damit die falschen und zweifelhaften Überlieferungen keinen nachteiligen Einfluss auf den Islam ausüben können, wurde uns vom Propheten Mohammad selbst nahegelegt, sämtliche Überlieferungen zunächst mit dem Koran zu vergleichen, damit sie bei Nichtübereinstimmung keine Berücksichtigung finden. Daher muss jeder Gelehrte, der eine wahre Untersuchung des Islam und seiner Lehren durchführen möchte, zunächst den Koran in jeder Hinsicht kennen und jedes religiöse Thema vom Koran her verstehen, bevor er sich mit der Überlieferung, der Geschichte und ähnlichem beschäftigt.Nur ein GottDer Grundsatz des Islam ist ,, Tauhid ,, d. h. Einheit Gottes. Man kann den Islam die ,, Religion der Einheit Gottes ,, nennen.,, Tauhid ,, bedeutet : Nur an einen einzigen Gott glauben, das Universum, als von Ihm geschaffen anzusehen und die vollkommene Gliederung des Daseins – unter anderem die gewaltige Ordnung der Natur – als eine Offenbarung Seiner wunderbaren Führung anzuerkennen, Ihn anzubeten, zu preisen und nichts und niemandem außer Ihm Ehrerbietung und Lobpreisung darzubringen.Der wesentliche Lehrsatz des Islam lautet : La ilaha illa – llah – ,, Es gibt keinen Gott außer Allah ,, und der erste Schritt zum Islam ist : Aschhadu an la ilaha illa- llah- ,, Ich bezeuge, daß es keinen Gott außer Allah gibt.,, Dies sagt meine Zunge und davon überzeugt mich meine mir angeborene Einsicht.Sämtliche anderen Lehren des Islam beruhen auf diesem Grundsatz des ,, Tauhid ,, und stammen davon ab. Darum stellte diese Religion den Glauben an ,, die Einheit Gottes ,, als den Weg zur ewigen Glückseligkeit dar und empfahl : Qulu la ilaha illa- llah , tuflihu- Sagt : ,, Es gibt keinen Gott außer Allah.,, Dadurch werdet ihr glückselig werden. Das bedeutet : Sprecht mit reinem Herzen und baut euren Glauben und eure Taten auf der Basis auf, daß außer dem einzigen Gott, dem Schöpfer des Universums, keinem anderen Wesen göttliche Verehrung gebührt. Hierdurch werdet ihr die ewige Glückseligkeit erlangen. Richtige GotterkenntnisDer Islam hält – mehr als alles andere – die reine und richtige Gotterkenntnis für besonders wichtig. Die außerordentliche Bedeutung der Lehren des Islam über die Gotterkenntnis ist eindeutiger als alle anderen Bereiche. Deshalb werde ich in meinem heutigen Vortrag, der eine Grundlage zum richtigen Verständnis des Islam geben soll, ausführlicher zu diesem Thema Stellung nehmen.Der durch unsere Sinne nicht wahrnehmbare GottDer einzige Gott, zu dem der Islam alle Menschen der Welt ruft, existiert, ohne dass wir Ihn durch unsere Sinnesorgane feststellen können. Der Koran sagt hierzu : ,,Blicke können Ihn nicht erreichen Er aber erreicht die Blicke. Er ist der Unerforschliche und Allwissende .,, Sure 6: Vers 103.Denn unser Auge kann nur das wahrnehmen, was Form und Farbe besitzt. Gott aber hat weder Farbe noch Form. Er steht so hoch, dass Er im Rahmen unserer sinnlichen Wahrnehmungen niemals erfasst werden kann.Gott nicht vorstellbar ohne EbenbildWir können uns gewöhnlich von den uns bekannten Dingen ein Bild machen. z. B. Blumen, Bäume, Berge, Seen, Sonne, Vögel, Menschen und anderes mehr. Was können wir in dieser Hinsicht über Gott aussagen? Können wir uns Ihn überhaupt vorstellen?Nie!Weil die Vorstellungen, die wir durch unsere Wahrnehmungsvermögen gewinnen, von uns durch die Sinnesorgane erhalten werden oder mittels unseres rastlosen Denkens- durch Konstruieren oder Analysieren von Sinnesbildern – zu uns gelangen. Gott aber ist weder durch unsere Sinne wahrnehmbar, noch gleicht Er irgendeiner Sinneswahrnehmung bzw. einer von uns geschaffenen Vorstellung. Daher können wir uns mit Hilfe dieser Analyse oder Konstruktion kein Bild von Ihm machen.Hierzu sagt der Koran: ,, Der Schöpfer der Himmel und der Erden, Er hat aus euch selbst Gefährten für euch geschaffen und Paare von den Tieren. Dadurch vermehrt Er euch . Nichts ist Ihm gleich, und Er ist der Allhörende, der Allsehende. ,, Sure 42 : Vers 11.So läßt sich Gott weder in Form eines Gemäldes noch einer Statue darstellen.Gott, der Allwissende, der AllmächtigeBei verschiedenen Gelegenheiten erwähnt der Koran aber, dass Gott absolute Attribute besitzt:Gott, der Schöpfer, der Allwissende, alles Hörende, alles Sehende, alles Führende, der Ernährer, der Nachsichtige, Liebevolle, stets Verzeihende, sich selbst Genügende… Ein Gott, der unsere geheimsten Gedanken kennt, die Gebete aller Seiner Diener erhört und jedem gibt, was ihm gebührt, der uns näher und gnädiger gesinnt ist als jedes Wesen.Lobpreisung Gottes und seine ErhabenheitDa das menschliche Denken normalerweise Relativbegriffe verwendet, die zum Verständnis von Korrelationen geschaffen worden sind, ergeben sich oft Missverständnisse und Abweichungen hinsichtlich der Gott im Koran zugeschriebenen Attribute. Somit finden wir im Koran zahlreiche Verse über Lobpreisungen Gottes Und seine Erhabenheit über abweichende Vorstellungen, die sich aus demUnvollkommenen Denkvermögen des Menschen ergeben haben durch Verwendung relativer Begriffe, um Ihn zu charakterisieren.Hat Gott Kinder?Eine derartige unbegründete Vorstellung ist Z. B., Gott Kinder zuzuschreiben. Es gab und gibt Menschen, die Jesus- Friede sei mit ihm als Sohn Gottes ansehen. Außerdem gab und gibt es vielleicht heute noch Menschen, die die Engel als Töchter Gottes betrachten.Hierzu sagt der heilige Koran: ,,… und in Unwissenheit haben sie Ihm Söhne und Töchter angedichtet. Lob und Preis sei Ihm, und erhaben ist Er über das, was sie Ihm andichten. Schöpfer der Himmel und der Erde, woher sollte Er ein Kind haben, wo Er keine Gefährtin hat? Und erschaffen hat Er jedes Ding- und Er kennt jedes Ding … Das ist Allah, euer Herr, es gibt keinen Gott außer Ihm, Dem Schöpfer aller Dinge; Darum dienet Ihm, und Er ist aller Dinge Hüter.“Sure 6: Vers 100-103.,,Und sie sagten: ,Allah hat einen Sohn gezeugt.“ Preis Ihm! Doch alles in den Himmeln und auf Erden Gehört und gehorcht ihm.“Sure 2: Vers 116.Doch der Koran warnt uns ausdrücklich davor, zu glauben, dass ein Engel oder ein Prophet Ein Kind Gottes sei. Engel und Propheten sind alle Diener Gottes. Sie sind zwar Wichtig und bedeutend, aber zweifellos nicht als Kinder Gottes anzusehen.Adam, Noah, Abraham, Lot, Hud, Saleh, Ismael, Isaak, Jakob …Moses,Jesaja, Idris … Johannes, Jesus, Mohammad und alle anderen Propheten Sind wie wir Menschen und Diener Gottes. Wie alle anderen hat Gott sie geschaffen. Und diejenigen, die behaupten, dass Jesus – Friede sei mit ihm- ein Sohn Gottes sei, denken äußerst unlogisch, wenn sie wirklich sagen, daß Gott- ebenso wie wir – ein Kind gezeugt hat. Möge Gott fern davon sein, menschenähnliche Züge zu besitzen!Wenn sie den Ausdruck ,Sohn Gottes‘ verwenden, um einen anderen Gedanken auszudrücken, sollten sie diesen irreführenden Ausdruck vermeidenDie Gefahr bei VergleichenDie Verwendung des Ausdruckes ,Sohn Gottes birgt immer wieder die Gefahr in sich, dass man sich den unvergleichlichen, erhabenen Gott als einen sehr mächtigen und bedeutenden Menschen vorstellt, der im Himmel thront. Hierin liegt die große Gefahr, bei Vergleichen die größte an sich, weil sie hinsichtlich der Gotterkenntnis Abweichungen und Missverständnisse hervorruft und die Hauptursache vieler Irrtümer bildet, wenn man an Gott denkt. Viele Phantastische Gedanken, die zahlreiche Gläubige haben, wie auch die unbegründete Kritik, die viele Ungläubige in einer Diskussion über Gott zum Ausdruck bringen , beruhen gleichfalls auf diesen unzureichenden Vorstellungen und Gedanken der Menschen, wenn abstrakte Begriffe durch bildhafte Gleichnisse verstanden werden.Sowohl die unverständigen Gläubigen als