نوشته شده توسط Super User دسته: Islamkunde
نمایش از 07 تیر 1392

Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen

Grundsätze des Islam

 

Sehr verehrte Anwesende!

Erlauben Sie mir zuerst einmal, alle zu begrüßen, die- frei von Selbstsucht und Fanatismus – gekommen sind, die Wahrheit zu suchen, nicht von der Wirklichkeit abweichen und die gefundene Wahrheit als solche annehmen, jedes Problem genau und klar durchdenken und nach reiflicher, gewissenhafter Überlegung nur das Beste befolgen.

Der Koran sagt:

„Und so verkündige Freude jenen meiner Diener, welche auf das Wort hören und dem besten von ihm folgen. Diese sind es, welche Allah leitet, und sie sind die Verständigen"

Sure 39: Vers 17-18.

Sie haben mich heute eingeladen, um mit mir über den Islam zu sprechen. Der Grund, so scheint es mir, ist dass Sie verschiedentlich vom „Islam" gehört haben und sich dadurch veranlasst fühlten, herauszufinden, was ,,Islam,, wirklich bedeutet.

Ich freue mich über diese Absicht und weiß, dass, wenn Ihr Bemühen aufrichtig und ehrlich gemeint ist, es Ihnen auch möglich sein wird, die wahre Auslegung des islamischen Glaubens leicht und ohne Schwierigkeiten zu verstehen.

Zunächst möchte ich versuchen, in einer kurzen Darstellung die Grundsätze des Islam und einige der wichtigsten allgemeinen Vorschriften zu erläutern. Es ist Ihre Aufgabe, das Gehörte zu überdenken, und wenn Sie irgendwelche Fragen haben sollten, bin ich gerne bereit, sie zu beantworten. Durch eine solche Diskussion wird ein noch besseres Verständnis der Materie erreicht.

Damit Sie sich bei der späteren Diskussion völlig frei fühlen, möchte ich Ihnen noch sagen, dass ich an Ihren Fragen genauso interessiert bin wie Sie an meinen Vortrag.

Dieser Vortrag bezieht sich auf das, was ich in jahrelangen Forschungen und Untersuchungen über den Islam festgestellt habe.

Die Hauptquelle meiner Arbeit ist der Koran, der für uns Muslime das religiöse und von Gott gesandte Buch darstellt. Dieses Buch wurde nach islamischem Glauben dem Propheten Mohammad – Friede sei mit ihm- von Gott offenbart, damit er es an alle Menschen der Welt weitergibt und es überall als grundlegende Quelle des Islam dienen kann. Zu allen Zeiten seit Bestehen des Islam wurde daher der Koran in sämtlichen islamischen und vielen nicht- islamischen Ländern in zahlreichen Exemplaren verbreitet.

Es ergibt sich die Frage, ob man sich zum,, Verständnis,, des Islam auf eine bessere und zuverlässigere Quelle stützen kann.

Wenn wir der Meinung sind, dass der Koran die wichtigste Quelle zur Erkenntnis des Islam ist, so bedeutet das nicht, dass andere Quellen wie Hadith (uns überlieferte Äußerungen und Handlungen des Propheten) völlig wertlos sind. Zweifellos muss man einen bemerkenswerten Teil der Lehren des Islam mit Hilfe dieser Quellen zu verstehen suchen, aber der Hadith und ähnliche Überlieferungen sind nur dann hierfür von Wert, wenn sie eindeutig über Aussagen oder Taten des Propheten Mohammad berichten. Zweifelhafte Überlieferungen sind daher für uns keine akzeptable Quelle.

Damit die falschen und zweifelhaften Überlieferungen keinen nachteiligen Einfluss auf den Islam ausüben können, wurde uns vom Propheten Mohammad selbst nahegelegt, sämtliche Überlieferungen zunächst mit dem Koran zu vergleichen, damit sie bei Nichtübereinstimmung keine Berücksichtigung finden. Daher muss jeder Gelehrte, der eine wahre Untersuchung des Islam und seiner Lehren durchführen möchte, zunächst den Koran in jeder Hinsicht kennen und jedes religiöse Thema vom Koran her verstehen, bevor er sich mit der Überlieferung, der Geschichte und ähnlichem beschäftigt.

Nur ein Gott

Der Grundsatz des Islam ist ,, Tauhid ,, d. h. Einheit Gottes. Man kann den Islam die ,, Religion der Einheit Gottes ,, nennen.

,, Tauhid ,, bedeutet : Nur an einen einzigen Gott glauben, das Universum, als von Ihm geschaffen anzusehen und die vollkommene Gliederung des Daseins – unter anderem die gewaltige Ordnung der Natur – als eine Offenbarung Seiner wunderbaren Führung anzuerkennen, Ihn anzubeten, zu preisen und nichts und niemandem außer Ihm Ehrerbietung und Lobpreisung darzubringen.

Der wesentliche Lehrsatz des Islam lautet : La ilaha illa – llah – ,, Es gibt keinen Gott außer Allah ,, und der erste Schritt zum Islam ist : Aschhadu an la ilaha illa- llah- ,, Ich bezeuge, daß es keinen Gott außer Allah gibt.,, Dies sagt meine Zunge und davon überzeugt mich meine mir angeborene Einsicht.

