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Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen

 

Die wichtigen Aufgaben der Überlebenden von Kerbala

Der 11. Muharram ist der wichtigen Tage der islamischen Geschichte. Man dachte, dass das Ereignis von Karbala im Muharram des 61. Jahres der Hidschra am Tag von Aschura das Ende sei. Denn an diesem Tag wurde Imam Hussein (as) mit seinen 72 Getreuen getötet. Von den Männern blieb nur Hasrate Zain-ul-`Abedin (as) übrig. Und das auch nur, weil er krank-heitsbedingt nicht imstande war, aufzustehen, geschweige denn an den Kampf-handlungen teilzunehmen.

Jazids Handlanger enthaupteten die Märtyrer und ließen ihre reinen Kör-per auf dem Boden liegen. Sie zündeten die Zelte Imam Husseins (as) und seiner Familienmitglieder an. Ihr Gelächter ertönte in der Wüste. Sie betrachteten sich als Sieger und dachten, alles sei zu ihren Gunsten ausgegangen. Daher haben sie mit großer Freude die trauernden und tief betrübten Familienangehörigen gefan-gen genommen und sie samt den Häuptern der Märtyrer von Karbala nach Kufa gebracht, damit sie von Ubeidullah belohnt würden.

Aber in Wirklichkeit fand ab dem 11. Muharram der Aufstand Imam Husseins (as) durch das Überleben seiner Familienmitglieder einen neuen Hö-hepunkt und zwar durch die Enthüllung des wahren Gesichts von Jazid und sei-ner Handlanger. Ihr unheilvolles, teuflisches Ziel war die Vertilgung des Islams und die Rückkehr zum vorislamischen Heidentum.

Als der Imam sich entschloss, seine Familienmitglieder nach Kufa mitzu-nehmen, versuchten manche angesehene Leute, ihn davon abzuhalten. Als Ant-wort sagte ihnen der Imam: "Mein Großvater, der Prophet Gottes, der mir den Aufstand befahl, obwohl es zu meinem Märtyrertum führen wird, ordnete an, auch meine Familie mitzunehmen, obwohl sie in Gefangenschaft geraten wer-den."

Und so wurde die Gefangennahme der Familie Imam Husseins zur zwei-ten Phase des ewigen Aufstandes Imam Husseins (as). Ich habe in meiner vori-gen Ansprache darauf verwiesen, dass manche Menschen in der Zeit Imam Husseins (as), wie z. B. die Einwohner von Scham, den Islam nicht genau kannten. Manche von ihnen wurden trotz ihres Wissens durch die Liebe zu den vergänglichen Dingen und ihre Habsucht irregeführt. Sie entbehrten des religiö-sen, ja sogar des menschlichen Gewissens.

Unter solchen Bedingungen waren die großen Ziele des Aufstands Imam Husseins (as), wie die Aufklärung der Unwissenden, die Wachrüttelung der be-nebelten Gewissen und die Führung der Menschen auf den geraden Weg, nur durch das Schahada (Märtyrertum) Imam Husseins und seiner Getreuen möglich war.

Denn die verbrecherische Bande Jazids hätte ihn sonst als Schuldigen und Abenteurer denunziert. Schon vorher hatte der Richter Schureih (Gottes Fluch sei auf ihm!) das Todesurteil über den Imam ausgesprochen. Jazid hätte sich an-schließend sogar reinwaschen und als dem Hause des Propheten ergeben zeigen können. Ohne die Gefangennahme
der Familie des Imams, die damit verbunde-ne weitere Verkündigung des Schahada der Märtyrer und die Erläuterung der Ziele des Aufstands und der ungerechten Unterdrückung des Imams und seiner Getreuen, wäre die blutige heilige Erhebung Imam Husseins (as) wie Wasser im Sand verlaufen.

Gerade die Aufgabe seiner Hinterbliebenen war um vieles schwerer als das Kampfgeschehen selbst. Denn sie trugen das schwere Leid und die Trauer über den heldenhaften, aber grauenvollen Tod der Märtyrer und hatten zu dem furchtbaren Leid diese schwere Aufgabe nach all der Drangsal auf sich zu neh-men.

Auf die Frage an Imam Sadschad (as), was nach Aschura am schwierig-sten gewesen sei, sagte der Imam: "Scham war bei weitem schwieriger." Das bedeutet, dass die Gefangenschaft viel schmerzhafter als der Aufstand und das Märtyrertum auf dem Schlachtfeld war.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Töchter von Imam `Ali (as) Zeynab (sa) und Umm-ul-Kulsum vor ihrer Gefangenschaft zwanzig Jahre in Kufa ihr Leben in allen Ehren und von den Bewohnern respektiert verbrachten. Aber Ubeidullah brachte die Familie Imam `Alis (as) gefesselt in diese Stadt und in seinen Palast, während die Köpfe der heiligen Märtyrer auf den Lanzen hin- und herschwankten. Ubeidullah, der die Frauen und Töchter Imam Husseins (as) nicht ermorden konnte, wollte sie auf eine Art erniedrigen, dass ihr Leben tödli-cher als ihr Tod würde.