auch die Ungläubigen machten sich von Gott ein falsches Bild, eine falsche Vorstellung.Als die ungläubigen feststellen, wie unvernünftig diese Gedanken waren, verwarfen sie Gott ganz und gar, während keiner von diesen Begriffen Gott ist. Derjenige Gott, zu dem der Islam uns ruft, ist über diese beiden Begriffe erhaben.Deshalb lautet einer der wesentlichen Grundsätze über die Gotterkenntnis im Islam, den Vergleich Gottes mit anderen Wesen zu vermeiden und darauf zu achten, dass Gott, der Schöpfer des Universums, dem, nach dem Islam, Anbetung gebührt, kein Ebenbild besitzt und außerhalb unseres Vorstellungsvermögens liegt. Er steht über allen imaginären Vorstellungen.Gott, Mensch und UniversumDer Islam stellte Betrachtungen zum besseren Verständnis Gottes in bezug auf ein besseres Verständnis des Universum und der Menschen an, woraus sich, ergab, dass ein Erkennen von Gottes Kreatur gleichzeitig ein Erkennen von Gott dem Schöpfer zur Folge hat.Ein islamischer Ausspruch besagt: ,,Wer sich selbst erkannt hat, erkennt seinen Herrn.,,Also ist ein gutes Verständnis von Mensch und Universum eine echte Hilfe zum besseren Verständnis Gottes. Andererseits führen alle grundlegenden Missverständnisse von Universum und Mensch, besonders im Hinblick auf die RelationenGott / Mensch,Natur,Engel undAlle anderen Wesen,zum Missverständnis Gottes, weil die Erkenntnis von Ursache und Wirkung eindeutig voneinander abhängig ist.Fußnote dazu: Der 91. Vers der sechsten Sure lautet wie folgt: ,, Sie schätzten Allah nicht nach Seinem Wert, wenn sie sagten: ,Allah hat keinem Menschen irgend etwas herabgesandt. Sprich: Wer sandte das Buch nieder, das Moses Brachte als ein Licht und eine Führung für die Menschen, doch ihr habt Blätter daraus gemacht, die ihr zeigt, während ihr viel verbergt.,, Eine in Mekka anwesende Gruppe von Juden hörte, dass ein Prophet in der Stadt erschienen sei, der gesagt habe: ,,Ich habe eine göttliche Offenbarung gehabt, die Vielgötterei, Grausamkeit und Unwissenheit zu bekämpfen. Ich wurde von Gott beauftragt, allen Leuten dir mir von Ihm offenbarten Wahrheiten mitzuteilen, damit sie die wahre Erkenntnis, die Anbetung Gottes und die richtige Art zu leben erlernen und ablassen von ihrer großen Verderbtheit und Sünde.“ In mancher Hinsicht war es für diese Juden schwierig, diese Tatsache zu akzeptieren- nämlich, dass Mohammed ein Prophet Gottes war- und sie versuchten, auf jede mögliche Art und Weise den Islam zu bekämpfen, um zu verhindern, dass er weiteren Einfluss gewann. Eine ihrer Methoden bestand darin, in den einfachen Arabern Zweifel zu erwecken Sie wiesen Z. B. darauf hin, dass Gott noch niemals den Menschen Offenbarungen gesandt habe. In diesem Zusammenhang stellt nun der Koran die Frage: Was ist dann das von Moses gebrachte Heilige Buch? Woher hat er es bekommen? War es nicht genauso wie der Koran durch göttliche Offenbarung einem Menschen, einem Propheten, übermittelt worden, um die Menschen zu Leiten? Wahrlich, auch Moses war ein Mensch, dessen Heiliges Buch ihm ebenfalls offenbart worden war, und jene illusorische Behauptung, Gott habe niemals einem Menschen eine Offenbarung gesandt, beruht auf Unwissenheit. Die falsche Behauptung der Juden bezog sich direkt auf das Problem der Offenbarung, doch der Koran hat dies als die Folge ihrer falschen Auffassung von Gott herausgestellt.In vielen Versen des Korans wird darauf hingewiesen, sich mehr und eingehender mit dem Universum zu befassen, um eine bessere Gotterkenntnis zu erlangen.So lauten z.B. zwei diesbezügliche Verse des Korans: ,,In der Schöpfung der Himmel und der Erde, in dem Wechsel von Tag und Nacht liegen für die Verständigen deutliche Beweise.‘‘ ,, Die an Allah denken im Stehen und Sitzen und (Liegen) auf ihren Seiten… und nachsinnen über die Schöpfung der Himmel und der Erde…‘‘ Sure 3:Vers 190-191Die enge Beziehung Gotterkenntnis/Erkenntnis von Mensch und Universum kann leicht aus diesen Versen abgeleitet werden.Mensch und UniversumERKENNE DICH SELBST!Das System der Gotterkenntnis des Islam erklärt den Menschen: O Mensch, der du dich vor Sonne, Mond, Sternen, Bergen, Meeren, Winden, Stürmen … fürchtest, die dir als groß und mächtig erscheinen! – O Mensch, der du vom Glanz der Leute mit viel Geld und großer Macht sowie von der Autorität eigennütziger und diktatorischer Herrscher geblendet bist, so dass du deine Ehre verlierst und dich manchmal vor ihnen beugst, sie lobpreist und dich durch eigene Schuld zu ihrem Sklaven machst ! Wach auf ! Nie ist dir die irdische, komische oder himmlische Existenz so überlegen. Du hast deinen eigenen Wert nicht genau genug erkannt und hast dich ohne Entgelt vor ihre Füße geworfen! Erhebe dich ! Erkenne die großen Kräfte und Fähigkeiten, die Gott dir verliehen hat, die wie ein Schatz in dir ruhen. Nutze sie richtig aus! Dann wirst du feststellen, dass du weder so klein bist noch die anderen so groß sind, wie du dachtest!Beherrschung der NaturDoch du kannst dir die Natur und ihre Kräfte untertan machen, Der 20. Vers der 31. Sure sagt darüber folgendes : ,, Habt ihr nicht gesehen, dass Allah euch alles in den Himmeln und auf Erden unterwarf und über euch Seine Gnade ausgoss – äußerlich und innerlich ? ,,Und ferner lauten die Verse 32- 34 der 14. Sure: ,, Allah ist es, der die Himmel und die Erde erschuf, und Er sendet Wasser vom Himmel hernieder und bringt damit die Früchte hervor zu eurer Nahrung und hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, dass sie das Meer durcheilen nach Seinem Gebot, und Er hat euch die Flüsse untertan gemacht. Und dienstbar machte Er euch die Sonne und den Mond, die unablässig ihren Lauf vollziehen, und dienstbar machte Er euch Nacht und Tag. Und Er hat euch alles gegeben, was Ihr von Ihm erbeten habt. Und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählt, so könntet ihr sie nicht berechnen. Wahrlich, der Mensch ist ungerecht und undankbar. ,,Alle diese Verse, und noch viele andere, sprechen von der Möglichkeit des Menschen, die Natur zu beherrschen. Zur Zeit der Offenbarung des Korans vor ca. 1350 Jahren war es dem Menschen bereits gelungen, sich Schafe, Kühe, Pferde, Kamele und Elefanten dienstbar zu machen. Er nutzte ihre Milch, ihr Fleisch, ihre Häute usw. , ritt auf ihnen oder verwendete sie als Lasttiere. Er hatte wenig Erfahrung auf dem stürmischen Meer und fuhr doch mit seinen Schiffen auf den gewaltigen Wogen der See. So konnte er von einem Ort zum anderen gelangen und seine Handelsgüter transportieren.Außerdem gelang es ihm, mächtige und tosende Flüsse zu zähmen; durch Eindeichung und Bewässerungskanäle konnte er das unruhige Flusswasser seinen Feldern und Gärten zuführen.Beherrschte der Mensch aber von Anfang an alle diese Dinge? Nein! Es gab eine Zeit, da er nicht einmal diese Dinge beherrschte, sondern er Ängstigte sich vor den meisten oder sogar allen. Nicht einmal in ihre Nähe getraute er sich.Nach lange Zeit fand er allmählich heraus, dass er sich grundlos fürchtete. Durch Überlegung und intensives Sterben überwand er die unbegründete Furcht. Danach begannen sich seine inneren Kräfte zu zeigen und zu entfalten, und er lernte seine Umwelt zu beherrschen.Nun inspirierte der Koran den Menschen, viel mehr als das bisher Getane zu tun. Die gesamte Natur mit allen kleinen und großen Wesen ist ihm untertan, unter der Voraussetzung, dass er nicht der Unwissenheit, Faulheit, Feigheit, Begierde oder Selbstsucht nachgibt und dabei keine Umwege macht, sondern auf dem geraden Pfad wandelt, den Gott ihm gewiesen hat. Er darf keinesfalls ,, ungerecht und undankbar ,, sein.Mensch und GottERNEUTE SELBSTERKENNTNIS!Obwohl