Sämtliche anderen Lehren des Islam beruhen auf diesem Grundsatz des ,, Tauhid ,, und stammen davon ab. Darum stellte diese Religion den Glauben an ,, die Einheit Gottes ,, als den Weg zur ewigen Glückseligkeit dar und empfahl : Qulu la ilaha illa- llah , tuflihu- Sagt : ,, Es gibt keinen Gott außer Allah.,, Dadurch werdet ihr glückselig werden. Das bedeutet : Sprecht mit reinem Herzen und baut euren Glauben und eure Taten auf der Basis auf, daß außer dem einzigen Gott, dem Schöpfer des Universums, keinem anderen Wesen göttliche Verehrung gebührt. Hierdurch werdet ihr die ewige Glückseligkeit erlangen.

 

Richtige Gotterkenntnis

Der Islam hält – mehr als alles andere – die reine und richtige Gotterkenntnis für besonders wichtig. Die außerordentliche Bedeutung der Lehren des Islam über die Gotterkenntnis ist eindeutiger als alle anderen Bereiche. Deshalb werde ich in meinem heutigen Vortrag, der eine Grundlage zum richtigen Verständnis des Islam geben soll, ausführlicher zu diesem Thema Stellung nehmen.

Der durch unsere Sinne nicht wahrnehmbare Gott

Der einzige Gott, zu dem der Islam alle Menschen der Welt ruft, existiert, ohne dass wir Ihn durch unsere Sinnesorgane feststellen können. Der Koran sagt hierzu : ,,Blicke können Ihn nicht erreichen Er aber erreicht die Blicke. Er ist der Unerforschliche und Allwissende .,, Sure 6: Vers 103.

Denn unser Auge kann nur das wahrnehmen, was Form und Farbe besitzt. Gott aber hat weder Farbe noch Form. Er steht so hoch, dass Er im Rahmen unserer sinnlichen Wahrnehmungen niemals erfasst werden kann.

Gott nicht vorstellbar ohne Ebenbild

Wir können uns gewöhnlich von den uns bekannten Dingen ein Bild machen. z. B. Blumen, Bäume, Berge, Seen, Sonne, Vögel, Menschen und anderes mehr. Was können wir in dieser Hinsicht über Gott aussagen? Können wir uns Ihn überhaupt vorstellen?

Nie!

Weil die Vorstellungen, die wir durch unsere Wahrnehmungsvermögen gewinnen, von uns durch die Sinnesorgane erhalten werden oder mittels unseres rastlosen Denkens- durch Konstruieren oder Analysieren von Sinnesbildern – zu uns gelangen. Gott aber ist weder durch unsere Sinne wahrnehmbar, noch gleicht Er irgendeiner Sinneswahrnehmung bzw. einer von uns geschaffenen Vorstellung. Daher können wir uns mit Hilfe dieser Analyse oder Konstruktion kein Bild von Ihm machen.

Hierzu sagt der Koran: ,, Der Schöpfer der Himmel und der Erden, Er hat aus euch selbst Gefährten für euch geschaffen und Paare von den Tieren. Dadurch vermehrt Er euch . Nichts ist Ihm gleich, und Er ist der Allhörende, der Allsehende. ,, Sure 42 : Vers 11.

So läßt sich Gott weder in Form eines Gemäldes noch einer Statue darstellen.

Gott, der Allwissende, der Allmächtige

Bei verschiedenen Gelegenheiten erwähnt der Koran aber, dass Gott absolute Attribute besitzt:

Gott, der Schöpfer, der Allwissende, alles Hörende, alles Sehende, alles Führende, der Ernährer, der Nachsichtige, Liebevolle, stets Verzeihende, sich selbst Genügende... Ein Gott, der unsere geheimsten Gedanken kennt, die Gebete aller Seiner Diener erhört und jedem gibt, was ihm gebührt, der uns näher und gnädiger gesinnt ist als jedes Wesen.

Lobpreisung Gottes und seine Erhabenheit

Da das menschliche Denken normalerweise Relativbegriffe verwendet, die zum Verständnis von Korrelationen geschaffen worden sind, ergeben sich oft Missverständnisse und Abweichungen hinsichtlich der Gott im Koran zugeschriebenen Attribute. Somit finden wir im Koran zahlreiche Verse über Lobpreisungen Gottes Und seine Erhabenheit über abweichende Vorstellungen, die sich aus dem

Unvollkommenen Denkvermögen des Menschen ergeben haben durch Verwendung relativer Begriffe, um Ihn zu charakterisieren.

Hat Gott Kinder?

Eine derartige unbegründete Vorstellung ist Z. B., Gott Kinder zuzuschreiben. Es gab und gibt Menschen, die Jesus- Friede sei mit ihm als Sohn Gottes ansehen. Außerdem gab und gibt es vielleicht heute noch Menschen, die die Engel als Töchter Gottes betrachten.

Hierzu sagt der heilige Koran: ,,... und in Unwissenheit haben sie Ihm Söhne und Töchter angedichtet. Lob und Preis sei Ihm, und erhaben ist Er über das, was sie Ihm andichten. Schöpfer der Himmel und der Erde, woher sollte Er ein Kind haben, wo Er keine Gefährtin hat? Und erschaffen hat Er jedes Ding- und Er kennt jedes Ding ... Das ist Allah, euer Herr, es gibt keinen Gott außer Ihm, Dem Schöpfer aller Dinge; Darum dienet Ihm, und Er ist aller Dinge Hüter."

Sure 6: Vers 100-103.