Es kam aber anders. Denn Imam Sadschad (as) und Hasrate Zeynab (sa) haben mit ihren Reden die Bewohner Kufas auf ihre schändliche Tat hingewie-sen, sodass sie ihre Untaten bereuten. Der Vers des heiligen Qurans (Sura Fur-qan, Aya 27) beschreibt den Zustand solcher Frevler: "Am Tage, da der Frevler sich in die Hände beißen wird, spricht er: ‚Oh wäre ich doch den Weg mit dem Gesandten gegangen.'"

Die Stadt Kufa war nach nicht allzu langer Zeit die Stätte des Aufstands der "Umkehrenden und Bereuenden". Viele Bewohner Kufas begannen Blutra-che zu nehmen, und so blieben die Omajjaden erfolglos, und haben ihr unheil-volles Ziel nicht erreicht. Die aufsehenerregende Rede von Hasrate Zeynab vor den Zuschauern, die sich um die Karawane der Gefangenen und der abgeschnit-tenen Köpfe versammelt hatten, erweckte Erinnerungen an die Reden Imam `Alis (as). Man dachte, es sei Imam `Ali (as), der so feurig und weise redete.

Hasrate Zeynab sagte: "Oh ihr Bewohner von Kufa, ihr hinterlistigen Ver-räter. Eure Augen sollen immer voller Tränen bleiben, eure Brust soll immer voller Seufzer sein. Ihr gleicht einem alten Weib, das ihren ganzen Garn zerriss, den sie gesponnen hatte. Euer Versprechen ist bedeutungslos und euer Schwur ist ohne Wert. Was habt ihr außer Angeberei und Eigenlob? Ihr seid wie jene Sklaven, die nach außen hin nur schmeicheln können, aber im Geheimen mit den Feinden kollaborieren. Ihr gleicht einer frischen Pflanze, die auf dem Mist-haufen gewachsen ist.....

Welch schlechten Vorrat habt ihr euch für das Jenseits gesammelt! Nichts außer den Zorn Gottes und die Qual der Hölle. Und ihr weint?! Ja, weint nur, denn bei Gott, euch gebühren nur Tränen. Angesichts solcher Schandtaten blei-ben euch nur Tränen. Welchen Schaden habt ihr euren Seelen zugefügt, die mit keinem Wasser zu reinigen sind. Welche Schmach ist ärger als die Ermordung des Enkels des Propheten und des Herrn der Jünglinge im Paradies, eines Man-nes, der für euch das Licht auf eurem Weg und der Helfer in eurer Not war.

Tod über euch. Ihr sollt vor Schande die Köpfe hängen lassen. Mit einem Mal habt ihr eure früheren Verdienste verspielt und für die Zukunft habt ihr nichts mehr in der Hand. Ihr werdet ab nun nur in Niedertracht und Verlegenheit leben, weil ihr euch den Zorn Gottes zugezogen habt. Euer Verbrechen ist so gewaltig, dass sich die Erde beinahe spalten und die Berge fast zerfallen würden.

Wisst ihr, welches Blut ihr vergossen habt? Wisst ihr, wer diese Frauen sind und welche Mädchen ihr unverhüllt in aller Öffentlichkeit zur Schau ge-stellt habt? Wisst ihr, dass ihr das Herz des Propheten blutig verletzt habt? Was für eine hässliche, schändliche und törichte Tat! Eine Tat, deren Schändlichkeit die ganze Welt erfüllt. Wundert ihr euch, dass der Himmel Blut regnet?

Ihr sollt aber dessen gewiss sein, dass die Verachtung und Erniedrigung im Jenseits noch ärger ist. Ihr sollt euch nicht täuschen, wenn Gott euch nicht sofort bestraft dafür, was ihr verbrochen habt. Gott bestraft nicht sofort, aber die Bluttat an den Schuldlosen lässt er nicht unbestraft. Gott wird alle Rechnungen begleichen."