der Islam den Menschen zu so vielen Kräften inspiriert, wird er wieder auf sein Selbstbewusstsein hingewiesen. Hierzu sagt der Islam:O Mensch nachdem du empfunden hast, dass du so mächtig sein kannst, sollst du nicht hochmütig und eitel werden noch eine falsche Auffassung von dir machen und nicht vom rechten Weg abweichen. Beachte immer wieder, dass du trotz aller Macht vergänglich bist.Es dauert nicht lange, bis du deine Jugend und Frische, deine Arbeitskraft und Vitalität, ja, sogar dein Denkvermögen verlierst. Trotz all deiner Bemühungen und Pläne, Macht zu erlangen, wirst du im Greisenalter oder an Tagen der Arbeitsunfähigkeit, der Krankheit und ähnl. So schwach sein, dass du nicht einmal eine Mücke verjagen kannst. Weißt du wofür dies ein Omen sein soll? Es ist ein Zeichen dafür, dass du trotz all deiner Macht und deines Wertes doch noch ein Bestandteil dieser unbeständigen Welt bist, in der die Existenz aller Wesen nicht von selbst kommt, sondern als fortlaufende Zeichen von dem einzigen – beständigen –Gott, dem Schöpfer der Welt, abstammt. Denke daher immer an Gott, von dem deine Existenz und die aller anderen Wesen abhängt, bleibe in fester Verbindung mit Ihm und komme Ihm näher.Annäherung an GottWie kann man Gott näherkommen?Gott ist absolute und vollkommene Existenz. Die Existenz aller anderen Wesen dagegen ist relativ. Diese relativen Existenzen sind alle auf dem weg zur Vollendung, die ihnen von der Natur zugesprochen ist. Sterben nach Vollendung heißt nach Gott sterben. Je mehr das Sterben eines Wesens nach Vollendung zunimmt, desto näher kommt es zu Gott- der absoluten Vollkommenheit. Der Mensch ist auch eine dieser relativen Existenzen. Er versucht auch, vollkommen zu werden. Doch wird es ihm nicht gelingen, den Bann der Relativität zu brechen. Er kann aber seine guten Eigenschaften relativ verbessern und so Gott näherkommen. Je mehr er seine guten Eigenschaften entwickelt, desto näher kommt er Gott, der absolut vollkommenen Existenz. Das ist die eigentliche Bedeutung, die der Islam mit ,, Gott näherkommen ,, meint. Nach islamischen Lehren kann das Gebet oder eine andere religiöse Handlung nur dann einen Menschen Gott näherbringen, wenn dies zu seiner Vollendung beiträgt oder seine bisherige Entwicklung unterstützt.BetenZu jeder Zeit, an jedem Ort, unter jeder Bedingung ist Gott für den Menschen da, und deshalb kann sich jeder an Ihn wenden und um Hilfe bitten. Der 186. Vers der 2. Sure lautet:,, Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen- ( sprich ): Ich bin nahe. Ich antworte dem Gebet des Bittenden, wenn er Mich anruft … ,,Die wesentliche Bedingung hierbei ist jedoch, dass der Bittende sich ehrlich an Gott wendet und Ihn anruft. Dann wird Er ihn zu jeder Zeit, an jedem Ort ohne irgendwelche Fürsprecher anhören.Sünde, Reue, Buße, VergebungAuch Sünder können sich zu jeder Zeit an Ihn wenden und auf die Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit Gottes vertrauen, wenn sie ihre Charaktereigenschaften verbessern und sich auf den Pfad der Tugend zurückbegeben. Sie brauchen nichts anderes als dies zu tun und benötigen auch keine andere Person, um die Vergebung ihrer Sünde zu erhalten. Der Koran sagt in diesem Zusammenhang:,, Sage: o Meine Diener, die ihr euch gegen euch selbst vergangen habt, verliert eure Hoffnung an Allah nicht. ,, ,, Allah vergibt alle Sünde. Er ist der Allverzeihende, der Allbarmherzige. Wendet euch reuig an euren Herrn und ergebt euch Ihm, bevor die Strafe über euch kommt und euch dann nicht mehr geholfen wird. ,, Sure 39: Vers 53- 54.Gott und UniversumDas Universum, mit allem, was es enthält, ist von Gott geschaffen worden. Alle Gesetze dieses Universums und der Natur müssen daher als Gesetze Gottes angesehen und betrachtet werden. In den Versen des Korans werden alle Werke, die wir im allgemeinen der Natur zuschreiben, als Werke Gottes bezeichnet, wie bereits gesagt:,, Allah ist es, der die Himmel und die Erde erschuf, und Er sendet Wasser vom Himmel hernieder und bringt damit die Früchte hervor zu eurer Nahrung. ‘‘ Sure 14: Vers 32.Diese Verse weisen uns darauf hin, dass gemäß der Gotterkenntnis im Islam die Natur und ihre Gesetze nicht als eigenständiger Gegenpol zu Gott, sondern als ein Teil Seiner Schöpfung angesehen werden. Deshalb braucht ein Mensch, der auf Grund der islamischen Lehre an Gott und Seine ewige Macht glaubt, die Ordnung und Gesetze der Natur sowie deren wissenschaftliche Interpretation und Applikation nicht zu verleugnen.Deshalb besteht auf naturwissenschaftlichem Gebiet kein Unterschied zwischen der Tätigkeit eines muslimischen und eines nicht an Gott glaubenden Naturforschers. Beide erzielen gleiche Fortschritte auf diesem Gebiet.Der einzige Unterschied zwischen ihnen besteht darin, dass der gläubige Naturwissenschaftler im Spiegel der Natur Gott, den Schöpfer, sieht, während der ungläubige sich von der Natur und ihren Wundern so leiten und fesseln lässt, dass er nicht mehr darüber hinausgehen und deren Schöpfer wahrnehmen kann.WunderWunder sind seltene Ereignisse, die bei besonderen Gelegenheiten geschehen und nach einem göttlichen Plan erfolgen. Daher schadet der Glaube an derartig seltene Ereignisse durchaus nicht dem Gültigkeitswert der Naturgesetze, denn die Relation zu den normalenGeschehnissen liegt unter 1:1 Milliarde.In der Wissenschaft wird aber als Tatsache akzeptiert, dass selbst höhere Ausnahmewerte die Gültigkeit wissenschaftlicher Grundregeln nicht beeinträchtigen, weil dadurch der wissenschaftlichen Folgerung kein Nachteil entsteht.Diener GottesDie Natur und alle Lebewesen dienen Gott. Diese erstaunliche Ordnung der Natur ist ein Phänomen Seines Willens und Seiner Führung. Obwohl deshalb jedes Naturphänomen durch eine geeignete Naturordnung und als Wirkung vieler Naturursachen entsteht, ist es gleichzeitig eine Erscheinung der Macht und Weisheit Gottes, des Schöpfers.Unendliches UniversumEindeutig erklären die Koran-Verse, dass das Universum unendlich ist: ,, … und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählt, so könnt ihr sie nicht berechnen… ‚‘‘ Sure 16: Vers 18.In diesem unendlichen Universum werden stets neue Phänomene entdeckt, weil Gott der Schöpfung hinzufügt, was Er will. ,, Er fügt der Schöpfung hinzu, was Er will. Allah hat Macht über alle Dinge. ‚‘‘ Sure 35 Vers 1.Hierdurch wurde der Mensch angehalten, seine Tätigkeit in bezug auf wissenschaftliche, technische, industrielle und erfinderische Leistung in keiner Weise einzuschränken. So sehr er sich um die wissenschaftliche Erkenntnis des Universums und die technische und industrielle Nutzung der Natur bemüht, wird er doch stets Möglichkeiten zu weiteren Leistungen finden.SchicksalDie Lehre des Islam über Vorherbestimmung und Willensfreiheit des Menschen und das Problem Schicksal betont einerseits, die Menschen dazu anzuregen, ihr Bestes zu versuchen und ihre große Erkenntnis und Tatkraft, die ihnen von Gott verliehen wurde, zu nutzen in bezug auf rechte Gedanken –Und andererseits ihnen zu raten, die notwendige Geduld aufzubringen, um alle die Schwierigkeiten zu überwinden, die praktisch in jedem Leben auftreten. Diese Lehre tadelt jede Art von Faulheit und von Sich- Ergeben in natürliche und soziale Schwierigkeiten.Islam in bezug auf wissenschaftlichen und technischen FortschrittAuf Grund des im vorherigen Kapitel Erwähnten ist es leicht zu verstehen, dass die Lehre des Islam den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt in keiner Weise hindert, sondern sogar ein starker moralischer Antrieb dafür ist. In dieser Hinsicht möchte der Islam, dass zwei Punkte besonders beachtet werden:

  1. Der wissenschaftliche, technische und soziale Fortschritt darf weder Selbstsucht, Hochmut noch Stolz im Menschen hervorrufen, die ihn daran hindern, Gott, den Schöpfer des Universums, zu erkennen.

Leistung und Fortschritt des Menschen auf wissenschaftlichen sowie auf anderen Gebieten müssen in jeder Hinsicht zum Nutzen seiner Wohlfahrt und Moral angewendet werden und dürfen sich nicht zum Nachteil oder Unglück auswirken noch Unmoral zur Folge haben bzw. als ein Mittel zur Grausamkeit verwendet werden.ProphetenIn der wissenschaftlichen Erkenntnis der Natur ist das Denken des Menschen groß und weitblickend, so dass er sich auf sich selbst, sein ständig zunehmendes Wissen und seine Energie verlassen kann. Daher brauchen hierfür die Propheten keine besondere Verantwortung zu übernehmen. Andererseits benötigt der Mensch die besondere Hilfe und Leitung Gottes, um die metaphysischen Probleme. Den Endzweck seiner Existenz und die rechte Art zu leben erkennen zu können. Gott hat diese Hilfe und Anleitung gewährt, indem Er den Propheten Offenbarungen sandte, die den Menschen mitgeteilt wurden.Die Lehren der Propheten sind nicht das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung oder deren Lebenserfahrung, sondern sie basieren auf der von Gott empfangenen Offenbarung. In dieser Hinsicht sagt der Koran über Mohammad:,, … und er spricht nicht aus Begierde. Es ist eine Offenbarung nur, die ihm offenbart wird. Der mit mächtigen Kräften Begabte hat ihn belehrt . ‘‘ Sure 53: Vers 3- 5Wissenschaft und Weisheit! OffenbarungBevor wir an die Propheten glauben, steht uns die Möglichkeit offen, die Realität durch Wissenschaft, Erfahrung und Weisheit zu erkennen. Doch wenn wir an die Propheten glauben und wissen, dass das, was sie sagen, von Gott kommt, eröffnet sich uns ein neuer Weg der Erkenntnis, dem man absolut vertrauen kann- nämlich die Lehren der Propheten, die sie durch Offenbarung erhielten und an uns weitergaben.Besonders zum Erkennen Gottes und der Probleme, die mit dem Ursprung und Ende der Welt zusammenhängen, und des Weges, der uns zur vollkommenen Seligkeit führt, haben wir keine zuverlässigeren Quellen als diese Lehre der Propheten.Richtige Einschätzung der ProphetenIn bezug auf die Propheten betont der Islam folgenden Punkt ganz besonders: Alle Propheten sind ohne Ausnahme Menschen, und ihr einziges Vorrecht gegenüber anderen Menschen ist ihre Fähigkeit, Offenbarung zu empfangen und weiterzugeben, um die Menschen zur Gottseligkeit zu führen. In dieser Hinsicht gleichen die Propheten anderen Menschen; sie essen, trinken, schlafen, erwachen, heiraten und haben Kinder wie diese. Sie werden geboren, leben und sterben dann.Gott befiehlt Mohammad, sich wie folgt einzuführen: ,, Sage: Ich bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist es offenbart worden, dass euer Gott ein Einziger Gott ist. Möge denn der, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinem anderen als seinem Herrn dienen. ‘‘ Sure 18: Vers 110.Der Islam hat uns über alle anderen Propheten, wie Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus usw., das gleiche gelehrt und darauf hingewiesen, dass die Propheten ebenfalls Menschen und Diener Gottes bleiben. Auf diese Weise fordert der Koran von uns, jede Überschätzung der Propheten zu vermeiden, insbesondere nicht die falsche Auffassung zu vertreten, dass alle oder einige Propheten höher eingestuft werden als Menschen und Diener Gottes.Die Wunder der ProphetenObwohl die Propheten Menschen und Diener Gottes sind, lassen sie manchmal Wunder geschehen. Der Koran spricht auch von Wundern durch die Propheten. Doch in vielen Versen wird darauf hingewiesen, dass sie von sich aus keine Wunder geschehen lassen können und Gott ihnen nicht die Macht verliehen hat, sie auf Wunsch geschehen zu lassen. Die Gegner des Islam forderten Mohammad häufig auf, Wunder zu tun. Sie sagten : Falls du ein Prophet bist, musst du in der Lage sein, Wunder geschehen zu lassen, wie wir es von dir verlangen.Der Prophet des Islam antwortete. Dass er nicht über die Fähigkeit verfüge, Wunder zu tun, wenn es gewünscht wird. Für Wunder gibt es eine besondere Ordnung, die nicht seinem Willen untersteht. Doch wenn jemals ein Wunder erforderlich ist, geschieht dies nach Gottes Willen durch einen Propheten ohne Mitwirkung seines Willens.Sure 6: Vers 109; Sure 17: Verse 90- 93 und viele andere Verse.Islam, die Religion aller Propheten An alle Propheten glauben und sie ehrenDer Koran erklärt eindeutig, dass der Islam nicht nur die Religion Mohammads war, sondern die Religion aller Propheten. Denn Islam, der Bedeutung des Wortes entsprechend, heißt im Koran: ,, Sich in die Lehre Gottes ergeben, Gott richtig erkennen, Ihm von ganzem Herzen gehorchen und jede Selbstsucht vermeiden.‘‘Daher ist der Islam nicht nur die Religion der Muslime, sondern aller Menschen in der Welt, die die Wahrheit lieben. So glauben alle Muslime an alle Propheten und ehren sie und ihre Heiligen Bücher, die Gott ihnen gesandt hat. Der Koran sagt hierzu:,, Dieser Gesandte glaubt an das, was zu ihm herabgesandt wurde von seinem Herrn, und alle Gläubigen glauben an Allah und Seine Engel, an Seine Schriften und Seine Gesandten ( und sprechen ): ‘ Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten ‘ und sie sagen: ‘ Wir hören und gehorchen, Deine Vergebung unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr. ‘ ‘‘ Sure 2: Vers 285.VerfälschungenNach dem Tode eines Propheten begannen manche Verfälschungen seiner Lehren zu erscheinen. Im Laufe der Zeit wurden die Verfälschungen so zahlreich, dass sogar bedeutende Gelehrte die genaue Lehre des Propheten nicht mehr feststellen konnten, weil selbst die Heilige Schrift dieses Propheten manchmal durch Gegner und manchmal durch unwissende Gläubige geändert worden war.In einem derartigen Fall war die einzige Hilfe ein neuer Prophet, der die göttliche Lehre noch einmal durch Offenbarungen vernahm und an das Volk weitergab, Der Koran weist oftmals in kurzen Geschichten über die Propheten auf diesen Punkt hin.Mohammad und der KoranDerartige Zustände herrschten Anfang des 7. Jahrhunderts n. Chr. Wenn jemand wirklich die genauen Lehren von Abraham, Moses, Jesus und den anderen Propheten wissen wollte, war es ihm nicht möglich, denn es gab hierüber keine zuverlässigen Quellen. Das Alte und Neue Testament sowie die anderen Propheten zugeschriebenen Bücher waren nicht mehr zuverlässig, weil man einige Abweichungen leicht in diesen Büchern nachweisen konnte und die geschichtliche Forschung nicht den Nachweis liefern konnte, dass ihr gesamter Inhalt von diesen Propheten stammte.Zu dieser Zeit wurde Mohammad von Gott gesandt, um noch einmal die göttliche Lehre durch Offenbarung zu empfangen und an die Menschen weiterzugeben. Die Geschichtsforschung beweist eindeutig, dass die von Mohammad gelehrten Verse einen völlig neuen Stil aufwiesen und niemand derartige Sätze nachahmen konnte. Dies war ein wesentlicher Grund dafür, dass der Mohammad offenbarte Koran frei von Verfälschungen blieb. Außerdem wurden diese Verse sofort gesammelt und mit dem Titel ,, KORAN‘‘ als das Heilige Buch des Islam herausgegeben.Durch diese schnelle und ununterbrochene Verbreitung wurde der Koran während der 1334 Jahre seit dem Tode Mohammads freigehalten von den verschiedensten Schäden durch Verfälschungen.Seit dem Jahre 632 besitzt der Koran noch heute denselben Inhalt; er wird in der ganzen Welt veröffentlicht, und zwar ohne irgendwelche Änderung seiner zahlreichen Exemplare, die man überall finden kann, Diese erstklassige und ausgezeichnete wie auch unverändert gebliebene islamische Quelle bietet jedem die Möglichkeit, den Islam direkt aus der Hauptquelle zu erkennen und jegliche Abweichungen zu vermeiden.Das JenseitsEine der Lehren des Propheten lautet, dass die Existenz des Menschen nicht durch den Tod endet. Der Tod ist nur das Ende des Bemühens des Menschen, nicht aber seiner Existenz.Im Leben, dem Abschnitt vor dem Tode, muss man immer denken, prüfen, handeln und sein Bestes versuchen. In diesem Abschnitt kann man durch die Kraft der Erkenntnis ,, gut und böse ‘‘ unterscheiden und das eine oder andere wählen.Da der Mensch seine Situation immer veränderlich findet, sucht er eine gute Situation zu halten und eine ungünstige zu verbessern. Mit dem Tode hört jede Tätigkeit und Weiterentwicklung auf. Mann tritt in den Bereich der Ewigkeit ein. Im Abschnitt nach dem Tode bleibt der Mensch gemäß seinem Wesen und seinen Eigenschaften bis in die Ewigkeit unverändert derselbe. Er bleibt in der Art so, wie er sich selbst in seinem Leben geformt hatte. Dann ist die Zeit gekommen, in der der Mensch das ewige Ergebnis seiner Bemühungen während seines Lebens erzielen wird.Dazu sagt der Koran: ,, An jenem Tage werden die Menschen in Gruppen erscheinen, damit ihnen ihre Werke gezeigt werden. Und wer auch Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan, wird es sehen. Und wer auch nur Böses im Gewicht eines Stäubchens getan , wird es gleichfalls sehen. ‘‘ Sure 99: Vers 6- 8.So lautet die Lehre des Islam über das Jenseits.Paradies und HölleDas Paradies ist der Ort ewigen Glückes, den die Gerechten für ihre gerechten Bemühungen verdient haben. Die Hölle ist der Ort ewigen Schmerzes und ewiger Verdammnis, wohin die Nichtrechtschaffenen durch ihr schlechtes Verhalten geführt werden. Was wir bereits erläutert haben, sind die Grundlagen des Islam.Sonstige Lehren des IslamDer Islam hat viele andere Lehren über verschiedene Lebenszweige, die einerseits auf der, obengenannten Grundlage und andererseits auf den physischen und geistigen Notwendigkeiten des Menschen im Eigen- und Familienleben sowie im Leben in der sozialen Gemeinschaft basieren. Dies umfasst auch:Gebet, Fasten, Pilgern, Almosen, Beitrag zu den Sozialaufwendungen durch periodische und Sondersteuern, Verbreitung der Religion Gottes, Schaffung einer angemessenen gerechten Sozial- und Wirtschaftsordnung, allgemeine Kontrolle der Regierungsgeschäfte, Nächstenliebe, Unterstützung der Armen und Unglücklichen, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, Sauberkeit und stetes Sterben nach einem geistigen und physischen Wohlergehen. Diese Lehren lassen sich im Rahmen von ein oder zwei Vorträgen nicht eingehend erklären. Ich hoffe, dass Sie sich durch weitere Vorträge oder Broschüren mit dem Islam vertraut machen werden.von :Dr.Beheshti