,,Und sie sagten: ,Allah hat einen Sohn gezeugt." Preis Ihm! Doch alles in den Himmeln und auf Erden Gehört und gehorcht ihm."

Sure 2: Vers 116.

Doch der Koran warnt uns ausdrücklich davor, zu glauben, dass ein Engel oder ein Prophet Ein Kind Gottes sei. Engel und Propheten sind alle Diener Gottes. Sie sind zwar Wichtig und bedeutend, aber zweifellos nicht als Kinder Gottes anzusehen.

Adam, Noah, Abraham, Lot, Hud, Saleh, Ismael, Isaak, Jakob ...Moses,

Jesaja, Idris ... Johannes, Jesus, Mohammad und alle anderen Propheten Sind wie wir Menschen und Diener Gottes. Wie alle anderen hat Gott sie geschaffen. Und diejenigen, die behaupten, dass Jesus - Friede sei mit ihm- ein Sohn Gottes sei, denken äußerst unlogisch, wenn sie wirklich sagen, daß Gott- ebenso wie wir – ein Kind gezeugt hat. Möge Gott fern davon sein, menschenähnliche Züge zu besitzen!

Wenn sie den Ausdruck ,Sohn Gottes‘ verwenden, um einen anderen Gedanken auszudrücken, sollten sie diesen irreführenden Ausdruck vermeiden

Die Gefahr bei Vergleichen

Die Verwendung des Ausdruckes ,Sohn Gottes birgt immer wieder die Gefahr in sich, dass man sich den unvergleichlichen, erhabenen Gott als einen sehr mächtigen und bedeutenden Menschen vorstellt, der im Himmel thront. Hierin liegt die große Gefahr, bei Vergleichen die größte an sich, weil sie hinsichtlich der Gotterkenntnis Abweichungen und Missverständnisse hervorruft und die Hauptursache vieler Irrtümer bildet, wenn man an Gott denkt. Viele Phantastische Gedanken, die zahlreiche Gläubige haben, wie auch die unbegründete Kritik, die viele Ungläubige in einer Diskussion über Gott zum Ausdruck bringen , beruhen gleichfalls auf diesen unzureichenden Vorstellungen und Gedanken der Menschen, wenn abstrakte Begriffe durch bildhafte Gleichnisse verstanden werden.

Sowohl die unverständigen Gläubigen als auch die Ungläubigen machten sich von Gott ein falsches Bild, eine falsche Vorstellung.

Als die ungläubigen feststellen, wie unvernünftig diese Gedanken waren, verwarfen sie Gott ganz und gar, während keiner von diesen Begriffen Gott ist. Derjenige Gott, zu dem der Islam uns ruft, ist über diese beiden Begriffe erhaben.

Deshalb lautet einer der wesentlichen Grundsätze über die Gotterkenntnis im Islam, den Vergleich Gottes mit anderen Wesen zu vermeiden und darauf zu achten, dass Gott, der Schöpfer des Universums, dem, nach dem Islam, Anbetung gebührt, kein Ebenbild besitzt und außerhalb unseres Vorstellungsvermögens liegt. Er steht über allen imaginären Vorstellungen.

Gott, Mensch und Universum

Der Islam stellte Betrachtungen zum besseren Verständnis Gottes in bezug auf ein besseres Verständnis des Universum und der Menschen an, woraus sich, ergab, dass ein Erkennen von Gottes Kreatur gleichzeitig ein Erkennen von Gott dem Schöpfer zur Folge hat.

Ein islamischer Ausspruch besagt: ,,Wer sich selbst erkannt hat, erkennt seinen Herrn.,,

Also ist ein gutes Verständnis von Mensch und Universum eine echte Hilfe zum besseren Verständnis Gottes. Andererseits führen alle grundlegenden Missverständnisse von Universum und Mensch, besonders im Hinblick auf die Relationen

Gott / Mensch,

Natur,

Engel und

Alle anderen Wesen,

zum Missverständnis Gottes, weil die Erkenntnis von Ursache und Wirkung eindeutig voneinander abhängig ist.

Fußnote dazu

: Der 91. Vers der sechsten Sure lautet wie folgt: ,, Sie schätzten Allah nicht nach Seinem Wert, wenn sie sagten: ,Allah hat keinem Menschen irgend etwas herabgesandt. Sprich: Wer sandte das Buch nieder, das Moses Brachte als ein Licht und eine Führung für die Menschen, doch ihr habt Blätter daraus gemacht, die ihr zeigt, während ihr viel verbergt.,, Eine in Mekka anwesende Gruppe von Juden hörte, dass ein Prophet in der Stadt erschienen sei, der gesagt habe: ,,Ich habe eine göttliche Offenbarung gehabt, die Vielgötterei, Grausamkeit und Unwissenheit zu bekämpfen. Ich wurde von Gott beauftragt, allen Leuten dir mir von Ihm offenbarten Wahrheiten mitzuteilen, damit sie die wahre Erkenntnis, die Anbetung Gottes und die richtige Art zu leben erlernen und ablassen von ihrer großen Verderbtheit und Sünde." In mancher Hinsicht war es für diese Juden schwierig, diese Tatsache zu akzeptieren- nämlich, dass Mohammed ein Prophet Gottes war- und sie versuchten, auf jede mögliche Art und Weise den Islam zu bekämpfen, um zu verhindern, dass er weiteren Einfluss gewann. Eine ihrer Methoden bestand darin, in den einfachen Arabern Zweifel zu erwecken Sie wiesen Z. B. darauf hin, dass Gott noch niemals den Menschen Offenbarungen gesandt habe. In diesem Zusammenhang stellt nun der Koran die Frage: Was ist dann das von Moses gebrachte Heilige Buch? Woher hat er es bekommen? War es nicht genauso wie der Koran durch göttliche Offenbarung einem Menschen, einem Propheten, übermittelt worden, um die Menschen zu Leiten? Wahrlich, auch Moses war ein Mensch, dessen Heiliges Buch ihm ebenfalls offenbart worden war, und jene illusorische Behauptung, Gott habe niemals einem Menschen eine Offenbarung gesandt, beruht auf Unwissenheit. Die falsche Behauptung der Juden bezog sich direkt auf das Problem der Offenbarung, doch der Koran hat dies als die Folge ihrer falschen Auffassung von Gott herausgestellt.