Diese ergreifende, hohe Rede, die einem betrübten Herzen entsprang und von einem tiefen Glauben an Gott erfüllt war, löste große Entrüstung und Trauer unter den Zuhörern aus. Die Karawane der Gefangenen wurde in den Palast von Ibn-Ziad geführt. Er hatte zu einer feierlichen Versammlung aufgerufen, um sei-ne Macht zu demonstrieren. Ibn-Ziad bildete sich ein, besonders erfolgreich ge-wesen zu sein. Denn Imam Hussein (as) und seine Getreuen waren bereits tot, seine Frauen und Töchter hatte er gefesselt vor sich, alles schien bereits zu En-de. Er fühlte sich als Sieger und den Propheten betrachtete er als Besiegten. Er sagte zu den Gefangenen: "Lob sei Gott, der euch bloßstellte und eure Lüge ent-hüllte."

Für einen Tyrann, der keinen Rückhalt außer Willkür hat, ist nichts schmerzhafter und zerstörerischer als ihn durch die Herabwürdigung seiner Macht zu verhöhnen. Es kam zu einem neuen Höhepunkt der Bewegung Imam Husseins (as) und zwar wieder durch die treue Überbringerin seiner ewigen Bot-schaft Zainab (sa).

Nun begann sie zu reden. Sie sprach derart tapfer und standhaft, als ob nichts geschehen wäre, als ob niemand aus ihrer Familie getötet oder gefangen genommen worden wäre.

Sie sagte: "Gepriesen sei Allah, der uns im Namen des Propheten Mu-hammad Wohlwollen entgegenbrachte. Lügen werden nur Frevler und Ehrlose, blamiert und geschändet wird nur der Frevler. Wir sind aber nicht so wie ihr es seid."

Der Sohn Ziads hob noch einmal das Haupt, das er hängen lassen wollte, er stand mehr aufrecht und versuchte noch einmal sie zu attackieren: "Hast du erlebt, was Gott mit deinem Bruder machte?" fragte er sie mit seiner verbreche-rischen, unverschämten Miene.

Die Antwort Zainabs war noch härter für ihn: "Ich sah nichts außer Schönheit und der Gnade Gottes. Mein Bruder und seine treuen Nachfolger be-gingen den Weg, den Gott wollte. Sie haben den ehrenhaften Tod voller Tugen-den, das Schahada, gewählt und sich den Segen Gottes angeeignet.

Aber Du, Sohn Ziads! Mache Dich bereit für die Strafe, die du wahrlich verdienst." Der Sohn Ziads lies den Kopf gebrochen und niedergedrückt in tiefer Frustration hängen. Zainab verursachte mit ihrer Rede Aufruhr in der Stadt und Ubaidullah wurde zutiefst erniedrigt.

Der einfältige Feind dachte sich, im Palast von Jazid in Damaskus würde der Widerstand der Gefangenen gebrochen und so schickte man die Karawane nach Damaskus. Aber Zainab (sa) sprach sowohl in Damaskus, in Jazids Palast und der Omajjaden-Hauptmoschee. Das Volk wurde erst durch diese Reden über die Wahrheit über Jazid und seine Mittäter informiert, dass er ein Trinker, Spie-ler, Unterdrücker und blutrünstiger Tyrann war und nicht kompetent der Nach-folger des Propheten zu sein.

Das normale Volk war nämlich unter dem starken Einfluss der Propagan-da und Irreführungen von Jazid und andererseits durch die Unkenntnis über den Quran und die echte Tradition des Propheten davon überzeugt, dass Hussein (as) ein ungerechter Aufrührer und Unheilstifter wäre.

Die Menschen waren aber durch die Reden von Zainab (sa) so traurig be-eindruckt, dass Jazid, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen, zur Ent-schuldigung und um sich reinzuwaschen, die Gefangenenkarawane zwangsweise nach Medina schickte.

Durch diesen langen Prozess der schmerzlichen Zwangswanderungen der engsten Familienmitglieder Imam Husseins wurde die zweite Etappe des Aschuraaufstandes vollendet, d. h. das Überbringen der Botschaft des Schahada an das irregeführte Volk. Nur so konnte dieser Aufstand die Farbe der Ewigkeit und ewige Gültigkeit erhalten.

Der Friede sei mit Dir, oh Hussein ibn `Ali, Du Herr der Freimütigen in der Welt, Du Herr und Führer der Märtyrer.

Der Friede Gottes sei mit den in ihrem Blut ertränkten treuen Freunden Husseins (as) und Märtyrern Karbalas.

Und der Friede Gottes sei mit dem von Schmerz gezeichneten Haus Abi Abdullahs, den Botschaftern des Sieges der Gerechtigkeit über die Ungerechtig-keit und des Blutes über das Schwert; die Botschafter die die Verkünder des entgültigen Sieges des Wahren über das Unwahre sind.

Oh Gott, Du Allmächtiger, schenke uns das gute und rettende Wort der Fürsprache von Hussein (as) am Tage des Ablegens der Rechenschaft!

Wa-s-salamu `alaikum wa rahmat-u-llah!

 

 


 

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