Die Grundzüge des Islam

 Im Namen Gottes, des Gnädigen, des BarmherzigenDie aktuellen Vorgänge in der islamischen Welt und die dauerhafte Präsenz zahlreicher Muslime in Westeuropa haben ein zunehmendes Interesse an den Inhalten der islamischen Lehre geweckt. Dabei gilt es, einseitige Betrachtungsweisen zu überwinden, wenn die Grundzüge des Islam vorurteilsfrei erfasst werden wollen. Das arabische Wort „Islam“ lässt sich mit „Hingabe, Ergebenheit“ wiedergeben . Die davon abgeleitete Form „Salam“ bedeutet „Frieden“. Dementsprechend ist „Muslim“ derjenige, der sich dem Willen der e i n e n Wirklichkeit – Allah d.h. Gott – mit ganzem Herzen hingibt und dabei inneren wie äußeren Frieden findet.E i n h e i t Das Hauptanliegen des Islam ist das Bekennen der „Einheit Gottes“ (arabisch „tauhid“) mit allem,was daraus folgt. Der zentrale Grundsatz lautet :“Keine Gottheit außer Gott“, was bedeutet, daß nichts auf eine Stufe mit Gott gestellt werden kann und Er allein das absolute, von allem unabhängige Sein ist, während alles, was existiert, von Ihm abhängt. Er ist die absolute Realität, die alles Sichtbare und Unsichtbare, Lebendige und Leblose aus dem Nichts erschafft und erhält. Wenngleich die gesamte Schöpfung Seine Weisheit bezeugt, steht er doch über allen sinnlichen Wahrnehmungen und rationalen Konzepten: Gott ist außerhalb aller Geschöpflichkeit, jedoch nicht von ihr getrennt. Er ist dem Menschen näher als dessen eigene Halsschlagader (vgl. Quran 50:16), läßt sich aber niemals auf die menschliche Ebene begrenzen. Durch innere Läuterung und unablässige Bejahung dieser e i n e n Wirklichkeit überwindet der Gläubige den scheinbaren Widerspruch zwischen unerreichbarer Transzendenz und göttlicher Allgegenwart, so daß er schließlich in allen nur noch den Einen bezeugt.P r o p h e t e nDer zweite Teil des islamischen Bekenntnisses, daß Muhammad der Gesandte Gottes ist, hat nicht die ausschließende Bedeutung, die ihm oft beigemessen wird. Die Anerkennung der prophetischen Sendung ist kei´neswegs auf Muhammad(Friede sei mit ihm) beschränkt. Der Quran lehrt, das sich Gott seit Anbeginn der Menschheit immer wieder den verschiedenen Völkern offenbart hat. Dazu erwählte er besonders edle Menschen als Träger der Offenbarung und Verkünder Seines Gesetzes. Die Propheten und Gesandten Gottes sind jedoch ohne Ausnahme Menschen und keine Übermenschen oder gar Götter: Abraham, Noah, Moses, Jesus und Zahlreiche andere Propheten (Friede sei mit ihnen allen) schöpften aus derselben Quelle der Offenbarung, um den Menschen jene Daseinszusammenhänge klarzulegen, die durch wissenschaftliche Erkenntnis nicht vermittelt werden können,. Die Muslime glauben an alle Gesandten Gottes und machen „keinen Unterschied zwischen ihnen“ (vgl. Qur`an 2:285). Muhammad ist nur der letzte, der ihre Rei9he abschließt und ihre früheren Botschaften bestätigt.J e n s e i t sDie Existenz der Menschen endet nicht mit seinem Körperlichen Ableben. Der Tod ist ein natürlicher Übergang in ein jenseitiges Dasein. Diesseits und Jenseits stehen in unmittelbarer Verbindung: das Diesseits ist der Acker und das Jenseits die Ernte der Handlungen des Menschen. Nach einem geistigen Zwischenstadium werden ihm seine Taten gemäß ihren Absichten am „Tag des Gerichts“ vorgeführt. Niemandem wird dabei auch nur das geringste Unrecht geschehen: „Wer Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan, wird es sehen; und wer Böses im Gewicht eines Stäubchens getan, der wird es ebenfalls sehen.“ (Sura 99:8) Der Qur`an warnt vor dem Verhaftet sein am irdischen Leben, wo es doch vergänglich und trügerisch (vgl. Qur`an 57:20) und das Jenseits höher und von ewigen Charakter ist (vgl. Qur`an 87:16).M e n s c hGott hat die Schöpfung nicht hervorgebracht, um irgendeinen Nutzen daraus zu ziehen, sondern Er schenkt seinen Geschöpfen durch ihr Dasein die Möglichkeit zur eigenen Entwicklung. Der Mensch gilt im Qur`an als der „Stellvertreter“ Gottes auf Erden. Ihm hat Gott von Seinem Geist eingehaucht. Der Mensch ist somit Träger des göttlichen Vertrauenspfandes und wegen seiner Willensfreiheit gegenüber sich und der gesamten Schöpfung verantwortlich. Jeder Mensch hat eine „göttliche Anlage“ und einen Hang zum Guten wie auch zum Bösen. Seine Guten Neigungen führen ihn zu geistig-seelischer Reife. Gerät der Mensch aber unter die Herrschaft seiner niederen Triebe, dann handelt er gegen die göttliche Ordnung und seine eigene Entwicklung. Sein Schicksal wird einerseits durch sein Streben, andererseits durch höhere Faktoren bestimmt, auf die er keinen Einfluß hat. Die Grenze zwischen beiden Bereichen aber ist niemandem bekannt. Nur Gott weiß, was die Menschen mit ihren unterschiedlichen Begabungen in ihrem Leben erreichen können und belastet daher keinen über das erfüllbare Maß hinaus. Alle Menschen, ob Mann oder Frau, schwarz oder weiß, arm oder reich haben denselben Stellenwert vor Gott und dem Gesetz. Das Einzige, was sie unterscheidet, ist der Grad ihrer Gottesfurcht und ihre Nähe zum Schöpfern (vgl.Qur`an 49:13).Q u r ` a nNeben einer inneren Anlage das Gute vom Bösen unterscheiden zu können, hat die schöpferische Weisheit dem Menschen Wege gezeigt, diese Grundstimmung zur Vollendung zu bringen: Der Qur`an der dem Propheten Muhammad im Laufe von 23 Jahren schrittweise offenbart wurde, ist Warnung und „Rechtleitung für die Menschen“ (vgl. Sure 2:185). Er bestätigt und vollendet alle früheren Heilsbotschaften. Sein Stil in deutlichem Arabisch ist unerreicht, sein Inhalt seit dem Jahre 623 bis zum heutigen Tag unverfälscht überliefert worden. Der Qur`an ist Gotteslehre, Moralkodex und Gesetz in einem. Wo er keine konkreten Aussagen macht, wird er von der „Sunna“ , dem vorgelebten Beispiel des Propheten ergänzt.G l a u b e n s p r a x i sG e b e t :Dem fünfmal am Tag zu verrichteten Gebet (arab. „salah“) , das man sowohl allein als auch in der Gemeinschaft verrichten kann, gehen Reinigungen voraus, zu denen in der Regel Wasser verwendet wird. Das Rituelle Gebet besteht aus der Rezitation einzelner Teile des Qur’ans, begleitet von Körperhaltungen wie aufrechte Stellung, Verbeugung und Niederwerfung, die das Glaubensmoment der dienenden Hingabe verkörpern. Das Gebet ist dem Gläubigen kein sinnentleerter Ritus, sondern Konzentration und tiefes inneres Bedürfnis. Der Sinn des Gebets wird vor allem in seiner Schutzfunktion gegen üble Gedanken und Handlungen gesehen (vgl. Sure 29:45). Das rituelle Gebet schließt das freie Gebet nicht aus. Besinnung und Gottgedenken stärken den Geist des Betenden und heben ihn über alle Alltagssorgen hinaus. Er schöpft Kraft, im täglichen Leben maßhalten zu können und keine Übertretungen zu begehen. Obwohl die „Masjid“ (d.h. Ort der Niederwerfung) der geeignete Raum für die Gebete ist, brauchen sie nicht unbedingt in der Moschee verrichtet werden, da laut einer prophetischen Überlieferung die ganze Erde als ein Gebetsraum gilt.S o z i a l a b g a b e :An über achtzig Stellen erwähnt der Qur’an die Sozialabgabe bzw. Armensteuer (arab. „zakat“) zusammen mit der Verpflichtung mit dem Gebet. Die Wohlhabenderen Mitglieder der islamischen Gemeinschaft entrichten diese soziale Abgabe an die Bedürftigen. Die Armen und die Bittenden haben ein Anrecht auf das Vermögen der Gemeinschaft, „damit die Reichtümer nicht nur unter denen umlaufen die schon reich sind“ (vgl. Qur’an 59:7). Die Sozialabgabe – die andere Spendenformen nicht ausschließt – wird ausführlich in der islamischen Rechtswissenschaft behandelt. „Zakat“ und eine Fülle zusätzlicher Bestimmungen sollen die Verantwortung der Menschen füreinander wecken und soziale Gerechtigkeit sichern. Unter anderem dient beispielsweise das Zinsverbot einer ausgleichenden Verteilung des Besitzes.F a s t e n(arab. „saum“) im Monat Ramadhan vorgeschrieben und an anderen Tagen des Jahres als freiwilliger Verzicht ist eine Übung zur Selbstbeherrschung, Willenskraft und inneren Einkehr. Vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang enthält sich der Fastende des Essens, Trinkens und geschlechtlichen Verkehrs. Das Fasten reinigt Körper und Geist. Der Fastende hält sich fern von üblen Worten, Werken und Gedanken. Er sucht seine Zuflucht bei Allah in meditativer Versenkung, Gebet und Selbstreflektion. Das Fasten stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der muslimischen Gemeinde. Die Wohlhabenden macht das Fasten auf die Situation der Notleidenden aufmerksam und bricht ihren Hochmut und ihren falschen Stolz.P i l g e r f a h r t :Bei der alljährlichen Wallfahrt (arab. „hajj“) versammeln sich Millionen von muslimischen Männern Frauen in Mekka und Umgebung. In verschiedenen rituellen Handlungen folgen sie den Ursprüngen der islamischen Botschaft: Das Umschreiten der von Abraham und Ismail errichteten Kaaba in Mekka, das Verweilen im geschichtsträchtigen Tal von Arafat, die sinnbildliche Steinigung des Satans, das abschließende Opfer verbinden sie in Eindrucksvoller Weise mit der abrahamitischen Tradition des reinen Monotheismus. Die Pilgerfahrt gilt als Symbol der muslimischen Einheit. Die Versammlung von Gläubigen aus aller Welt bietet Gelegenheit, einander kennenzulernen, Probleme gemeinsam zu beraten und die Eintracht und Brüderlichkeit zu stärken.J i h a d :Nach dem qur’anischen Prinzip „Nicht zu unterdrücken und sich nicht unterdrücken zu lassen“ übernimmt der Mensch Pflichten sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber. Er darf gegenüber der Ungerechtigkeit eines Menschen oder einer Gruppe nicht neutral bleiben. Sind die Gemeinschaft und die menschlichen Werte bedroht und alle friedlichen Mittel erschöpft, wird „Jihad“ (wörtlich : „Bemühung“) zur Pflicht. Unter dem oftmals fälschlich mit „Heiliger Krieg“ wiedergegebenen Begriff wird eine reine Verteidigungsbemühung verstanden, die den Angreifer lediglich an seiner Aggression hindern soll. Dabei verlangt der Qur`an von seinen Anhängern auch gegenüber aggressiven Menschen in Gerechtigkeit zu verfahren (vgl. Sure 5:8). Als „großer Jihad“ gilt der Kampf des Menschen gegen sein Ego. Durch die Läuterung des Herzens soll das göttliche Element entwickelt werden, damit der Mensch sich vom Gefängnis seiner Begierden befreie.G u t e s g e b i e t e n und Schlechtes verwehren :Im Islam bilden Individuum und Gesellschaft, Religion und Politik, Gesetz und Moral eine Einheit. Der Muslim – ob Mann oder Frau – ist gegenüber sich selbst und seiner Gemeinschaft verantwortlich (vgl. Qur’an 9:71). Das Universale qur’anische Gebot soll den Glauben und die Gemeinschaft vor schädlichen Einflüssen bewahren und die Menschen durch eine einladende Darbietung mit den Inhalten des Islam vertraut machen.M o r a lRiten ohne aufrichtigen Glauben und entsprechende moralische Handlungen bleiben leere Hülsen. Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Güte gegenüber den Eltern und Verwandten, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit gegenüber Freund und Feind sind allgemein moralische Eigenschaften, die für jeden Muslim gelten. Aus Ehrfurcht und Liebe zu Gott schöpft der Gläubige Liebe und Achtung seinen Mitmenschen gegenüber. Moralisches Handeln umfasst Individuum, Familie und Gesellschaft und gilt als grundlegende Voraussetzung für die Verinnerlichung des Glaubens. Treuhänder der überlieferten Glaubenslehre sind die Gelehrten, die vor allem Rechtsgelehrte sind. Der Muslim befolgt die religiösen Gebote aus Überzeugung, für die Vertiefung seines Glaubenslebens ist er allein verantwortlich. Seine Hingabe bedarf keines Mittlers, vielmehr wendet er sich direkt an Gott.