In vielen Versen des Korans wird darauf hingewiesen, sich mehr und eingehender mit dem Universum zu befassen, um eine bessere Gotterkenntnis zu erlangen.

So lauten z.B. zwei diesbezügliche Verse des Korans: ,,In der Schöpfung der Himmel und der Erde, in dem Wechsel von Tag und Nacht liegen für die Verständigen deutliche Beweise.‘‘ ,, Die an Allah denken im Stehen und Sitzen und (Liegen) auf ihren Seiten... und nachsinnen über die Schöpfung der Himmel und der Erde...‘‘ Sure 3:Vers 190-191

Die enge Beziehung Gotterkenntnis/Erkenntnis von Mensch und Universum kann leicht aus diesen Versen abgeleitet werden.

Mensch und Universum

ERKENNE DICH SELBST!

Das System der Gotterkenntnis des Islam erklärt den Menschen: O Mensch, der du dich vor Sonne, Mond, Sternen, Bergen, Meeren, Winden, Stürmen ... fürchtest, die dir als groß und mächtig erscheinen! - O Mensch, der du vom Glanz der Leute mit viel Geld und großer Macht sowie von der Autorität eigennütziger und diktatorischer Herrscher geblendet bist, so dass du deine Ehre verlierst und dich manchmal vor ihnen beugst, sie lobpreist und dich durch eigene Schuld zu ihrem Sklaven machst ! Wach auf ! Nie ist dir die irdische, komische oder himmlische Existenz so überlegen. Du hast deinen eigenen Wert nicht genau genug erkannt und hast dich ohne Entgelt vor ihre Füße geworfen! Erhebe dich ! Erkenne die großen Kräfte und Fähigkeiten, die Gott dir verliehen hat, die wie ein Schatz in dir ruhen. Nutze sie richtig aus! Dann wirst du feststellen, dass du weder so klein bist noch die anderen so groß sind, wie du dachtest!

Beherrschung der Natur

Doch du kannst dir die Natur und ihre Kräfte untertan machen, Der 20. Vers der 31. Sure sagt darüber folgendes : ,, Habt ihr nicht gesehen, dass Allah euch alles in den Himmeln und auf Erden unterwarf und über euch Seine Gnade ausgoss – äußerlich und innerlich ? ,,

Und ferner lauten die Verse 32- 34 der 14. Sure: ,, Allah ist es, der die Himmel und die Erde erschuf, und Er sendet Wasser vom Himmel hernieder und bringt damit die Früchte hervor zu eurer Nahrung und hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, dass sie das Meer durcheilen nach Seinem Gebot, und Er hat euch die Flüsse untertan gemacht. Und dienstbar machte Er euch die Sonne und den Mond, die unablässig ihren Lauf vollziehen, und dienstbar machte Er euch Nacht und Tag. Und Er hat euch alles gegeben, was Ihr von Ihm erbeten habt. Und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählt, so könntet ihr sie nicht berechnen. Wahrlich, der Mensch ist ungerecht und undankbar. ,,

Alle diese Verse, und noch viele andere, sprechen von der Möglichkeit des Menschen, die Natur zu beherrschen. Zur Zeit der Offenbarung des Korans vor ca. 1350 Jahren war es dem Menschen bereits gelungen, sich Schafe, Kühe, Pferde, Kamele und Elefanten dienstbar zu machen. Er nutzte ihre Milch, ihr Fleisch, ihre Häute usw. , ritt auf ihnen oder verwendete sie als Lasttiere. Er hatte wenig Erfahrung auf dem stürmischen Meer und fuhr doch mit seinen Schiffen auf den gewaltigen Wogen der See. So konnte er von einem Ort zum anderen gelangen und seine Handelsgüter transportieren.

Außerdem gelang es ihm, mächtige und tosende Flüsse zu zähmen; durch Eindeichung und Bewässerungskanäle konnte er das unruhige Flusswasser seinen Feldern und Gärten zuführen.

Beherrschte der Mensch aber von Anfang an alle diese Dinge? Nein! Es gab eine Zeit, da er nicht einmal diese Dinge beherrschte, sondern er Ängstigte sich vor den meisten oder sogar allen. Nicht einmal in ihre Nähe getraute er sich.

Nach lange Zeit fand er allmählich heraus, dass er sich grundlos fürchtete. Durch Überlegung und intensives Sterben überwand er die unbegründete Furcht. Danach begannen sich seine inneren Kräfte zu zeigen und zu entfalten, und er lernte seine Umwelt zu beherrschen.