Grundlagen der Relegion

Grundlagen der Relegion

Usul-ud dinGotterkennenGerechtigkeitDas ProphetenDie zwölf ImameNach dem Leben ( Zurückverwandelt )
Gotterkennen“ Gott umschließt mit Seinem Wissen alles, was sie tun „. (Anfal, 48)“ Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch sein möget“. (Hadid, 4)Die meisten auf Erden glauben an einen Schöpfer, der die Welt erschuf und beten Ihn an. Der Mensch von gestern ebenso wie der heutige. Wie aus der Geschichte zu erfahren ist, war die Mehrheit der menschlichen Gesellschaft seit altersher religiös eingestellt und davon überzeugt, daß die Welt einen Gott und Schöpfer hat.Und wenngleich die verschiedenen Religionsgemeinschaften Gott ihrem eigenen Verständnis und Begreifen gemäß beschreiben, so sind sie sich doch hinsichtlich des „Kerns der Sache“ einig.Abgesehen vom Islam sind auch die anderen Religionen wie Christentum, Judentum, Zarathustrier und Buddhisten von der Existenz Gottes überzeugt. Wer diese Realität, d.h. die Existenz Gottes, leugnet, tut es, ohne ein handfestes Argument für seine Behauptung erbringen zu können. Etwas, das ihm selbstredend auch niemals möglich sein wird. Er kann höchstenfalls sagen, dass Gott -seiner Meinung nach- nicht nachweisbar  sei. Nie und nimmer aber kann er ein Nicht-Gegebensein Gottes beweisen.Der Metarialist vermag lediglich seiner Annahme, daß Gott nicht exsistiert,  kundzutun…, handfeste Argumente dafür kann er nicht erbringen. Gerechtigkeit Im Heiligen Koran und in zahlreichen Riwayat (Überlieferungen) unserer Großen der Religion wird Gerechtigkeit unterteilt in eine „individuelle“ und eine „soziale“. Beiden Formen schenkt der Islam hohe Aufmerksamkeit.Von „individueller Gerechtigkeit“ sprechen wir, wenn der Einzelne Lügen, Verleumdungen und sämtliche „großen Sünden“ meidet. Kurz, wenn er sich Hässlichkeiten nicht hingibt und das tut, was recht und gut ist.Wer sich an diese ethische Grundregel hält, ist als „redlich“ und „gerecht“ zu bezeichnen, denn niemandem fügt er Unrecht zu, gegen niemanden verhält er sich ungerecht. Gemäß der islamischen Bestimmungen kann der, der gerecht – „‚adil“ – ist und über die erforderlichen Kenntnisse und das entsprechende Bildungs- und Wissensniveau verfügt, „Mardscha’i Taqlid“ sein, mit richterlichen und Führungsaufgaben sowie anderen wichtigen Funktionen in der Gesellschaft beauftragt werden. Wer aber dieses “ Adil-Seins“ entbehrt, darf – auch wenn er höchstes Fachwissen besäße – mit derartigen Verantwortungen nicht betraut werden.“Soziale Gerechtigkeit“ bedeutet, dass die Rechte der anderen gewahrt bleiben. Dass ihnen so, wie sie sind – ohne Über- und Untertreibung – entsprochen wird und alle vor dem Gesetz – dem Gesetz Gottes – gleich bzw. gleichberechtigt sind. Daß bei der Durchführung der religiösen Bestimmungen nicht gegen das, was Recht und richtig ist, verstoßen und das Maß des Rechtes nicht überschritten wird. (Unter anderem im Strafvollzug). Daß man sich von Empfindungen und Sympathie nicht übermannen lässt und dadurch vom rechten, „gerechten“ Weg abkommt. Der Erhabene Gott spricht im 90. Vers der Sure 16, Nahl: Gott gebietet euch, Gerechtigkeit walten zu lassen.„Richtet unter dem Volk in Gerechtigkeit.“In vielen Koranversen und Ahadith wird zu Gerechtigkeit in Wort und Tat aufgerufen. Und an mehreren Stellen des Heiligen Koran verdammt Gott jene, die Unrecht tun, also „ungerecht“ sind.Ungerechtigkeit, Tyrannei…Der Erhabene Gott hat im Heiligen Koran aber Hunderte Male auf das Übel von Unrecht und Tyrannei hingewiesen und vor dieser Hässlichkeit, die wahrhaftig dämonisch ist, eindringlich gewarnt. In zwei Dritteln der Koransuren ­insgesamt sind es 114 Suren – ist von Unrecht und Tyrannei die Rede.Niemand ist auf Erden, der nicht wüsste, wie hässlich und unheilvoll Unrecht und Ungerechtigkeit sind, wie viel Leid und Unglück durch sie geboren werden, wie viel Zerstörung, Blutvergießen, Tränen…Offenkundig ist aber auch, dass tyrannische Herrschaften, so gewaltig und stabil sie auch scheinen mögen, auf keinem festen Fundament ruhen. Dass den Tyrannen über kurz oder lang das Dach ihres Schlosses über ihrem Kopf zusammenstürzt… Gott spricht im 144. Vers der Sure 6, Anam: „Gewiss wird Gott die Unrechttuenden nicht ans letztliche Ziel gelangen lassen.“Und die Imame (a.s.) sagten:“Besitz und Macht lassen sich durch Unglauben wohl erhalten, nicht aber durch Tyrannei.“ Das Propheten Gott hat die Propheten gesandt.Gott hat die  Menschen gern und möchte, daß sie in dieser Welt gut und friedlich leben und auch in der Welt des Jenseits glücklich und froh sind. Darum hat er die besten Gebote und Empfehlungen, die sowohl in dieser Welt als auch in der Jenseitigen von Nutzen sind, gegeben. Und zwar mittels seiner  Propheten!Die Propheten waren gute, hervorragende Männer, die Gott zur Rechtleitung der Menschen auserwählte.Und diese riefen die Menschen auf, gut zu sein  und den allmächtigen, gütigen Gott anzubeten!Die Propheten waren Gegner der bösen, grausamen Menschen und bemühten sich um Gleichberechtigung und Brüderlichkeit unter der Menschen.
Die zwölf Imame Nach dem Propheten Hazrat Muhammad (s)kamen -nacheinander- zwölf Imame (Nachfolger).Sie heissen der Reihe nach:Imam  Ali (a.s) Imam Hasan (a.s) Imam Hosein (a.s) Imam Sadjad (a.s) Imam Bager (a.s) Imam Sadeg (a.s) Imam Kazem (a.s) Imam Reza (a.s) Imam Taghi(a.s) Imam Ali en Naghi (a.s) Imam Hasan el Asghari (a.s) Imam Mahdi (a.s)
Nach dem Leben ( Zurückverwandelt ) Wenn wir ausschließlich das Leben in dieser Welt sehen würden, ohne das Leben im Jenseits miteinzubeziehen, wäre dies zweifel­los sinn- und zwecklos! Das wäre genau so, als wollte man das Leben des ungeborenen Kindes ohne sein späteres Leben in dieser Welt in Betracht ziehen.Ein Kind, das noch im engen und dunklen Mutterleib ist, würde, wenn es bereits schlussfolgern könnte und über das Dasein und Le­ben eines Embryos nachdächte, tatsächlich staunen! „Warum bin ich in diesem finsteren Gefängnis eingeschlossen? Warum muss ich inmitten von Wasser herumstrampeln? Welchen Sinn hat mein Da­sein nur? Seit wann bin ich hier? Wozu bin hier?“Aber wenn es aufgeklärt und ihm gesagt würde: „Das ist nur eine vorübergehende Zeit! Deine Glieder und Organe entwickeln sich hier! Sie werden kräftig und bereit zu einem Leben voller Bewe­gung und Bemühen in einer großen, weiten Welt! Nach neun Mo­naten kommt dann das Gebot zu Deiner Befreiung; dann wirst Du in eine Welt eintreten, in der es eine strahlende Sonne, einen leuchtenden Mond, grüne Bäume, Bäche und Flüsse voller Wasser und viele andere gute Dinge mehr gibt.“ Dann würde es froh und erleichtert aufatmen und sprechen: „Nun habe ich den Sinn meines Daseins hier verstanden! Das ist lediglich eine Vorstufe. Eine Art ‚Sprungbrett‘ oder Vorbereitungsunterricht zur großen Universität des Lebens in der irdischen Welt!