Nun inspirierte der Koran den Menschen, viel mehr als das bisher Getane zu tun. Die gesamte Natur mit allen kleinen und großen Wesen ist ihm untertan, unter der Voraussetzung, dass er nicht der Unwissenheit, Faulheit, Feigheit, Begierde oder Selbstsucht nachgibt und dabei keine Umwege macht, sondern auf dem geraden Pfad wandelt, den Gott ihm gewiesen hat. Er darf keinesfalls ,, ungerecht und undankbar ,, sein.

Mensch und Gott

ERNEUTE SELBSTERKENNTNIS!

Obwohl der Islam den Menschen zu so vielen Kräften inspiriert, wird er wieder auf sein Selbstbewusstsein hingewiesen. Hierzu sagt der Islam:

O Mensch nachdem du empfunden hast, dass du so mächtig sein kannst, sollst du nicht hochmütig und eitel werden noch eine falsche Auffassung von dir machen und nicht vom rechten Weg abweichen. Beachte immer wieder, dass du trotz aller Macht vergänglich bist.

Es dauert nicht lange, bis du deine Jugend und Frische, deine Arbeitskraft und Vitalität, ja, sogar dein Denkvermögen verlierst. Trotz all deiner Bemühungen und Pläne, Macht zu erlangen, wirst du im Greisenalter oder an Tagen der Arbeitsunfähigkeit, der Krankheit und ähnl. So schwach sein, dass du nicht einmal eine Mücke verjagen kannst. Weißt du wofür dies ein Omen sein soll? Es ist ein Zeichen dafür, dass du trotz all deiner Macht und deines Wertes doch noch ein Bestandteil dieser unbeständigen Welt bist, in der die Existenz aller Wesen nicht von selbst kommt, sondern als fortlaufende Zeichen von dem einzigen – beständigen –Gott, dem Schöpfer der Welt, abstammt. Denke daher immer an Gott, von dem deine Existenz und die aller anderen Wesen abhängt, bleibe in fester Verbindung mit Ihm und komme Ihm näher.

Annäherung an Gott

Wie kann man Gott näherkommen?

Gott ist absolute und vollkommene Existenz. Die Existenz aller anderen Wesen dagegen ist relativ. Diese relativen Existenzen sind alle auf dem weg zur Vollendung, die ihnen von der Natur zugesprochen ist. Sterben nach Vollendung heißt nach Gott sterben. Je mehr das Sterben eines Wesens nach Vollendung zunimmt, desto näher kommt es zu Gott- der absoluten Vollkommenheit. Der Mensch ist auch eine dieser relativen Existenzen. Er versucht auch, vollkommen zu werden. Doch wird es ihm nicht gelingen, den Bann der Relativität zu brechen. Er kann aber seine guten Eigenschaften relativ verbessern und so Gott näherkommen. Je mehr er seine guten Eigenschaften entwickelt, desto näher kommt er Gott, der absolut vollkommenen Existenz. Das ist die eigentliche Bedeutung, die der Islam mit ,, Gott näherkommen ,, meint. Nach islamischen Lehren kann das Gebet oder eine andere religiöse Handlung nur dann einen Menschen Gott näherbringen, wenn dies zu seiner Vollendung beiträgt oder seine bisherige Entwicklung unterstützt.

Beten

Zu jeder Zeit, an jedem Ort, unter jeder Bedingung ist Gott für den Menschen da, und deshalb kann sich jeder an Ihn wenden und um Hilfe bitten. Der 186. Vers der 2. Sure lautet:

,, Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen- ( sprich ): Ich bin nahe. Ich antworte dem Gebet des Bittenden, wenn er Mich anruft ... ,,

Die wesentliche Bedingung hierbei ist jedoch, dass der Bittende sich ehrlich an Gott wendet und Ihn anruft. Dann wird Er ihn zu jeder Zeit, an jedem Ort ohne irgendwelche Fürsprecher anhören.

Sünde, Reue, Buße, Vergebung

Auch Sünder können sich zu jeder Zeit an Ihn wenden und auf die Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit Gottes vertrauen, wenn sie ihre Charaktereigenschaften verbessern und sich auf den Pfad der Tugend zurückbegeben. Sie brauchen nichts anderes als dies zu tun und benötigen auch keine andere Person, um die Vergebung ihrer Sünde zu erhalten. Der Koran sagt in diesem Zusammenhang:

,, Sage: o Meine Diener, die ihr euch gegen euch selbst vergangen habt, verliert eure Hoffnung an Allah nicht. ,, ,, Allah vergibt alle Sünde. Er ist der Allverzeihende, der Allbarmherzige. Wendet euch reuig an euren Herrn und ergebt euch Ihm, bevor die Strafe über euch kommt und euch dann nicht mehr geholfen wird. ,, Sure 39: Vers 53- 54.

Gott und Universum

Das Universum, mit allem, was es enthält, ist von Gott geschaffen worden. Alle Gesetze dieses Universums und der Natur müssen daher als Gesetze Gottes angesehen und betrachtet werden. In den Versen des Korans werden alle Werke, die wir im allgemeinen der Natur zuschreiben, als Werke Gottes bezeichnet, wie bereits gesagt:

,, Allah ist es, der die Himmel und die Erde erschuf, und Er sendet Wasser vom Himmel hernieder und bringt damit die Früchte hervor zu eurer Nahrung. ‘‘ Sure 14: Vers 32.