“Wenn das Dasein des Embryos nicht in Verbindung mit dem Le­ben in dieser Welt stünde, wäre alles sinnlos, düster und aussichts­los für es! Eine beängstigende Gefängniszelle ohne Sinn und Zweck! Ein Kerker voll quälender, erdrückender Ziel- und Hoff­nungslosigkeit !Ebenso verhält es sich im Hinblick auf das Leben in dieser Welt und seine Beziehung zum Leben nach dem Tode. Wozu wäre es denn ansonsten wohl notwendig, dass wir uns siebzig Jahre lang oder einige Jahre mehr oder weniger in diesem Leben abstrampeln und inmitten all der Schwierigkeiten und Probleme abmühen?Eine Zeitlang sind wir, wie man so schön sagt, „noch grün hinter den Ohren“ und ohne Erfahrung! Und wenn wir dann endlich her­angereift sind, ist unser Leben auch schon zu Ende. Eine Zeitlang müssen wir uns um Wissen und Erfahrung bemühen, und wenn wir dann – was unsere Erkenntnisse anbelangt – weiser geworden sind, ist unser Haar weiß, sind wir alt und müde geworden!Wozu leben wir überhaupt? Um zu essen, uns zu kleiden und zu schlafen? Damit sich dieses durch viele Jahre hindurch ständig wiederholt? Dieses hohe Firmament, die weite Erde, die vielen Vorbereitungen und Vorstufen, all dieses Lernen und Studieren, Sammeln von Kenntnissen und Erfahrungen, die vielen Lehrer und Vorbilder usw. – existiert dies alles nur des Essens, Schlafens und Kleidens wegen und dafür, daß diese einfachen Dinge immer und immer wieder getan werden?Genau das ist der Grund, weshalb das Leben jenen sinnlos er­scheint, die nicht an die Auferstehung glauben. Sie können diese geringfügigen Belange nicht als Sinn und Ziel akzeptieren, und an ein Leben in einer Welt nach dem Tode glauben sie nicht! Daher kommt es auch, daß einige Selbstmord begehen, um sich aus diesem sinn- und zwecklosen Leben zu befreien.Wenn wir aber davon ausgehen, daß das irdische Leben das Feld ist, auf dem wir säen, stellt sich diese Welt als ein Acker dar, auf dem wir den Samen ausstreuen und dessen Früchte wir im jensei­tigen ewigen Leben ernten. Die Welt hier ist eine Art Universität, in der wir uns Wissen anzueignen und für ein Leben in der Ewigkeit vorzubereiten haben. Es ist eine Übergangswelt, eine Brücke, die wir passieren müssen. Aus dieser Perspektive gesehen ist die Welt nicht länger ohne Sinn und Bedeutung, sondern eine Voraussetzung und Vorbereitung für ein ewiges Dasein, für ein immerwährendes Leben, in dessen Lichte all unser Bemühen nur gering erscheint, sei es auch noch so groß und intensiv. Der Glaube an die Auferstehung gibt dem menschlichen Leben Sinn und befreit von Unruhe, Angst und Ziellosigkeit!Glaube an die Auferstehung: ein wichtiger Aspekt in der Erziehung!Abgesehen davon hat auch das Wissen vom “ Jüngsten Gericht“ ­dem Gericht am Tage der Auferstehung – großen Einfluß auf unser Leben und unsere Lebensführung!Stellt euch vor, in irgendeinem Lande hieße es: „An dem und dem Tage im Jahr werden Verbrechen straffrei bleiben. An dem Tage werden keine Gerichts- oder Polizeiakten angelegt! “ Die Leute könnten dann in aller Ruhe und mit der Gewißheit, daß keine Verurteilung erfolgen wird, jenen Tag ganz so verleben, wie es ihnen passt! Sie könnten stehlen, schlagen, morden, brennen, usw.! Sämtliche Ordnungskräfte wären an jenem Tage beurlaubt, Gerichte und Justizgebäude geschlossen, und auch am nächsten Tage, an dem das Leben wieder seinen gewohnten Gang ginge, würden die Verbrechen und Straftaten des Vortages nicht vor ei­nem Anwalt, der Polizei oder dem Richter erörtert werden. Stellt euch das nur einmal vor! Was meint Ihr wohl, was das für Folgen hätte! Wie würden sich an jenem Tag Land und Gesellschaft zeigen?Glaube an die Auferstehung heißt gleichzeitig Glaube an das „Jüngste Gericht“, das in keinem Fall mit den weltlichen Gerichten vergleichbar ist. Diese große Gericht hat folgende Merkmale: I. Es ist ein Gericht, in den indirekte oder direkte „Beziehungen“ nichts nützen. Das Gesetz kann nicht aufgrund von „Beziehungen“ und die Ansichten des Richters können nicht durch falsche Indizien beeinflußt werden.2. Es ist ein Gericht, das des Aufwandes der weltlichen Gerichte nicht bedarf und in dem es deshalb kein Hinauszögern und schleppendes Sich-Hinziehen gibt. Blitzschnell und präzise wird geprüft und befunden.3. Es ist ein Gericht, in dem die Taten der Einzelnen deren „Gerichtsakten“ darstellen; d.h. ihre Taten selbst werden gegen­wärtig und sagen über den Täter und dessen Handeln aus; und ihre Aussage ist so unwiderlegbar, daß dem, der sie ausführte, keine Möglichkeit zum Leugnen und Dementieren bleibt.4. Zeugen des Gerichts sind Hände, Füße, Augen, Ohren, Zunge und Haut des Menschen, und selbst die Erde und die Türen und Wände des Hauses, in dem sich das Gute bzw. Schlechte ereignete. Das sind Zeugen, die ebenso wie die Tatfolgen nicht zu bestreiten sind.5. Dieses Gericht ist ein Gericht, in dem Gott der Richter ist. Gott, Der über alles und jeden Bescheid weiß, Der nichts und niemanden braucht und gerechter ist als alle und alles!6. Abgesehen davon liegen der Bestrafung oder Belohnung durch dieses Gericht keine Abmachungen oder Verträge zugrunde. (Sie unterliegen nicht den unterschiedlichen Bestimmungen und Vor­schriften der einzelnen Länder, aufgrund derer die Urteile in den Gesellschaften unserer.Erde verschieden ausfallen).Und mehr noch als das! Es sind unsere Taten, die Gestalt anneh­men, neben uns treten und uns quälen, oder aber uns beglücken, uns Frieden und Freude schenken. Der Glaube an ein solches Ge­richt läßt den Menschen wie Imam Ali (a.s.) sprechen: „Ich schwöre bei Gott! Es ist mir lieber, abends bis morgens anstatt auf einem weichen Lager auf Dornen zubringen zu müssen und an Händen und Füßen gekettet durch Straßen und Basar gezerrt zu werden, als vor dem großen Gericht meines Herrn und Gottes erscheinen zu müssen mit der Schuld beladen, einem Seiner Geschöpfe Unrecht getan oder das Recht eines anderen verletzt zu haben.“ (Nahg-ul-Balagah, Predigt 224).Es ist die Gewißheit von diesem Gericht, die den Menschen veranlaßt, wie Ali (a.s.) glühendes Eisen nah an die Hand seines Bruders zu bringen, der bei der Verteilung des „Bayt-ul-mal“ (d.h. des öffentlichen Guthabens) für Bevorzugung und Diskriminie­rung eintritt, und ihm dann, wenn er erschrocken aufschreit, war­nend zu sagen: „Du schreist auf wegen dieses geringfügigen Glühens und Brennens, das in der Hand des Menschen wie ein Spiel ist. Aber Deinen Bruder willst Du in das grauenvolle Feuer zerren, das durch den Zorn Gottes entzündet wurde?“ (Nahg-ul-Balagah, Predigt 224 ).Kann ein Mensch, der von einem solchen Glauben und einer der­artigen Überzeugung erfüllt ist, hinters Licht geführt und betrogen werden? Kann dessen Gewissen durch Bestechungsgelder be­schwichtigt werden? Kann er durch Drohung oder Ermunterung vom rechten Weg in Richtung Unrecht und Tyrannei abgebracht werden?Der Heilige Qur’an sagt: „Und das Buch (ihrer Taten) wird ihnen vorgelegt, und du wirst die Schuldigen in Ängsten sehen angesichts dessen, was darin ist; und sie werden sprechen: ‚0 wehe uns! Was für ein Buch ist das! Es läßt nichts aus, klein oder groß, sondern hält alles aufgezeichnet. ‚ Und sie werden alles gegenwär­tig finden, was sie getan,. und dein Herr tut keinem Unrecht.“ (Sure al-Kahf, Vers 49)Dieses Wissen ruft im Menschen Pflichtempfinden im Hinblick auf jegliches Tun und Lassen hervor; ein Pflichtempfinden, das ihn zügelt und vor Irrwegen, Entgleisungen und unrechtem Handeln warnt.