Diese Verse weisen uns darauf hin, dass gemäß der Gotterkenntnis im Islam die Natur und ihre Gesetze nicht als eigenständiger Gegenpol zu Gott, sondern als ein Teil Seiner Schöpfung angesehen werden. Deshalb braucht ein Mensch, der auf Grund der islamischen Lehre an Gott und Seine ewige Macht glaubt, die Ordnung und Gesetze der Natur sowie deren wissenschaftliche Interpretation und Applikation nicht zu verleugnen.

Deshalb besteht auf naturwissenschaftlichem Gebiet kein Unterschied zwischen der Tätigkeit eines muslimischen und eines nicht an Gott glaubenden Naturforschers. Beide erzielen gleiche Fortschritte auf diesem Gebiet.

Der einzige Unterschied zwischen ihnen besteht darin, dass der gläubige Naturwissenschaftler im Spiegel der Natur Gott, den Schöpfer, sieht, während der ungläubige sich von der Natur und ihren Wundern so leiten und fesseln lässt, dass er nicht mehr darüber hinausgehen und deren Schöpfer wahrnehmen kann.

Wunder

Wunder sind seltene Ereignisse, die bei besonderen Gelegenheiten geschehen und nach einem göttlichen Plan erfolgen. Daher schadet der Glaube an derartig seltene Ereignisse durchaus nicht dem Gültigkeitswert der Naturgesetze, denn die Relation zu den normalen

Geschehnissen liegt unter 1:1 Milliarde.

In der Wissenschaft wird aber als Tatsache akzeptiert, dass selbst höhere Ausnahmewerte die Gültigkeit wissenschaftlicher Grundregeln nicht beeinträchtigen, weil dadurch der wissenschaftlichen Folgerung kein Nachteil entsteht.

Diener Gottes

Die Natur und alle Lebewesen dienen Gott. Diese erstaunliche Ordnung der Natur ist ein Phänomen Seines Willens und Seiner Führung. Obwohl deshalb jedes Naturphänomen durch eine geeignete Naturordnung und als Wirkung vieler Naturursachen entsteht, ist es gleichzeitig eine Erscheinung der Macht und Weisheit Gottes, des Schöpfers.

Unendliches Universum

Eindeutig erklären die Koran-Verse, dass das Universum unendlich ist: ,, ... und wenn ihr Allahs Wohltaten aufzählt, so könnt ihr sie nicht berechnen... ‚‘‘ Sure 16: Vers 18.In diesem unendlichen Universum werden stets neue Phänomene entdeckt, weil Gott der Schöpfung hinzufügt, was Er will. ,, Er fügt der Schöpfung hinzu, was Er will. Allah hat Macht über alle Dinge. ‚‘‘ Sure 35 Vers 1.

Hierdurch wurde der Mensch angehalten, seine Tätigkeit in bezug auf wissenschaftliche, technische, industrielle und erfinderische Leistung in keiner Weise einzuschränken. So sehr er sich um die wissenschaftliche Erkenntnis des Universums und die technische und industrielle Nutzung der Natur bemüht, wird er doch stets Möglichkeiten zu weiteren Leistungen finden.

Schicksal

Die Lehre des Islam über Vorherbestimmung und Willensfreiheit des Menschen und das Problem Schicksal betont einerseits, die Menschen dazu anzuregen, ihr Bestes zu versuchen und ihre große Erkenntnis und Tatkraft, die ihnen von Gott verliehen wurde, zu nutzen in bezug auf rechte Gedanken –

Und andererseits ihnen zu raten, die notwendige Geduld aufzubringen, um alle die Schwierigkeiten zu überwinden, die praktisch in jedem Leben auftreten. Diese Lehre tadelt jede Art von Faulheit und von Sich- Ergeben in natürliche und soziale Schwierigkeiten.

Islam in bezug auf wissenschaftlichen und technischen Fortschritt

Auf Grund des im vorherigen Kapitel Erwähnten ist es leicht zu verstehen, dass die Lehre des Islam den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt in keiner Weise hindert, sondern sogar ein starker moralischer Antrieb dafür ist. In dieser Hinsicht möchte der Islam, dass zwei Punkte besonders beachtet werden:

  1. Der wissenschaftliche, technische und soziale Fortschritt darf weder Selbstsucht, Hochmut noch Stolz im Menschen hervorrufen, die ihn daran hindern, Gott, den Schöpfer des Universums, zu erkennen.

  2. Leistung und Fortschritt des Menschen auf wissenschaftlichen sowie auf anderen Gebieten müssen in jeder Hinsicht zum Nutzen seiner Wohlfahrt und Moral angewendet werden und dürfen sich nicht zum Nachteil oder Unglück auswirken noch Unmoral zur Folge haben bzw. als ein Mittel zur Grausamkeit verwendet werden.

Propheten

In der wissenschaftlichen Erkenntnis der Natur ist das Denken des Menschen groß und weitblickend, so dass er sich auf sich selbst, sein ständig zunehmendes Wissen und seine Energie verlassen kann. Daher brauchen hierfür die Propheten keine besondere Verantwortung zu übernehmen. Andererseits benötigt der Mensch die besondere Hilfe und Leitung Gottes, um die metaphysischen Probleme. Den Endzweck seiner Existenz und die rechte Art zu leben erkennen zu können. Gott hat diese Hilfe und Anleitung gewährt, indem Er den Propheten Offenbarungen sandte, die den Menschen mitgeteilt wurden.

Die Lehren der Propheten sind nicht das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung oder deren Lebenserfahrung, sondern sie basieren auf der von Gott empfangenen Offenbarung. In dieser Hinsicht sagt der Koran über Mohammad:

,, ... und er spricht nicht aus Begierde. Es ist eine Offenbarung nur, die ihm offenbart wird. Der mit mächtigen Kräften Begabte hat ihn belehrt . ‘‘ Sure 53: Vers 3- 5

Wissenschaft und Weisheit! Offenbarung

Bevor wir an die Propheten glauben, steht uns die Möglichkeit offen, die Realität durch Wissenschaft, Erfahrung und Weisheit zu erkennen. Doch wenn wir an die Propheten glauben und wissen, dass das, was sie sagen, von Gott kommt, eröffnet sich uns ein neuer Weg der Erkenntnis, dem man absolut vertrauen kann- nämlich die Lehren der Propheten, die sie durch Offenbarung erhielten und an uns weitergaben.

Besonders zum Erkennen Gottes und der Probleme, die mit dem Ursprung und Ende der Welt zusammenhängen, und des Weges, der uns zur vollkommenen Seligkeit führt, haben wir keine zuverlässigeren Quellen als diese Lehre der Propheten.

Richtige Einschätzung der Propheten

In bezug auf die Propheten betont der Islam folgenden Punkt ganz besonders: Alle Propheten sind ohne Ausnahme Menschen, und ihr einziges Vorrecht gegenüber anderen Menschen ist ihre Fähigkeit, Offenbarung zu empfangen und weiterzugeben, um die Menschen zur Gottseligkeit zu führen. In dieser Hinsicht gleichen die Propheten anderen Menschen; sie essen, trinken, schlafen, erwachen, heiraten und haben Kinder wie diese. Sie werden geboren, leben und sterben dann.

Gott befiehlt Mohammad, sich wie folgt einzuführen: ,, Sage: Ich bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist es offenbart worden, dass euer Gott ein Einziger Gott ist. Möge denn der, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinem anderen als seinem Herrn dienen. ‘‘ Sure 18: Vers 110.

Der Islam hat uns über alle anderen Propheten, wie Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus usw., das gleiche gelehrt und darauf hingewiesen, dass die Propheten ebenfalls Menschen und Diener Gottes bleiben. Auf diese Weise fordert der Koran von uns, jede Überschätzung der Propheten zu vermeiden, insbesondere nicht die falsche Auffassung zu vertreten, dass alle oder einige Propheten höher eingestuft werden als Menschen und Diener Gottes.

Die Wunder der Propheten

Obwohl die Propheten Menschen und Diener Gottes sind, lassen sie manchmal Wunder geschehen. Der Koran spricht auch von Wundern durch die Propheten. Doch in vielen Versen wird darauf hingewiesen, dass sie von sich aus keine Wunder geschehen lassen können und Gott ihnen nicht die Macht verliehen hat, sie auf Wunsch geschehen zu lassen. Die Gegner des Islam forderten Mohammad häufig auf, Wunder zu tun. Sie sagten : Falls du ein Prophet bist, musst du in der Lage sein, Wunder geschehen zu lassen, wie wir es von dir verlangen.

Der Prophet des Islam antwortete. Dass er nicht über die Fähigkeit verfüge, Wunder zu tun, wenn es gewünscht wird. Für Wunder gibt es eine besondere Ordnung, die nicht seinem Willen untersteht. Doch wenn jemals ein Wunder erforderlich ist, geschieht dies nach Gottes Willen durch einen Propheten ohne Mitwirkung seines Willens.

Sure 6: Vers 109; Sure 17: Verse 90- 93 und viele andere Verse.

Islam, die Religion aller Propheten An alle Propheten glauben und sie ehren

Der Koran erklärt eindeutig, dass der Islam nicht nur die Religion Mohammads war, sondern die Religion aller Propheten. Denn Islam, der Bedeutung des Wortes entsprechend, heißt im Koran: ,, Sich in die Lehre Gottes ergeben, Gott richtig erkennen, Ihm von ganzem Herzen gehorchen und jede Selbstsucht vermeiden.‘‘

Daher ist der Islam nicht nur die Religion der Muslime, sondern aller Menschen in der Welt, die die Wahrheit lieben. So glauben alle Muslime an alle Propheten und ehren sie und ihre Heiligen Bücher, die Gott ihnen gesandt hat. Der Koran sagt hierzu:

,, Dieser Gesandte glaubt an das, was zu ihm herabgesandt wurde von seinem Herrn, und alle Gläubigen glauben an Allah und Seine Engel, an Seine Schriften und Seine Gesandten ( und sprechen ): ‘ Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten ‘ und sie sagen: ‘ Wir hören und gehorchen, Deine Vergebung unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr. ‘ ‘‘ Sure 2: Vers 285.

Verfälschungen

Nach dem Tode eines Propheten begannen manche Verfälschungen seiner Lehren zu erscheinen. Im Laufe der Zeit wurden die Verfälschungen so zahlreich, dass sogar bedeutende Gelehrte die genaue Lehre des Propheten nicht mehr feststellen konnten, weil selbst die Heilige Schrift dieses Propheten manchmal durch Gegner und manchmal durch unwissende Gläubige geändert worden war.