Das Gebet

Salat (Namaz) – das vortrefflichste Reisegepäck hin zur anderen Welt
Das Gebet – Salat, Namaz – gehört zu den besten Wegen, Gott zu verehren

Es bringt uns Gott näher und ist vortrefflichstes Reisegepäck in die Welt der Ewigkeit. Wenn wir in der rechten Weise beten (und nach dem, was wir im Gebet sagen, handeln), werden wir in der Welt des Jenseits zu den Glücklichen zählen.Unser Prophet Hadrat-e-Muhammad (s.a.s.) sprach: „Das Gebet ist wie eine Quelle reinen, klaren Wassers, in der sich der Betende fünfmal am Tage reinigt!“Beim Gebet sprechen wir mit dem gütigen Gott und richten unsere Aufmerksamkeit nur auf Ihn. Jemanden, der nicht betet, hat Gott nicht gern. Er zählt auch nicht zu den Freunden des Propheten. Unser Prophet sagte: „Ich bin bekümmert über jenen, der nicht betet, wie Gott es ihm geboten hat!“Gott liebt jene, die zu Ihm beten und belohnt sie reichlich und wunderbar. Ganz besonders gern hat Gott jene, die seit ihrer Kindheit zu Ihm beten.Ein jeder Muslim hat täglich fünfmal das Gebet zu sprechen:Morgengebet2 Rak’a (GebetsabschnitteMittagsgebet4 Rak’a    Nachmittagsgebet4 Rak’a   Abendgebet3 Rak’a   Nachtgebet4 Rak’a    Was du vor dem Gebet tun musst „Bevor du betest, musst du die vier folgenden Anordnungen erfüllen:

  1. Dein Körper und deine Kleider müssen sauber sein, sowie der Platz an dem du dich entschieden hast, zu beten.
  2. Du musst bescheiden gekleidet sein, so dein Körper bedeckt ist (der Mann muss seinen Körper vom Nabel bis zu den Knien und die Frau den ganzen Körper außer ihren Händen und Füßen bedecken).
  3. Du musst dich nach Mekka, dem Heiligen Land, zuwenden, wo Gottes Haus Al Kaaba steht.
  4. Du musst deine Seele durch das Waschen der folgenden Körperteile gereinigt haben:
    1. dein Gesicht
    2. deine Hände bis zu den Ellbogen
    3. einen Teil deines Kopfes
    4. deine Füße

Gebetseinleitungen :erste Gebetsruf ,,Al Adhan4 X ,, Allahu akbar — GOTT ist der Größte2 X,, Aschhadu alla ilaha illa llah — Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer GOTT gibt 2 X,,Aschhadu anna Muhammadan rasulu illah — Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte GOTTES ist2 X ,, Aschhadu anna Aliyyen Waliyy Ulläh –Ich bezeuge, dass Ali Gottes beauftragter ist2 X ,, Hayyi ala ssalah —Komme zu beten 2 X ,, Hayyi ala lfalah — Das Gebet ist verrichtet2 X ,,Hayyi a la –Chairi –lamal –Auf zur Besten Tat2 X ,,Allahu akbar — GOTT ist der Größte2 X ,,La ilaha illa llah — Es gibt keinen Gott außer GOTTWie das Gebet verrichtet wird“Dein Herz ist voll von Liebe und Unterwerfung Gott gegenüber. In deinem Hirn formst du die Idee, dieses oder jenes Gebet zu verrichten und mußt die folgenden Worte leise aussprechen, die von dem Führer oder dem Imam eines Gebetsversammlung ausgesprochen werden.Die zweiter Gebetsruf Al-Iqama:Allahu akbar — GOTT ist der Größte Allahu akbar — GOTT ist der Größte2 X,, Aschhadu alla ilaha illa llah — Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer GOTT gibt 2 X,,Aschhadu anna Muhammadan rasulu illah — Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte GOTTES ist2 X ,, Aschhadu anna Aliyyen Waliyy Ulläh – Ich bezeuge, dass Ali Gottes beauftragter ist2 X ,, Hayyi ala ssalah — Komme zu beten 2 X ,,Hayyi ala lfalah — Das Gebet ist verrichtet2 X ,,Hayyi a la –Chairi –lamal –Auf zur Besten Tat2 X ,, Qad qamati -s- salat   Das Gebet hat nun begonnen2 X ,,Allahu akbar — GOTT ist der Größte1 X ,,La ilaha illa llah — Es gibt keinen Gott außer GOTT  Wir beten so:1.Wir stellen uns in Gebetsrichtung (Qibla) hin,-in der Absicht – Niyya – nun das Gebet zu sprechen. Das heißt: Wir nehmen uns vor, ein bestimmtes Gebet zu beten. Zum Beispiel: Wir nehmen uns vor (Niyya), nun die vier Rak’a des Mittagsgebetes sprechen zu wollen.2.Nachdem wir diese Absicht gefasst haben, sagen wir (Umschrift):

Allahu akbar(Übersetzung: Gott ist groß, erhaben) Dabei heben wir unsere Hände in Höhe unserer Ohren empor.3.Danach -nach diesem „Takbir“ – lassen wir unsere Arme wieder hängen und beten:Sura Al-Hamd in der Umschrift

Bismil-lahir-rahmanir-rahim. alhamdu lillahi rabbil-a’lamin. ar-rahmanir-rahim. maliki yawmid-din. iyyaka na’budu wa iyyaka nasta’in ihdinas-Siratal-mustaqim. Siratal-ladhina an ‚amta alayhim gayril-magdubi alayhim walad-dalin. Im Namen Gottes, des sich Erbarmenden, des Barmherzigen!         Preis sei Gott, dem Herrn der Welten,                                     dem sich Erbarmenden, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tage des Gerichts. Dir allein Dienen wir, und Dich allein bitten wir um Hilfe!Führe uns den geraden Weg,den Weg derer, denen Du gnädig bist, nicht derer, denen du zürnst und nicht der irrenden!                                    Nachdem wir diese Worte gesprochen haben – es sind die Worte der Sure eins, der Sura Al-Hamd (al-Fatiha) aus dem Koran – sprechen wir noch eine andere Sura aus dem Koran. Häufig wird die Sura Al-Ikhlas (Al-Tawhid, die 112. Sure) gesprochen:Sura Al-Ikhlas in der Umschrift:
Bismillahir-rahmanir-rahim. Qul Huwallahu ahad. allahus Samad. lam yalid walam youlad. walam yakun lahu kufuwan ahadIm Namen Gottes, des sich Erbarmenden, des Barmherzigen!Sprich: Er ist Allah (Gott), der Einzige, Allah, der Unabhängige und von allen Angeflehte Er zeugt nicht und ward nicht gezeugt, und keiner ist Ihm gleich! 4.Danach gehen wir zur „Roku'“ über. Das heisst, wir beugen uns soweit, dass unsere Hände die Knie erreichen. Dabei sprechen wir: (Umschrift)

Subhana rabbi-yal-a‘ zim wa bihamdi  Preis und Dank sei Gott, dem Allerhabenen! Danach richten wir uns wieder auf, stehen ruhig da und sprechen: (Umschrift)Sami’a-llahu liman hamidahAllah (Gott) erhört den, der ihn lobpreist!  5.Danach knien wir nieder zur „Sagda“. Dass heisst: Wir knien uns nieder und legen dabei unsere Stirn auf die Erde (oder auf Stein oder Holz, Stroh). Und berühren dabei mit unseren beiden Handflächen und den Spitzen unserer beidne großen Zehen den Boden. In dieser Haltung knien wir zur „Sagda“, wobei wir sprechen: (Umschrift)

Subhana rabbia-l-a’la wa bi hamdih Preis und Dank sei meinem Herrn, dem Allerhabenen! Danach  heben wir den Kopf hoch, knien jedoch noch weiter auf dem Boden. und wieder senken wir den Kopf zur Erde, zur zweiten Sagda, wobei wir das gleiche sprechen wie bei der ersten Sagda. Und wieder heben wir den Kopf aus der Sadgda hoch. Sitzen ruhig und erheben uns dann zur zweiten Rek’a. Beim Aufstehen sprechen wir: (Umschrift)Bi hawli-llahi wa quwwatihi aqumu wa aq’odMit Gottes Hilfe stehe ich auf und knie nieder (zum Gebet)!6.Und sprechen, wie bei der ersten Rak’a, die Sura Hamd und die Sura Tawhid (oder eine andere Sura). Mit dem Unterschied, dass wir, nachdem wir die Sura Hamd und die Sura Tawhid (oder eine andere Sura) gesprochen haben, zur „Qonut“ übergehen. Das heisst wir heben unsere Hände in Höhe unseres Gesichtes hoch, zum Do’a, zum Bittgebet!Zum Beispiel mit diesen Worten (Umschrift):

Rabbana atin-a fiddunya hasanah wa fil akherati hassanah. Wa qina adhab an nar. Gott gib mir Wohles in dieser Welt und in jener, und bewahre mich vor der Pein des Feuers. Danach folgen wieder Roku‘ und Sagda, – wie bei der ersten Rek’a 7.Nachdem wir, nach der zweiten Sagda der zweiten Rak’a den Kopf hochgehoben haben und ruhig auf unseeren Knien dasitzen, sprechen wir die „Tasahud“, das heisst, wir bezeugen (Umschrift):

Ashadu an la ilaha illa -llah wahdaho la Sharika lah, Wa ashado anna Muhammadan ‚abduhu wa rasoluh, Alla-humma salli ‚ala Muhammadin wa ali Muhammad Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser Allah!Und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist!                 O Allah, segne Muhammad und seine Familie!  8.Nach dem Tasahud stehen wir wieder auf und beginnen mit der dritten Rak’a (außer beim Morgengebet).Und nun sprechen wir, anstelle der Suren „Hamd“ und „Tawhid“ (oder einer anderen) (Umschrift):Subhana-llah wal hamdu lillah wa la ilaha illallahu wa llahu akbar. Preis und Dank sei Gott! Es gibt keinen Gott ausser Allah! Und Allah ist Allerhaben!Nachdem wir diese Worte gesprochen haben, folgen wieder Roku‘ und Sagda. Danach erheben wir uns zur vierten Rak’a. Die vierte Rak’a ist wie die dritte.9.Nach der vierten Rak’a (oder beim Morgengebet nach der zweiten Rak’a) sitzen wir, nach der zweiten Sagda, ruhig auf unseren Knien, sprechen das Tasahud und danach „Salam“. Dabei sagen wir (Umschrift):

As – salamu alaika ayyoha annabi wa rahmatullahi wa barakatuh,as – salamu a’laina wa a’la i’badillahis-salehin,as- salamu alaikum wa rahmatu – llahi wa barakatuh.  Friede sei  mit Dir, o Prophet und der Segen und die Gnade Gottes!   Friede sei mit uns allen rechtschaffenen Dienern Gottes!Friede sei mit Euch und die Gnade und der Segen Gottes! und damit ist unser Mittagsgebet beendet.GebetszeitenDas Morgengebet kann vom ersten Morgengrauen bis zum Sonnenaufgang gebetet werden. Das Mittagsgebet und Nachmittagsgebet vom Mittag bis zum Sonnenuntergang. Das Gebet „Magreb“ nach Sonnenuntergang und das Nachtgebet sond vom Abendbeginn bis kurz vor Mitternacht (ungefähr 23:15) möglich. Allerdings, besonders gut ist es, wenn wir die Gebete sobald wie möglich nach dem „Adhan“ dem Gebetsruf, sprechen.