In einem derartigen Fall war die einzige Hilfe ein neuer Prophet, der die göttliche Lehre noch einmal durch Offenbarungen vernahm und an das Volk weitergab, Der Koran weist oftmals in kurzen Geschichten über die Propheten auf diesen Punkt hin.

Mohammad und der Koran

Derartige Zustände herrschten Anfang des 7. Jahrhunderts n. Chr. Wenn jemand wirklich die genauen Lehren von Abraham, Moses, Jesus und den anderen Propheten wissen wollte, war es ihm nicht möglich, denn es gab hierüber keine zuverlässigen Quellen. Das Alte und Neue Testament sowie die anderen Propheten zugeschriebenen Bücher waren nicht mehr zuverlässig, weil man einige Abweichungen leicht in diesen Büchern nachweisen konnte und die geschichtliche Forschung nicht den Nachweis liefern konnte, dass ihr gesamter Inhalt von diesen Propheten stammte.

Zu dieser Zeit wurde Mohammad von Gott gesandt, um noch einmal die göttliche Lehre durch Offenbarung zu empfangen und an die Menschen weiterzugeben. Die Geschichtsforschung beweist eindeutig, dass die von Mohammad gelehrten Verse einen völlig neuen Stil aufwiesen und niemand derartige Sätze nachahmen konnte. Dies war ein wesentlicher Grund dafür, dass der Mohammad offenbarte Koran frei von Verfälschungen blieb. Außerdem wurden diese Verse sofort gesammelt und mit dem Titel ,, KORAN‘‘ als das Heilige Buch des Islam herausgegeben.

Durch diese schnelle und ununterbrochene Verbreitung wurde der Koran während der 1334 Jahre seit dem Tode Mohammads freigehalten von den verschiedensten Schäden durch Verfälschungen.

Seit dem Jahre 632 besitzt der Koran noch heute denselben Inhalt; er wird in der ganzen Welt veröffentlicht, und zwar ohne irgendwelche Änderung seiner zahlreichen Exemplare, die man überall finden kann, Diese erstklassige und ausgezeichnete wie auch unverändert gebliebene islamische Quelle bietet jedem die Möglichkeit, den Islam direkt aus der Hauptquelle zu erkennen und jegliche Abweichungen zu vermeiden.

Das Jenseits

Eine der Lehren des Propheten lautet, dass die Existenz des Menschen nicht durch den Tod endet. Der Tod ist nur das Ende des Bemühens des Menschen, nicht aber seiner Existenz.

Im Leben, dem Abschnitt vor dem Tode, muss man immer denken, prüfen, handeln und sein Bestes versuchen. In diesem Abschnitt kann man durch die Kraft der Erkenntnis ,, gut und böse ‘‘ unterscheiden und das eine oder andere wählen.

Da der Mensch seine Situation immer veränderlich findet, sucht er eine gute Situation zu halten und eine ungünstige zu verbessern. Mit dem Tode hört jede Tätigkeit und Weiterentwicklung auf. Mann tritt in den Bereich der Ewigkeit ein. Im Abschnitt nach dem Tode bleibt der Mensch gemäß seinem Wesen und seinen Eigenschaften bis in die Ewigkeit unverändert derselbe. Er bleibt in der Art so, wie er sich selbst in seinem Leben geformt hatte. Dann ist die Zeit gekommen, in der der Mensch das ewige Ergebnis seiner Bemühungen während seines Lebens erzielen wird.

Dazu sagt der Koran: ,, An jenem Tage werden die Menschen in Gruppen erscheinen, damit ihnen ihre Werke gezeigt werden. Und wer auch Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan, wird es sehen. Und wer auch nur Böses im Gewicht eines Stäubchens getan , wird es gleichfalls sehen. ‘‘ Sure 99: Vers 6- 8.

So lautet die Lehre des Islam über das Jenseits.

Paradies und Hölle

Das Paradies ist der Ort ewigen Glückes, den die Gerechten für ihre gerechten Bemühungen verdient haben. Die Hölle ist der Ort ewigen Schmerzes und ewiger Verdammnis, wohin die Nichtrechtschaffenen durch ihr schlechtes Verhalten geführt werden. Was wir bereits erläutert haben, sind die Grundlagen des Islam.

Sonstige Lehren des Islam

Der Islam hat viele andere Lehren über verschiedene Lebenszweige, die einerseits auf der, obengenannten Grundlage und andererseits auf den physischen und geistigen Notwendigkeiten des Menschen im Eigen- und Familienleben sowie im Leben in der sozialen Gemeinschaft basieren. Dies umfasst auch:

Gebet, Fasten, Pilgern, Almosen, Beitrag zu den Sozialaufwendungen durch periodische und Sondersteuern, Verbreitung der Religion Gottes, Schaffung einer angemessenen gerechten Sozial- und Wirtschaftsordnung, allgemeine Kontrolle der Regierungsgeschäfte, Nächstenliebe, Unterstützung der Armen und Unglücklichen, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, Sauberkeit und stetes Sterben nach einem geistigen und physischen Wohlergehen. Diese Lehren lassen sich im Rahmen von ein oder zwei Vorträgen nicht eingehend erklären. Ich hoffe, dass Sie sich durch weitere Vorträge oder Broschüren mit dem Islam vertraut machen werden.

von :Dr.Beheshti

 


 

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